Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt an der Oder. (Quelle: imago/imagebroker)
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Oberbürgermeister hofft auf Umzug - Frankfurt (Oder) will Sitz des Landesrechnungshofs werden

Der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Martin Wilke (parteilos), wirbt für seine Stadt als neuen Sitz des Landesrechnungshofs. Die Stadt sei ohnehin Landes- und Bundesbehördenstandort, sagte Wilke am Freitag dem rbb.

Weitere Synergieeffekte könne es beispielsweise auf der wissenschaftlichen Ebene durch die Nähe zur Viadrina geben. Frankfurt (Oder) sei zudem mit dem Regionalexpress gut angebunden.

Wilke zeigte sich zuversichtlich, dass ein geeignetes Gebäude für den Landesrechnungshof gefunden werden könne. Wenn nicht, werde man die Immobilie mit den städtischen Gesellschaften bauen. Zudem erwartet der Bürgermeister von dem Umzug der Behörde neben möglichen neuen Arbeitsplätzen auch eine Belebung der gesamten Region.

Bald kein Platz mehr im Landtagsgebäude

Der Rechnungshof hatte bis Ende 2009 bereits eine Außenstelle in Frankfurt (Oder). Grund für den möglichen Umzug der Behörde sind Platzprobleme im Landtagsgebäude in der Potsdamer Innenstadt. Dort ist der Rechnungshof bislang untergebracht.

Es wird damit gerechnet, dass mit der Landtagswahl im Herbst 2019 künftig mehr Parteien Räume in dem Gebäude beanspruchen. Deswegen prüft die Liegenschaftsgesellschaft des Landes jetzt, wohin der Rechnungshof ausweichen könnte.

Sendung: Antenne Brandenburg, Studio Frankfurt, 26.01.2018, 07.30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Sie übersehen wie soviele Politiker einen wichtigen Faktor.. den Faktor Mensch!
    In dieser Behörde arbeiten auch Menschen. Diese haben sich über Jahrzehnte im Raum Potsdam eine Existenz aufgebaut. Haben vielleicht Eigentum erworben. Ein Hausgebaut. Sie werden hier Freundschaften aufgebaut haben etc. Darüber hinaus müssen manche hier vielleicht Verwandte pflegen. Sie haben vielleicht Kinder, die hier ihre Freunde etc habe. Die Aufzählung ließe sich noch fortsetzen... aber nein, auf so etwas achten Politiker nicht. Sie sehen schon lange nicht mehr das Wohl der Menschen, die unter ihren Entscheidungen zu leiden haben.
    So wichtig es sein mag, die Regionen zu stärken, meinen Sie den ernsthaft, diese durch eine Behörde zu stärken? Wäre die Ansiedlung von Unternehmen, Ausbau der Infrastruktur etc. nicht viel besser geeignet, diese "Stärkung" zu erreichen?

  2. 2.

    Unabhängig irgendwelcher parteipolitischer Ränkespiele: Eine kluge Idee, wie ich finde.
    Es wird Zeit, Landesinstitutionen, die Potsdam m. E. über Gebühr eingeheimst hat, an das Land zu verteilen. Andernfalls verhärtet sich zu recht der fatale Eindruck, dass das Land für Potsdam arbeitet, nicht aber Potsdam für das Land.

  3. 1.

    Momentan tobt in Frankfurt (Oder) der OB-Wahlkampf. Am 4. März wird gewählt. "Natürlich" nutzt da der aktuelle OB Wilke jede Gelegenheit, um auf sich die öffentliche Aufmerksamkeit zu lenken. Aber wir Frankfurter sehen neben seinem Auftritt hier auf der RBB-Homepage vor allem das: seine Hauptverantwortung dafür, dass Frankfurt seit 2010 keine gültigen Jahresabschlüsse hat. Es gibt keinen genehmigten Haushaltsplan für 2017. Die Stadt Frankfurt (Oder) lebt seit Amtsantritt von Herrn Martin Wilke über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, zu Lasten künftiger Frankfurter Generationen. Die dramatische Situation der Stadt sieht man an allen Ecken und Enden im Stadtbild. Was macht Herrn Wilke: Statt die Probleme anzupacken, zeigt er nur auf das Land und schiebt somit seine eigene Verantwortung ab. Herrn Wilke ist für die desaströse Lage unserer Stadt mitverantwortlich. Er sollte sofort zurücktreten!

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