Symbolbild: Frau der Notfallseelsorge während einer Rettungsübung (Quelle: imago/Jochen Tack)
Bild: imago/Jochen Tack

Initiative von Union, SPD, FDP und Grünen - Parteien wollen Schutz von Terroropfern verbessern

Die Bundestagsfraktionen von Union, SPD, FDP und Grünen wollen sich einem Medienbericht zufolge für einen besseren Opferschutz bei Terroranschlägen einsetzen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, wollen die vier Fraktionen in der kommenden Woche einen entsprechenden Antrag beschließen. Als wichtigste Maßnahme sollten auf Bundes- und Länderebene zentrale Anlaufstellen eingerichtet werden, an die sich Terroropfer und deren Angehörige wenden können. Diese Stellen sollen demnach auch Entschädigungsansprüche regeln.

Kurt Beck fordert bessere Opferberatung

Hintergrund ist der Anschlag vom Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten, der sich am 19. Dezember jährt. Hinterbliebene und Opfer des Anschlags hatten mangelnde Hilfe und Unterstützung beklagt. Der Opferbeauftragte der Bundesregierung und frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, forderte bereits, für einen besseren Schutz von Verletzten und Hinterbliebenen Gesetzeslücken zu schließen. So sollten finanzielle Hilfen neu geregelt und erhöht werden.

Zudem müssten Opfer und Angehörige "unmittelbar" in die Betreuung einer Opferberatungsstelle übergeben werden, so Beck. "Damit sie nicht selber mit all den Anträgen und all den Fragen, ohne Hilfe und ohne Unterstützung dastehen", sagte Beck am Donnerstag im rbb-Inforadio.

Sendung: Inforadio, 10.12.2017, 10.20 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Mich würde immer noch interessieren,warum Terroropfer bevorzugt behandelt werden sollen? Alle Opfer sollten doch die gleiche,gute Behandlung erfahren. Ist noch keinem Journalisten diese Frage eingefallen?

  2. 3.

    Das stimmt genau.

  3. 2.

    Wäre doch viel besser Anschläge zu verhindern, anstatt Anlaufstellen zu errichten. Diese Diskussion hört sich an, als wäre es das normalste von der Welt Opfer eines Anschlags zu werden.

  4. 1.

    "Wollen, sollen, möchten" die große Labermaschine - Lippenbekenntnisse - mehr nicht.

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