Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU am 06.09.2017 in Finsterwalde. (Quelle: imago/Christian Thiel)
Video: Brandenburg Aktuell | 15.01.2018 | T. Mandalka/ O. Sundermeyer | Bild: imago/Christian Thiel

AfD im Osten - "Flächenbrand" in der Lausitz

Die AfD arbeitet weiter an ihrem Machtplan: In der Lausitz will sie zusammen mit Pegida, rechten Bürgerinitiativen und NPD-Anhängern die nächsten Wahlen drehen. Ihre Kandidaten bewerben sich dort für alle politischen Schlüsselämter. Von Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer

Ingo Senftleben erinnert sich noch genau an den 6. September in Finsterwalde. Damals stand der CDU-Landesvorsitzende neben einigen anderen Parteifunktionären auf einer großen Bühne neben der Bundeskanzlerin, die ihre vorbereitete Wahlkampfrede gegen ein gellendes Pfeifkonzerte hielt.

Wie gewohnt, ließ sie sich dabei nicht aus der Ruhe bringen. Aber es fiel ihr sichtlich schwer. Auf dem Platz hatten sich zahlreiche Anhänger der AfD, Pegida-Getreue, Aktivisten der NPD, sowie Mitglieder des neurechten Vereins "Spektrum aufrechter Demokraten" aus dem nahen sächsischen Torgau zum Krawall verabredet.

Die Sache war gut organisiert, der Eklat perfekt inszeniert, und die wegen der Kanzlerin anwesenden Korrespondenten und Fernsehteams berichteten in alle Welt.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Senftleben. (Quelle: rbb)
CDU-Landeschef Ingo Senftleben | Bild: rbb

Merkels Auftritt in Finsterwalde gilt als Wendepunkt

Die Polizei hatte Mühe, die aufgebrachte Menge zu kontrollieren. Für Ingo Senftleben, der selbst aus der Region kommt, tat sich damals der "Spalt in der Gesellschaft" vor den eigenen Augen auf: "Ich habe dort Menschen kennengelernt, die voller Hass waren, und nicht nur Krach gemacht haben, sondern die auch gewalttätig gegen Andersdenkende geworden sind."

Im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Bundeszentrale in Berlin, gilt dieses Ereignis als Fanal  für eine Fortsetzung des Wahlkampfes mit anderen Mitteln. Von dort ist zu hören, dass in Finsterwalde auch einige Wahlhelfer körperlich angegriffen worden seien.

In ähnlicher Form wiederholte sich das Geschehen an vielen Orten in Südbrandenburg, wenn auch ohne Kanzlerinnenauftritt und zahlreichen Kameras, sondern bei eigenen Veranstaltungen unter Führung der AfD oder mit ihr verbündeter Vereine wie "Zukunft Heimat" aus dem Spreewald. Dieser bereitete der AfD in Cottbus systematisch die Bühne, gemeinsam mit Pegida, Rechtsextremisten aus Identitärer Bewegung und dem rechtsmotivierten Fußballmilieu.

Forschung sieht AfD Brandenburg als rechtsextrem dominiert

Gideon Botsch, Rechtsextremismusforscher am Moses Mendelssohn Zentrum der Universität Potsdam erkennt "eine offizielle Zusammenarbeit zwischen 'Zukunft Heimat' und Pegida", die mit der AfD eine Bewegung bilden. "Die Brandenburger AfD versteht sich ohnehin als eine fundmentaloppositionelle Bewegungspartei, die in weiten Teilen als rechtsextrem dominiert bezeichnet werden kann."

Überdies sei es sehr deutlich, dass die AfD all diese Kräfte in Südbrandenburg bündelt und sich dafür noch "Unterstützung aus der starken Nachbarschaft aus Sachsen" holt, so Botsch. Für ihre zentrale Abschlusskundgebung vier Tage vor der Bundestagswahl, mobilisierte die AfD schließlich 700 Anhänger nach Cottbus – eine große Zahl für eine Partei, die in der dortigen Stadtverordnetenversammlung gerade mal mit drei Mandaten vertreten ist.

AfD verfehlte Direktmandat nur knapp

Auf dieser Kundgebung kündigte der AfD-Landesvorsitzende Andreas Kalbitz bereits die Strategie für die Zeit nach der Bundestagswahl an: "Der Einzug in den Deutschen Bundestag ist der erste Schritt. Wir werden, solange wir die nötigen Mehrheiten noch nicht haben, die Regierung vor uns hertreiben. Schonungslos, wir machen das schonungslos."

Was Kalbitz damit meinte, war in derselben Rede zu hören: "Für sinnlose Kriege in Afghanistan wird das Blut deutscher Soldaten vergossen und viel Geld ausgegeben. Während junge Afghanen mit Handymodellen, die ich nicht kenne, am helllichten Vormittag an den Bahnhöfen rumhängen." Bei der Bundestagswahl holte die AfD schließlich die meisten Stimmen aller in Cottbus angetretenen Parteien.

In den beiden Bundestagswahlkreisen Elbe-Elster Oberspreewald Lausitz II, in dem auch Finsterwalde liegt, und Cottbus Spree-Neiße holte die AfD ihre besten Ergebnisse landesweit, jeweils hinter der CDU. Ein Direktmandat verfehlte sie dort nur knapp. In der benachbarten sächsischen Lausitz erlangte die AfD einen Sieg über die CDU, holte dort ein Direktmandat und sammelte sachsenweit die meisten Stimmen.

Protest gegen die Bundeskanzlerin am 06.09.2017 iin Finsterwalde. (Quelle: imago/Christian Thiel)
Der Protest gegen Angela Merkel in Finsterwalde wra ein Wendepunkt im Wahlkampf | Bild: imago/Christian Thiel

AfD-Kandidaten treten für alle Ämter an

Um das auch bei anstehenden Wahlen in Südbrandenburg zu erreichen, ruft die Partei nun die "Verankerung" als oberstes Ziel aus. "Wichtig sind die Kommunalwahlen, sind die Landräte und die Bürgermeisterwahlen", sagt Andreas Kalbitz.

Der These der Bewegungspartei, die im Verbund mit Pegida und Co. versucht, einen Landstrich zu drehen, wiederspricht er nicht. Schließlich ist es sein eigenes Konzept. Für die anstehenden Landratswahlen im April kündigt er im Gespräch mit rbb24 an, dass die AfD mit eigenen Kandidaten unter anderem im Landkreis Oberspreewald-Lausitz antritt, in Elbe-Elster und in Spree-Neiße, "da wo Landratswahlen relevant sind".

Aber auch bei allen anderen Wahlen in der Region will die AfD präsent sein: Nach Recherchen des rbb will sie bei den Landrats- und Landtagswahlen für alle Wahlkreise und Ämter in Cottbus und in der Lausitz Kandidaten stellen.

Eine Strategie für die Straße

Andreas Kalbitz gibt sich angriffslustig. Der ehemalige Fallschirmjäger und Kopf eines rechtsextremistischen Vereins, erläutert die Strategie der wiederkehrenden Aktionen seiner Bewegung auf der Straße: "Wir schaffen damit eine Fläche, die der etablierte Politikbetrieb nicht hat. Und diese Fläche hat Erfolg."

Hinter jedem Teilnehmer stünden schließlich noch weitere Menschen, die die dort verbreiteten Botschaften mittragen. "Das ist ein Multiplikatoreneffekt, und man kann den Rückschluss auf sächsische Wahlergebnisse ja ziehen." Damit hat Kalbitz vor allem die Kommunal- und Landtagswahlen in Brandenburg im kommenden Jahr im Blick.

In der Lausitz könnte sich der Kampf um Brandenburg entscheiden

Als designierter CDU-Spitzenkandidat soll Ingo Senftleben seine Partei zum Sieg bei den Landtagswahlen in Brandenburg führen. Bei der vergangenen Bundestagswahl war sie hier stärkste Kraft in dem rot-rot regierten Bundesland. Auch der amtierenden Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kommt aus der Lausitz. Dort könnte sich der Kampf um Brandenburg entscheiden.

Anders als einige seiner sächsischen Parteifreunde sieht Senftleben allerdings keinerlei Berührungspunkte mit der AfD, er grenzt sich unmissverständlich ab. Auch in Thüringen und Sachsen werden 2019 neue Landesparlamente gewählt. Also in den drei Bundesländern, aus denen die AfD mit ihren ersten drei Landtagsfraktionen vor vier Jahren ihren Marsch durch die Institutionen angeführt hat.

CDU ist der wichtigste Gegner der AfD

"Ich habe das Gefühl, dass die AfD und andere, die auch ein Interesse daran haben, versuchen einen Flächenbrandcharakter zu erzeugen", sagt Senftleben. "Und da sucht man Orte aus, die nahe an Dresden liegen. Das wäre dann auch ein Stück weit die Lausitz."

Ingo Senftleben hat gesehen, wie Pegida von dort aus die politische Landschaft verändert hat. In Sachsen sowie in der gesamten traditionell konservativen Lausitz hat die AfD seine Partei, die CDU, als ihren wichtigsten Gegner ausgemacht.

Der Oberbürgermeister von Cottbus, Holger Kelch (CDU). (Quelle: rbb)
Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch | Bild: rbb

Cottbuser Bürgermeister wegen Hassmails unter Polizeischutz

Ein anderer CDU-Politiker bekommt die Hitze des politischen Klimas längst persönlich zu spüren, für das die Bundesgenossen der AfD in seiner Stadt sorgen.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hatte den Menschen in seiner Stadt nach dem Mord an eine Rentnerin durch einen syrischen Flüchtling klar gemacht, dass es ein Einzelfall ist, und dass nicht alle Flüchtlinge Mörder sind. "Wissen Sie, wie viele Hassmails ich in den nächsten Tagen bekommen habe, mit Androhungen gegen meine Familie, dass ich auch zeitweise Polizeischutz haben musste? Das hat mich betroffen gemacht."

CDU: AfD wartet nur auf Anlässe für Kampagne

Einer der 3.400 Flüchtlinge in Cottbus, der syrische Student Morhaf Alrahhal, schildert den Zusammenhang zwischen dem AfD-Erfolg und der Angst der Menschen aus seiner Sicht: "Sie haben die Angst vor den Flüchtlingen genutzt und sind dadurch größer geworden." Deshalb erwarten Rechtsextremismusforscher Botsch und die CDU-Politiker Kelch und Sentfleben unabhängig voneinander, dass die AfD nur auf Anlässe wartet, um ihre Kampagne wieder anzuheizen.

An Silvester demonstrierte der Verein "Zukunft Heimat" erneut in Cottbus, vor rund 250 Anhängern, und mit einer Rede der stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden Birgit Bessin. Anlass war der zweite Jahrestag der Kölner Silvesternacht, in der es zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen und Raubtaten durch Flüchtlinge vor dem dortigen Hauptbahnhof gekommen war.

Einige Stunden nach der Demonstration in Cottbus wurden drei Afghanen auf den Weg zurück in ihre Flüchtlingsunterkunft zusammengeschlagen, die Polizei vermutet ein fremdenfeindliches Tatmotiv.

Beitrag von Torsten Mandalke und Olaf Sundermeyer

Kommentar

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71 Kommentare

  1. 71.

    https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2017/Lausbuben-Wie-man-in-Freital-Terroristen-verharmlost,freital112.html

  2. 70.

    Sorry, da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich wollte damit sagen, dass in einem Sozialstaat ein besser Verdienender auch einen größeren Anteil seines Verdienstes zu Gunsten der Bedürftigeren leisten kann. 10% im Niedriglohnsektor sind halt 'ne andere Hausnummer als 10% eines Gutverdieners. Nur kennt dieser Staat hier seit längerem keine Grenzen mehr. Trotz voller Kassen spricht man allen Ernstes von weiteren Plänen für Steuererhöhungen! Der Spitzensteuersatz gilt jedes Jahr für mehr Menschen, die alles andere als Spitzenverdiener sind. Gleichzeitig wird ein Sozialneid geschürt, der weltweit seines gleichen sucht! Dabei sind die Armen in Deutschland nicht arm, weil Leistungsträger zu wenig zahlen würden. Und dass Ärzte 60-80 h/Wo. schuften müssen ist ein Skandal! Kein Wunder wenn unsere guten Mediziner lieber nach Skandinavien aussiedeln.

  3. 69.

    "Da sag ich ja noch "wer mehr verdient, kann mehr leisten", auch wenn es Grenzen geben muss, weil sonst Leistung bestraft wird. " - Noch mehr leisten ist ein völlig falscher Ansatz geworden. Wir haben hier bereits viele Ärzte, die regulär 60 h/Woche arbeiten müssen. Das wird dann allerdings auch ein Sicherheitsproblem usw.

  4. 68.

    Ich glaube kaum dass sich die meisten Wähler das Programm dieser "Partei" durchgelesen haben.

    Wenn ich aus Protest gegen die etablierten Parteien eine "Partei" wähle, die sich gerne als Partei der "kleinen Leute" hinstellt, in Wahrheit diese aber nachweislich deren Situation erheblich verschlechtern will finde ich das erwähnenswert.

    Wenn man sich als Elitenpartei hinstellen würde, was zu diesem Programm viel besser passen würde, hätte ich kein Problem damit aber dieser Posten wird schon von einer anderen Partei besetzt.

    So verfestigt sich der Eindruck dass diese "Partei" eine der Heuchler, Rechtpopulisten und Schlimmeren wie z.B. Holocaustleugnern ist.

  5. 67.

    @G.M.: Es ist ja nicht mal die Lohnbesteuerung alleine. Da sag ich ja noch "wer mehr verdient, kann mehr leisten", auch wenn es Grenzen geben muss, weil sonst Leistung bestraft wird. Es sind die ganzen Steuern und Abgaben Drumherum, mit denen der Staat den normalen Bürger ausquetscht, wie eine Zitrone. Und ein Ende ist trotz enormer Überschüsse nicht absehbar. Wir bezahlen bis zu 6,5% Grunderwerbssteuer (ohne staatliche Gegenleistung), Konzerne schieben Wohnungsbestände kostenlos hin und her, weil die gesamte Firma verkauft wird, die nur aus diesen Wohnungen besteht. Wir bezahlen die vollen Rentenbeiträge, müssen aber zusätzlich privat vorsorgen. Wir bezahlen astronomische Wasser- und Abwassergebühren an Stadtwerke, die dann Gewinne an die Kommunen ausschütten. Wir bezahlen KITA-Plätze, die eigentlich steuerfinanziert sein sollten. Und vieles mehr. Diese Gesamtbelastung bei immer mehr Steuerappetit der Politik und gleichzeitiger Reduzierung der Gegenleistungen sind das Problem.

  6. 66.

    Sie hat in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Richtungsänderung vollzogen,daher würde mich schon interessieren,wo du das aktuell gelesen hast. Sie beruft sich sehr oft auf die soziale Marktwirtschaft in der frühen BRD,warum sollte sie die verhindern wollen?

    Wer allerdings eine Reihe von renommierten Büchern als nebensächlich abtut und dazu noch ein Zitat der unsäglichen Thatcher bemüht,hat vielleicht sein Urteil eh schon getroffen.
    Also fahren wir das System Kapitalismus noch eine Runde weiter,bis dann auch die letzten gerafft haben,dass es genauso ungerecht ist wie vermeintlicher Sozialismus. Es ist allerdings noch reichlich Luft nach unten.

    Das EINE System wird es nie geben,die soziale Marktwirtschaft ist dem optimalen Zustand allerdings bisher am nächsten gewesen.

  7. 65.

    Eine soziale Gesellschaft braucht nun mal höhere Steuern für die Besserverdienenden. In Deutschland zahlt nur die obere Mittelschicht die höchsten Steuern,das ist das Problem. Die Mittelschicht darf nicht mehr als die Oberschicht zahlen.

    Anonsten haben wir sehr unterschiedliche Ansichten. Ich will auch keine Planwirtschaft,allerdings schafft es die Angst vorm Sozialismus so gut wie jeden Schritt in Richtung einer sozialeren Marktwirtschaft zu verhindern. Diese Angst wird ja gerne mal vom konservativen Lager geschürt.

    Ich probier den anderen Kommentar nochmal durchzubringen

  8. 64.

    Es geht in dem Post nicht um "soziale Gerechtigkeit in den USA", sondern um die Besteuerung. Ein immer höheres und bereits weltwelt beinahe höchstes Besteuern der dt. Arbeitnehmer hat nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun. Der Lohn ist u. a. zum Regenerieren und absichern der Arbeitnehmer da und nicht für das Verprassen durch weltfremde Politiker, die hier mit den ganzen eh schon hohen Steuern nicht einmal mehr eine gute Bildungspolitik hinbekommen.

    Ein linkes Enteignen der erfolgreichen dt. Unternehmen a la Wagenknecht würde genausowenig "soziale Gerechtigkeit" bringen, weil sie nicht versteht, dass man Wertschöpfung erfolgreich nachproduzieren muss und weil sie das enteignete Kapital einfach einmalig verkonsumieren will und Betriebe irgendwie genossenschaftlich wie in der gescheiterten DDR führen will. Sie würde nur die Wirtschaft ruinieren, weil Geld angeblich von allein auf Bäumen wächst.

    Lassen Sie sich doch mal kein A als U verkaufen.

  9. 63.

    Ich hatte gestern abend noch geantwortet,der rbb hat es aber nicht veröffentlicht. Keine Ahnung warum..

    Und zu dem post von 21:12,wer die USA als Vorbild in Sachen sozialer Gesellschaft vorbringt,hat eine ganz unterschiedliche Vorstellung davon als ich. Dem letzten Satz des Zitats stimme ich aber zu,nur meine ich damit wahrscheinlich andere Leute als er.

  10. 62.

    Warum sollte da jemand schnappatmungsmäßig reagieren? Meine Partei hat zu den genannten Dingen auch keine oder keine andere Lösung parat. Oder welche, die ich auch nicht mag. Und nu? Die Wähler der AfD wählen offenbar andere Präferenzen. Nennt sich Demokratie.

  11. 61.

    Merken Sie was? Ihr Beitrag geht hier völlig unter.

    Die rechten Propagandisten hier wollen es nicht verstehen, der durchschnittliche AfD Wähler ist nicht in der Lage es zu verstehen.

  12. 60.

    Sind viele AFD Parolen nicht nur ein Neuaufguss alter Wahlkampfslogans von CDU & SPD? „Ja zur Integration, Nein zur doppelten Staatsangehörigkeit“, »Kinder statt Inder«, "...muss die Bundesregierung die Bürger darauf vorbereiten, dass Altersbezüge „langfristig auf das Niveau einer Grundsicherung“ sinken werden." Quiz: Wer sagte was?! Wenn Gewalt (im Wahlkampf) als Mittel genutzt wird, Polizei und Verfassungsschutz informieren!!!
    https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_R%C3%BCttgers
    https://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin#Tipps_f%C3%BCr_Hartz-IV-Empf%C3A4nger_und_Positionen_zur_Altersversorgung
    https://de.wikipedia.org/wiki/CDU/CSU-Unterschriftenaktion_gegen_die_Reform_des_deutschen_Staatsb%C3%BCrgerschaftsrechts

  13. 59.

    Genau das habe i.gemeint,als ich Ihre Beiträge u.selbstverständlich auch d.der Anderen als sehr interessant gewürdigt habe.Im übrigen würde ich es sehr begrüßen wenn solch ein Diskurs wie hier gerade betrieben wird,öfter ohne den verbalen Schlagabtausch einzelner Foristen stattfindet.Weiter so!

  14. 58.

    Weil das gerade gut passt, hier mal ein Post von jmd. aus einem anderen Forum zur SPD, den ich sehr gut finde:
    "Gedankenfehler: soziale Marktwirtschaft wird verwechselt mit sozialistischer Rundumversorgung. Armut verhindert man nicht, in dem man es den “Reichen“ nimmt und es den Armen gibt. Das ist eine romantische Robin Hood Fantasie. Macht Reiche nur arm und Arme nie reich. Gut Ausgebildete: Handwerker, Akademiker, Leute, die sich für ihre Bildung engagiert haben, kann man nicht erklären, dass sie 50% ihres Gehaltes abgeben sollen aber nichts bekommen. ... Ich habe 5 Kinder, Lehre, Studium. 2 sind in Deutschland geblieben. (Zu Steuern:) 90' brutto in USA sind netto 83' in Deutschland 45'? KV bereits inkl. Der Klassenkampf der SPD ist wie Schattenboxen. Keinerlei Wirkung. Und es höhlt Deutschland aus. Das soz. System wird von immer weniger Leuten getragen. Aber immer mehr Leute ziehen Geld aus dem System ohne irgendeinen Beitrag zu leisten."

  15. 57.

    Selbst nach der Bundestagswahl wird wieder nur über die AfD geredet. Nur zur Erinnerung, bei der Bundestagswahl ist die AfD bei den Zweitstimmen die Nr. 2 geworden. Es ist wohl nicht zu viel verlangt, über die Positionen der AfD in der Landespolitik zu berichten. Übrigens hat diese Partei in Cottbus über 24% der Zweitstimmen gehabt - soviel zu ihrer Bemerkung zur Wahlkampfveranstaltung in dieser Stadt mit 700 Teilnehmern. Ihr Vergleich mit den 3 Stadtverordneten aus vorangegangenen Wahlen ist billig.

  16. 56.

    Frau Wagenknecht ist meines Erachtens in der falschen Partei, viel zu realistisch, um bei den Linken sich durchsetzen zu können. Frau Wagenknechts Vorschläge wären zumindest diskussionswürdig gewesen.

  17. 55.

    Nein, ich habe gezielt bei ihr nachgelesen, und sie hantiert tatsächlich mit dem alten Märchen, es würde einen "guten" Sozialismus geben können, der nur noch nicht existiert hätte. Das diktatorische Element des bisher existierenden Sozialismus bewegt sie auch nicht. Diese ahistorische Sichtweise ist unter ihrem geistigen Niveau, aber mit Notlügen (auch sich selbst gegenüber) muss jeder Ideologe leben.
    Ob sie nebenher noch was Nettes in Büchern schreibt, ist im Vergleich zu so einer Grundhaltung nebensächlich und verhindert auch eine sinnvolle soziale Marktwirtschaft. Das merkt man auch daran, dass sie viel vom Geld ausgeben spricht (übliche linke "Konsumwünsche"), aber nicht davon, wie man es erwirtschaftet. Für alle solche Ideologen gilt:

    “Das Problem vom Sozialismus ist immer, dass Dir irgendwann das Geld anderer Menschen ausgeht” – Margaret Thatcher

  18. 54.

    Also ausgerechnet Frau Wagenknecht als Beispiel für die Inkompetenz der Linken in Sachen Wirtschaft zu benennen,ist schon eine steile These und zeigt mir,dass du dich mit ihr inhaltlich noch nicht auseinandergesetzt haben kannst. Da frag ich mich schon,warum sie von allen Seiten für ihre Bücher gelobt wird.. Ich lass mich aber gerne mit Argumenten überzeugen.

    Es geht nicht unbedingt darum mehr Geld einzusammeln,sondern es gerechter einzusammeln und auch auszugeben.

  19. 52.

    Danke, da brauche ich nicht sie zu. Das habe ich immer so gemacht. Das Ratespiel war schon Absicht. Nebenbei war der Politiker der in Teilen der Anhängerschaft der AfD geehrte Hr. Hitler von dem beide Zitate stammen.

    Ich beobachte ihre Vorgehensweise sehr genau und wenn sie mich noch hundertmal abwechselnd als kindisch oder als "pauschalisierenden Möchtegern-Kommunisten/-Anarchisten" hinstellen wollen.

    Waren es damals die dumpfen Mitläufer oder waren es die von Papen, die diese Partei erst hoffähig gemacht haben?

    Zur Erinnerung, nicht nur einige Herren wie von Papen waren der Meinung man könne die Nazis kontrolliert gewähren lassen, man sympathisierte durchaus mit vielen Ideen dieser Partei.

    Raten sie mal warum ich das gerade ihnen ggü. thematisiere?

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