Archivbild: Ein Plakatierer beklebt eine historische Litfaß-Säule (Quelle: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert)
Audio: radio Berlin 88,8 | 09.01.2017 | Jan Menzel | Bild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Wall AG und drei weitere übernehmen - Stadtwerbung soll Berlin viel Geld einbringen

Werbung auf Berliner Litfaßsäulen, an Laternenmasten und auf erleuchteten Plakatflächen übernehmen künftig vier Firmen. Bisher war die Werbung größtenteils an den Betrieb der City-Toiletten gekoppelt. Die Neuregelung soll 440 Mio. Euro in 15 Jahren einbringen. 

Vier Firmen übernehmen künftig die Werbung in Berlin auf Litfaßsäulen, an Laternenmasten und auf erleuchteten Plakatflächen. Sie setzten sich in einer Ausschreibung durch. Der Senat rechnet mit Einnahmen von geschätzten rund 440 Millionen Euro innerhalb von 15 Jahren. Die Anzahl der Werbeanlagen im öffentlichen Straßenland werde deutlich reduziert.

Bisher war ein Großteil dieser Stadtwerbung an den Betrieb der City-Toiletten gekoppelt. Beides liegt in der Hand des Berliner Unternehmens Wall. Der Senat will jedoch beides entflechten, um mehr Transparenz herzustellen und höhere Einnahmen zu erzielen. Die Ausschreibung für einen neuen stadtweiten Toilettenbetreiber läuft noch.

Wall weiter im Boot

Für die Stadtwerbung sind die Unternehmen nun gefunden. Wall wird auch weiter die großen City Light Poster und mehr als 1.000 frei stehende Werbeanlagen betreiben. Die Litfaßsäulen gehen an die Stuttgarter Firma ILG. Laternen-Werbung übernimmt die Firma Mediateam Stadtservice. Sie müssen diverse Vorgaben erfüllen, sexistische oder gewaltverherrlichende Werbung etwa sind verboten.

Der bisherige Vertrag mit dem Kombibetrieb von Toiletten und Stadtwerbung läuft Ende des Jahres aus. Schon jetzt zeichne sich ab, "dass die weitere Versorgung mit öffentlichen Toiletten ohne zusätzliche Haushaltsbelastung erfolgen kann und dass die verbesserte Versorgung mit mehr Toiletten in der Stadt auf diese Weise sichergestellt werden kann", sagte Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos). Im Falle einer Beibehaltung der Koppelung von Toiletten/Werbung bei gleichzeitiger Reduzierung der Werbeanlagen wäre dies nicht möglich gewesen.

 

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1 Kommentar

  1. 1.

    Da die Ausschreibung für die Toiletten noch läuft, wird die Verkehrsverwaltung am Dienstagnachmittag noch gar nicht mitteilen können, ob das Land überhaupt mehr Geld als bisher einnimmt.

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