Unterricht in einer Schule in Prenzlau (Quelle: imago/Friedel)
Video: Brandenburg aktuell | 07.12.2017 | Andreas B. Hewel | Bild: imago stock&people/Friedel

Personalmangel - Berlin und Brandenburg konkurrieren um Lehrer

In den kommenden Jahren werden in Berlin und Brandenburg immer mehr Lehrer benötigt. Das wurde am Donnerstag bei einer gemeinsamen Sitzung der Bildungsausschüsse in Potsdam deutlich. Eine große Rolle spielen dabei Quereinsteiger.

Berlin und Brandenburg konkurrieren in den nächsten Jahren verstärkt um neue Lehrerinnen und Lehrer. Während Brandenburg jährlich bis zu 1.200 neue Lehrkräfte sucht, sind es in der Hauptstadt pro Jahr bis zu 2.200. Das berichteten die Bildungsstaatssekretäre der beiden Länder am Donnerstag in einer gemeinsamen Sitzung der Bildungsausschüsse im Potsdamer Landtag.

Um den Bedarf zu decken, setzen beide Länder auch künftig verstärkt auf Seiteneinsteiger. In Brandenburg hat derzeit jede fünfte neu eingestellte Lehrkraft ursprünglich keine pädagogische Ausbildung, in Berlin ist es mittlerweile mehr als jede dritte.  

Auch um Studienabsolventen wird geworben

Brandenburgs Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher sagte, derzeit käme man nicht ohne die Seiteneinsteiger aus. Meist handele es sich um Akademiker, die in mehrmonatigen Kompaktkursen auf den Unterricht vorbereitet würden. Berlins Bildungsstaatssekretär Mark Rackles betonte, eine intensive Qualifizierung sei wichtig, damit die Quereinsteiger keine Lehrer zweiter Klasse würden.

Nach wie vor konkurrieren Berlin und Brandenburg auch um die Anstellung der Studienabsolventen. Beide Länder wollen ihre Zahl in den nächsten Jahren mit noch mehr Studienangeboten erhöhen. Außerdem soll das Einstiegsgehalt für Lehrerinnen und Lehrer weiter steigen.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Die Idee pensionierte Lehrer zu rekrutieren finde ich gut, da sie über viel Erfahrung verfügen und dies auch jetzt freiwillig machen. Auch bei Quereinsteigern kann es sich um fähige Personen handeln, die daran interessiert sind, Schülern zu helfen.

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