Polizeischüler (Quelle: imago)
Audio: Inforadio | 07.12.2017 | Holger Hansen | Bild: imago

Niemals Gewalt angedroht - Schüler der Berliner Polizeiakademie weisen Vorwürfe zurück

Vor einigen Wochen hatte ein Lehrer der Polizeiakademie das Benehmen von Polizei-Schülern vor allem mit Migrationshintergrund kritisiert. Die Auszubildenden haben nun die Vorwürfe zurückgewiesen und fühlen sich ausländerfeindlich behandelt.

Auszubildende an der Berliner Polizeiakademie haben Vorwürfe zu angeblich respektlosem Verhalten zurückgewiesen. Das steht im Sonderbericht der Polizei, der dem rbb vorliegt. Ein Ausbilder hatte vor allem das Benehmen von Polizei-Schülern mit Migrationshintergrund kritisiert. Dagegen verwahren sich die Betroffenen. Sie hätten sich nicht ungebührlich verhalten und auch keine Gewalt angedroht.

Weiter heißt es in dem Bericht, die Beschuldigten fühlten sich vom Verfasser der Beschwerde ausländerfeindlich behandelt und ausgegrenzt. Der Konflikt konnte nach einer moderierten Auswertung mit den Sanitätern und Auszubildenden inzwischen beigelegt werden, Anhaltspunkte für ein Dienstvergehen der Auszubildenden seien nicht erkennbar.

Ein Ausbilder hatte sich Anfang November bei einem Freund via Voicemail über die Zustände in einer Klasse der Spandauer Polizeiakademie beschwert. Demnach spricht der Mann von Leistungsverweigerung, Hass und Gewalt in einer Klasse mit vielen Polizeischülern ausländischer Herkunft.  

Kommentar

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8 Kommentare

  1. 8.

    Das zieht nicht immer, da sollte man mal genauer hinsehen und genau das machen wogegen sich die Polizeiführung vehement wehrt. Eine externe Untersuchungskommision einsetzen die diese und Fälle mit Nazischmierereien und mit Heil Hitler Rufen gröhlende Polizeischüler untersucht.

  2. 7.

    Man sollte nie Auszubildende FRAGEN!! Solange Sie nicht ihr Lebenslang haben Sie werden immer sagen was man hören will.
    Altbedienstete wiederum, sagen was los ist. Sie müssen keine Angst haben rausgeschmissen zu werden. Sie haben ihr Lebenslang schon.
    :-)

  3. 6.

    Natürlich steuert die Behörde massiv gegen Ihren Imageverlust an. Die damals im Fernsehen vorgestellte Musterklasse war ein zusammengestellter Haufen aus Neuzugängen von September. Und jetzt ist wieder die Maschine am laufen die sagt „alles toll,alles gut,es gibt keine Probleme „
    Wer sich auch nur ein wenig mit der Polizei auskennt oder Einblick hat weiß genau was derzeit los ist. Da klagen fast ganze Direktionen wegen rechtswidriger Arbeitszeiten, Verdacht auf Körperverletzung im Amt ( nicht nur bei den Schießständen). Da sollte der RBB mal genauer nachsehen...was unter der ganzen Oberfläche noch passiert. Ruhleben,Schießstände und dreckiges Wasser sind nur die Spitze des Eisbergs....

  4. 5.

    Da bestehen plausibel klingende Vorwuerfe, dass Teile des Nachwuchses der Berliner Exekutive sich respektlos und einschuechternd verhalten. Es ist gar die Rede vom "Feind in den eigenen Reihen".
    Und das Ergebnis eines Sonderberichts hierzu ist dann nur, dass an den Vorwuerfen rein gar nichts dran sei? Dass sie ausschliesslich auf einer auslaenderfeindlichen Einstellung des Ausbilders beruhten?
    - Ja, irgendwas haut da aber gar nicht hin: Entweder ist der Ausbilder wirklich "Auslaenderfeind". Dann muessen ihm paedagogische und disziplinarische Massnahmen auferlegt werden. Oder aber er ist Opfer uebelster Nachrede geworden. Dann muessen die gehen, die ihm das anhaengen wollen.
    Es ist jedenfalls endlich Zeit fuer Klarheit und umfasssende Informationen - sowohl von der Polizei als auch vom rbb: Ihre Kunden mit Saetzen abzuspeisen wie "Der Konflikt konnte nach moderierter Auswertung mit den Sanitätern [sic!] und Auszubildenden beigelegt werden" finde ich schon gehoben respektlos!

  5. 4.

    Wenn man für oppositionelles Verhalten ggü. Lehrkräften oder frauenfeindliche Äußerungen kritisert wird, soll das jetzt also "ausländerfeindlich" und "ausgegrenzend" sein. Es wäre also nicht "ausländerfeindlich" gewesen, oppositionelles Verhalten ggü. Lehrkräften oder ausgegrenzendes Verhalten ggü. Frauen weiter zu tolerieren oder gutzuheißen? Soll das Logik sein? Ich möchte dazu ergänzen, dass ich mal in einem Stammlokal eine längere Weihnachtsfeier von jungen Polizisten mitbekommen habe, die alle sehr normal und höflich gewirkt haben, viel junge Frauen darunter. Diese Polizisten sind sogar noch durchweg zum Rauchen vor die Tür gegangen, trotz Raucherraum. Das Spektrum an unterschiedlicher Sozialisierung scheint immens zu sein.

  6. 3.

    "Weiter heißt es in dem Bericht, die Beschuldigten fühlten sich vom Verfasser der Beschwerde ausländerfeindlich behandelt und ausgegrenzt."

    Das zieht immer! Genau mit solchen Sätzen wird versucht, jeden Kritiker mundtot zu machen. Man unterstellt einfach Ausländerfeindlichkeit und schon ist die Sache vom Tisch...tsss

  7. 2.

    Interessant ist die Statistik für den Mittleren-und Gehobenen Dienst welche in der BZ veröffentlicht wurde. Einfach mal lesen. Da gabs schon einige "Früchtchen". Und etliche Fälle sind noch nicht abgeschlossen.

  8. 1.

    Ein Bericht in der "Berliner Morgenpost" zeigt ein anderes Bild. Die Meldung hier auf rbb24 ist sehr einseitig und tendenziell. Droht jetzt wieder ein Rückfall zur Berichterstattungen a la 2015?

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