Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten in der Darwinstraße in Berlin-Charlottenburg. (Quelle: imago/Schoening)
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Mitarbeiter "über das erträgliche Maß hinaus belastet" - Erneuter Brandbrief vom Landesamt für Flüchtlinge

Schon vor einem Jahr klagten die Mitarbeitern des Berliner Landesamtes über Arbeitsüberlastung. Seitdem hat sich offenbar nicht viel an der Situation geändert, der Personalrat der Behörde hat jetzt einen Brandbrief mit dem gleichen Tenor verschickt. 

Die Mitarbeiter des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) haben erneut über eine zu hohe Arbeitsbelastung geklagt. Der Personalrat der Behörde informierte am Donnerstag die Fraktionen im Abgeordnetenhaus in einem Brandbrief über die für ihn haltlosen Zustände im Amt. Vorausgegangen sind Gefährde- und Überlastungsanzeigen einzelner Mitarbeiter an die Präsidentin des LAF, Claudia Langeheine. 

Nurda Tazegül, Vorsitzende des Personalrates erklärt in dem Brief, die Mitarbeiter seien seit der Gründung des LAF "über das erträgliche Maß hinaus belastet". Dadurch nehme gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Behörde ab. "Durch Personalmangel, Einstellungs- und Entfristungsstopp kann das LAF bei zunehmend umfangreicheren Aufgaben nicht mehr sachdienstlich und wirtschaftlich handeln", so Tazegül.

Linke verspricht Gesprächstermin

Die Situation sei bekannt, sagte der Pressesprecher der Linksfraktion, Thomas Barthel, dem rbb. "Wir werden mit dem Personalrat jetzt einen Termin vereinbaren, bei dem wir darüber reden."

Bereits im November 2016 hatten die Mitarbeiter des LAF in einem Brandbrief über eine erhebliche Arbeitsüberlastung, Chaos bei der Aktenführung und unzureichende Technik berichtet. Der damalige Sozialsenator Mario Czaja (CDU) wie auch seine Nachfolgerin Elke Breitenbach (Linke) hatten damals schnelle Hilfe angekündigt.

Sendung: Abendschau, 02.11.2017, 19.30 Uhr

Kommentar

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13 Kommentare

  1. 12.

    Sie dürfen sich hier doch äußern. Ihr aufschlussreicher Kommentar wurde freigeschaltet.
    Warum lügen Sie?
    Warum jammern Sie, Sie Nebenjob-Abschieber?

  2. 11.

    Naja, Sie schaffen natürlich nichts. Das meinten Sie doch mit Ihrem nichtssagenden Kommentar, oder?

  3. 10.

    Die Abschiebungen könnte ich noch im Nebenjob erledigen. So viele sind das nicht. Die Tatsache, daß man Leute, die erst einmal im Land sind, nicht so einfach wieder los wird, darf ja nicht geäußert werden. Bei NDR und Tagesschau.de verstoßen Tatsachen schon gegen die Kommentarrichtlinien - auch eine Art Bereicherung.
    Übrigens wurde der knapp verhinderte Attentäter von Schwerin nur per Fragebogen vom BAMF angehört, Amri hatte etliche Identitäten, Bundeswehrsoldaten können hier Asyl bekommen und über Dunkelziffern in diesem Bereich darf auch nicht spekuliert werden (Einzelfälle). Einem Großteil der Bevölkerung droht Altersarmut aber ausreisepflichtige und abgelehnte Asylbewerber werden weiter allimentiert. Handlungsbedarf? Die Linksfraktion sucht einen Gesprächstermin. Wenn es nach denen ginge, könnte man das Landes- u. Bundesamt doch gleich schließen.

  4. 9.

    Dad System ist bereits zusammengebrochen. Wenn wir jetzt nicht bald Die Gekommenen zurückschaffen, lösen die das Problem auf ihre Art

  5. 8.

    Frau Merkel sagte doch, " wir schaffen das "

  6. 7.

    Vielleicht sollten die vom Landesamt für Flüchtlinge mal im Ordnungsamt Nuthetal nachfragen. Eventuell hat man dort noch Kapazitäten frei für solche wichtigen Dinge. Aber natürlich erst nachdem dort vor Ort alle dringenden Pobleme bewältigt sind:
    www.rbb24.de/panorama/beitrag/av7/nummernschilder-fuer-pferde-.html

  7. 6.

    Ich finde Ihre Idee hat was, und dennoch kann sie bei (guten) GRÜNEN auch die nachstehende Auffassung wecken:
    Was ?!, die haben im Amt noch Zeit und Kraft um diesen Berief zu schreiben ?!
    Also sind die dort noch nicht ausgelastet.

  8. 5.

    Da kann ich zudem noch jedem Ehrenamtlichen in der Flüchtlings- und Migrantenhilfe raten, alle Ehrenämter und Hilfen sofort niederzulegen. Es wird endlich Zeit, daß das System "wir schaffen das" zusammenbricht.
    Die Leute werden doch nur ausgebeutet und ehrenamtliche Hilfe kann man woanders auch sehr gut leisten. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.

  9. 4.

    Alle reden über die Mitarbeiter und sind immer klüger .
    Die Angestellten des LAF warten seit drei Jahren auf Lösungen.Ob schwarz grün oder rot. Es wird sich Zeit gelassen auf dem Rücken der Angestellten

  10. 3.

    Aber auch nur hilfreich wenn man ignoriert, dass die Situation bei der Polizei mindestens genauso desaströs ist. Wenn nicht gar schlimmer, wenn man sich die vielfältigen Nachwuchsprobleme anschaut.
    Oder wer übernimmt Ihrer Meinung nach die Grenzkontrollen und Abschiebungen? Oder habe ich Sie ganz falsch verstanden?

  11. 2.

    "Wir werden mit dem Personalrat jetzt einen Termin vereinbaren, bei dem wir darüber reden."

    durch reden allein wird sich die beschriebene Situation nicht ändern , eher werden die Mitarbeiter des LAF kündigen , denn die damals angekündigte schnelle Hilfe läßt bis heute auf sich warten

  12. 1.

    Schicken Sie den Artikel doch mal an die Grünen. Hilfreich für die Sondierungsgespräche.

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