Elbdeich bei Mühlberg in Brandenburg
Bild: imago/Rainer Weisflog

Ausländeranteil in Landkreisen bundesweit - Wenig Ausländer im Landkreis Elbe-Elster

Jeder zehnte Einwohner Deutschlands hat keinen deutschen Pass. Berlin liegt dabei deutlich über dem Schnitt. Ganz anders sieht es in Brandenburg aus: Unter 472 Landkreisen stellte zumindest 2015 die Mark mit Elbe-Elster einen Rekord auf.

Der Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg ist bundesweit vermutlich der Kreis mit dem geringsten Ausländeranteil. Von insgesamt 104.673 Einwohnern besaßen zum Stichtag 31.12.2015  1.992 ausschließlich einen ausländischen Pass. Das entspricht einem Ausländeranteil von 1,9 Prozent wie Daten des Statistischen Bundesamtes, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ergeben.

Unter den zehn Landkreisen mit dem bundesweit niedrigsten Ausländeranteil war  außerdem der Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 2,4 Prozent. Einen ähnlich geringen Anteil wiesen Ende 2015 außerdem überwiegend Landkreise in Thüringen sowie in Sachsen auf.

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Berlin deutlich über dem Bundesschnitt

Insgesamt betrug der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2015 bundesweit 10,5 Prozent. In Berlin lag er mit 15,5 Prozent deutlich darüber. In der Bundeshauptstadt lebten zum Erhebungsstichtag insgesamt 545.668 Ausländer.

In Brandenburg hatte Frankfurt (Oder) mit 7,4 Prozent den höchsten Ausländeranteil, gefolgt von Potsdam (6,2 Prozent) und dem Landkreis Oder-Spree mit 5,6 Prozent.

Zuletzt hatte eine Erhebung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge aufgezeigt, aus welchen Staaten Berlins Ausländer kommen. Demnach sind die meisten türkischer Herkunft, gefolgt von Polen und Syrien. Nach Kontinenten kommen die meisten Ausländer aus Europa.

Generell höherer Ausländeranteil in Ballungsräumen

Bundesweit gesehen haben vor allem Ballungsräume wie das Ruhrgebiet, das Rhein-Main-Gebiet sowie die Großräume Stuttgart und München einen hohen Ausländeranteil. Die meisten Ausländer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung leben in Offenbach am Main. 33,6 Prozent (41.569 Menschen) gehören laut Statistik zu dieser Gruppe.

Damit lebten 2015 in diesem Landkreis knapp halb so viele Ausländer wie in ganz Brandenburg (89.788). Die meisten Ausländer in Brandenburg lebten in der Landeshauptstadt (10.413 Menschen, Anteil: 6,2 Prozent), gefolgt vom Landkreis Oder-Spree (10.148 Menschen, Anteil: 5,6 Prozent).

Kommentar

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15 Kommentare

  1. 15.

    Aber ich bitte Sie. Es geht doch nicht um irgendwelche Wunschvorstellungen. Was ich geschildert habe, ist die Realität. Sicher kann ich Visionen haben, wie schön doch alles sein könnte. Aber Helmut Schmidt hat schon gesagt: Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Spaß beiseite. Diese ganze Entwicklung ist nicht gut und wird auch nicht besser. Das ist mal meine "Vision", um im Bild zu bleiben.

  2. 14.

    "In Berlin sind Gruppen von jungen ausländischen Männern an jeder Ecke und an jedem Bahnhof."

    Das ist maßlos übertrieben und zurechtphantasiert.
    Ich steige zu allen Zeiten an Berliner Bahnhöfen ein, aus und um und habe mich noch nie bedroht gefühlt. - Zweimal täglich Alexanderplatz, wöchentlich am Zoo und am Hermannplatz, monatlich am Hbf. ...

  3. 13.

    Ich glaube, ein Ignorieren zwischen diesen beiden Extremen - eine tatsächliche Zusammenballung in Stadtteilen wie Berlin-Kreuzberg, Hamburg-Ottensen und der Kölner Südstadt auf der einen und den national befreiten Zonen wie in den genannten Gebieten Ostdeutschlands, sprich: das riesige Feld dazwischen, hilft nicht gerade weiter.

    Vielmehr sollte das riesige Feld dazwischen zur Kenntnis genommen zu werden, anstatt verbissen an einem Extrem von zweien festhalten zu wollen.

    Kurzum: Mehr Emigranten in Elbe-Elster sind das Gebot der Stunde!

  4. 12.

    In Berlin sind Gruppen von jungen ausländischen Männern an jeder Ecke und an jedem Bahnhof. Immer in Gruppen und immer lautstark, den Raum durch körperliche Überlegenheit dominierend. Selbst die Ausländerversteher gucken denen beim vorbeilaufen nicht in die Augen, wenn die überhaupt noch den öffentlichen Raum frequentieren und nicht nur noch Auto fahren. Denen den ganzen Tag aus dem Weg gehen und dann grossmunding Toleranz propagieren. Das ist es doch.

  5. 11.

    Das hat weder was mit Fantasie noch mit Rausch zu tun, sondern ist bittere Realität in westdeutschen Großstädten. Wenn ich meine Schwiegermutter im Dortmunder Norden besuche, höre ich nicht ein Wort Deutsch. Ich habe immer ein mulmiges Gefühl und traue mich kaum allein durch die Straßen zu gehen. Wer Geld hat, bestellt sich ein Taxi. Überfälle am hellichten Tag (meiner Schwiegermutter (84) hat man die Tasche vom Rollator gerissen), Einbrüche nachts in das Haus mit betreutem Wohnen, und Sie nennen das Fantasie? Wo leben Sie eigentlich. Wohlbehütet im Eigenheim?

  6. 10.

    ...im Oberstübchen muß man eigentlich haben, um nicht zu realisieren, daß diese Leute offensichtlich keine Berliner Verhältnisse wollen? Na? Erzählen Sie doch mal!

  7. 9.

    Der Artikel behandelt nur die Einwohner, die noch keinen deutschen Pass haben - das Landesamt für Statistik BB spricht z.B. für Berlin 2016 von 18% (und nicht von 15%). Migrationshintergrund haben in Berlin allerdings 31%. In Frankfurt waren es 2015 inzwischen 51,2%.

  8. 8.

    Sie können auch jetzt schon nach Elbe-Elster ziehen. Sie müssen nicht bis zum Renteneintritt warten. Vielleicht freut man sich sogar, wenn Sie kommen.

  9. 7.

    Es ist schon paradox: Durch die Bank sind die fünf ostdeutschen Bundesländern zumindest im Bezug auf ihre Bevölkerungsdichte diejenigen mit den stärksten Übergriffen auf Einwanderer. Und wie auch diese Statistik wieder belegt, liegen die tatsächlichen Zustände zehnmal näher an den "national befreiten Zonen" dran als als an einer so behaupteten "Überfremdung".

    Der Mensch ist eben ein phantasiebegabtes Wesen. Dies in schöpferischer Hinsicht, wovon sehr viele, vor allem ehrwürdige Bauten zeugen und auch in destruktiver Hinsicht, wenn es um das Einreden von bloße Einreden von Bedrohungen sind. Wo keine sind, geraten die Fantasien dann übersteigernd - mit Verlaub - bis in einen Rausch hinein.

  10. 6.

    Das ist ja Cool!!
    Jetzt weiß ich wo ich als Rentner in ruhe Leben kann. Danke für die Info!!

  11. 5.

    Und welche Landkreise meckern am meisten über die Zuwanderung, die vielen Ausländer und wählen die AFD? Genau, nämlich die, die noch nie einen Menschen mit Migrationshintergund live gesehen haben... über deren Ausstattung im Oberstübchen möchten ich jetzt nix sagen...

  12. 4.

    Alles Menschen dieser Erde, wie Du und ich

  13. 3.

    In dieser Statistik scheinen nur die Personen erfasst, die nur einen nicht-deutschen Pass haben. Ich fände es interessant, wenn hierzu noch die Zahl der Personen dargestellt würde, die neben dem deutschen noch einen anderen Pass haben. In Offenbach sind das gefühlte 95% in der Innenstadt...

  14. 2.

    Berlin liegt deutlich über dem Durchschnitt! Wundert sich darüber jemand wenn wir uns unsere Straßen ansehen? Gibt es nicht so etwas wie Aufnahmestopp? So wie teilweise in Niedersachsen!

  15. 1.

    Wenn man der multikulturellen Gesellschaft entgehen will ist das eine Option

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