Neuer und alter Bürgermeister in Ornaienburg. Alexander und Hans-Joachim Laesicke (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)
Video: Brandenburg aktuell | 08.01.2017 | Hanno Christ | Bild: rbb/Brandenburg aktuell

Nach Stichwahl in Oranienburg - Vater gibt Bürgermeisteramt an Sohn weiter

Der 63-jährige Hans-Joachim Laesicke (SPD) übergibt am Montag das Bürgermeisteramt von Oranienburg (Oberhavel) offiziell an seinen Nachfolger - der auch ein Laesicke ist. Sohn Alexander Laesicke (parteilos) setzte sich im vergangenen Jahr als Bürgermeister durch und tritt in große Fußstapfen seines beliebten Vaters, der aus Altersgründen nicht wieder angetreten war.

Der 38-jährige Alexander Laesicke hatte in der Stichwahl - die notwendig geworden war, weil keiner der Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl am 24. September die erforderliche Mehrheit erhalten hatte - 55,8 Prozent der Stimmen erreicht und sich so gegen seine Gegenkandidatin Kerstin Kausche von der CDU durchgesetzt.

Der Vater kämpfte beharrlich für seine Stadt

Laesicke senior hat 27 Jahre in der Verwaltung der Stadt Oranienburg gearbeitet, 24 davon als Bürgermeister. Die Bilanz von Dominik Lenz, landespolitischer Reporter des rbb im September 2017: Laesicke entwickelte die 45.000-Einwohner-Stadt vom hässlichen Entlein mit übel riechenden Industriebetrieben zur wirtschaftlichen Boomtown und machte sich als beharrlicher Kämpfer für seine Stadt einen Namen.

Eines der Herzensanliegen: Auf den Kosten für die Entschärfung der vielen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, von denen immer noch 300 in der Oranienburger Erde vermutet werden, nicht mit der Kommune sitzen zu bleiben. Hierfür sollen nach seinem Dafürhalten das Land Brandenburg und der Bund zahlen. Neben der Bombenbeseitigung steht auch der Ausbau der sozialen Infrastruktur auf der To-Do-Liste des neuen Oranienburger Rathauschefs. Denn die Einwohnerzahlen steigen - auch wegen der guten Verkehrsanbindung an Berlin.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.01.2018, 15.12 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Oranienburg war im Krieg durch Industrie dort eines der Bombardierungsziele. In solchem Kontext finde ich es ziemlich absurd dass Kommune auf Bombenbeseitigungskosten zu sitzen hat, bzw. gibt es sogar Fälle in welchen Privatpersonen dafür zu zahlen haben, z.B. Fall in Bayern wo Grundstück nach Krieg gekauft wurde, Haus gebaut wurde, sich dann herausstellte dass dort noch Bombe, und Grundstückseigentümer hatte für Beseitigung zu zahlen.

    Dabei heißt es nach deutschem Recht wohl dass Eigentümer verantwortlich für Eigentum, mit Rechten und Pflichten diesbezüglich. Und sicherlich verständlich. Aber dieses wie Spiel von wegen "Globke hat tollen Job, SS-Offiziere auch, z.B. bei Brandt saßen angeblich 12 ehemalige NSDAP-Mitglieder, aber ihr und Eure Kinder zahlt die Schuld ab während wir unseren Wohlstand genießen (anscheinend inspiriert durch Teutonenorden welcher schön Eigentum hatte ohne mal für Morde an Pruzzen in Rechenschaft gezogen worden zu sein)", sowas finde ich ziemlich absurd.

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