Demonstraten ziehen am 04.02.2018 durch Berlin-Kreuzberg, um gegen die türkische Offensive in Syrien zu protestieren. (Quelle: rbb/Abendschau)
Bild: rbb/Abendschau

Mehr als 1.000 Menschen ziehen durch Berlin-Kreuzberg - Demonstration gegen türkische Offensive in Syrien

Gegen die türkische Militäroffensive in Syrien sind am Sonntag in Berlin - wie auch in zahlreichen anderen deutschen Städten - Menschen auf die Straße gegangen.

Mehr als 1.000 Demonstranten zogen in der Hauptstadt am Nachmittag durch Kreuzberg. Dabei wurde auch von der Bundesregierung gefordert, die Waffenlieferungen an die Türkei zu stoppen. Die Demonstration Richtung Hermannplatz verlief nach Polizeiangaben friedlich.

Kenan Kolat sieht Streit um Deutungshoheit

Auch in Hamburg, Hannover, Bonn, München und Nürnberg kam es zu Protesten. Die größte Demonstration mit 5.000 Teilnehmern fand in Stuttgart statt. Die türkische Armee geht seit rund zwei Wochen in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz YPG vor, die große Gebiete entlang der syrisch-türkischen Grenze kontrolliert.

Der frühere Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, mahnte die kurdische wie die türkische Seite, besonnen zu reagieren. Es gebe einen gefährlichen Streit, wie die Offensive im Norden Syriens zu deuten sei: entweder als Krieg gegen Zivilisten oder als Kampf gegen Terroristen, sagte Kolat, der der türkischen Oppositionspartei CHP angehört, dem rbb. Die Politik müsse aufpassen, in diesem Streit die Menschen nicht gegeneinander aufzubringen.

Sendung: Abendschau, 04.02.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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11 Kommentare

  1. 11.

    Ich könnte es dir beantworten,bin mir aber nicht sicher,ob du das auch zu lesen bekommst. Also denk dir deinen Teil einfach selber. Will man etwas über den Angriff erfahren,muss man auch auf andere Medien zurückgreifen.

  2. 10.

    Ich schrieb Ihnen bereits zwei mal: Unterlassen Sie doch bitte Ihre türkische Propaganda hier in diesem Forum! Danke!

    Die türkische Armee hat auf syrischem Territorium nichts zu suchen. Absolut gar nichts! Wenn Sie und Ihre Landsleute Angst vor Einwanderung von Terroristen haben, dürfen Sie die syrisch-türkische Grenze gerne befestigen und strengstens überwachen. An der Grenze hört Ihr Hoheitsgebiet aber auf.

  3. 7.

    Ich glaube, sie wollen die Realität nicht ins Auge sehen. Können Sie mir erklären, wie sonst die grosse Flüchtlingsstrom nach Europa u. in die Türkei gelangte???? Auch sind sie falsch informiert bzw. durch propoganda der kurden verblendet. Korrekt müsste es heissen, dank der US-Luftwaffe die IS-Miliz verpulveresiert hat, hat die kurdische Terrororganisation ypg/pyd mit leichtigkeit die Stadt Rakka von der IS-Miliz befreit. Allerdings sollte man das auch nicht ausser acht lassen. Die kurden ermöglichten die restlichen lebenden IS-Miliz samt Ihrer Waffen freies Geleit aus der Stadt Rakka. Soviel zur These, die kurden würden IS-Miliz bekämpfen. Genau die kurden stellen keine Gebietsansprüche, das glauben Sie selber doch nicht. Warum haben dann die kurden die anderen ethnien wie Turkmenen, Araber,...etc. aus Ihren Dörfern, Häusern, Wohnungen u. Städten vertrieben? Wie erklären Sie sich das zustande kommen des grossen Flüchtlingsstrom vor 2 Jahren?

  4. 6.

    Zu den Gruppen, die derzeit – unter dem gut klingenden Namen "Freie Syrische ..." – mit der türkischen Armee zusammen Afrin angreifen, gehören dschihadistische Milizen bis hin zu al-Kaida-Ablegern sowie rechtsextreme Milizen. Ihnen wurde gesagt, dass nach einem Sieg das Land in Afrin unter ihnen und ihren Angehörigen aufgeteilt wird.

  5. 5.

    Sie behaupten: "Die kurdische Terrororganisation vertrieb die anderen ethnien wie Turkmenen, Araber,..etc."
    Wie kann das sein, wo doch Araber, Assyrer und Turkmenen im Bündnis Demokratische Kräfte Syriens SDF mit den Kurden vereint Rakka befreit haben. Die Kurden stellen kein Gebietsansprüche. In den Städten und Kommunen, die durch das Bündnis Demokratische Kräfte Syriens vom IS befreit wurden, wurden und werden lokale Räte gebildet, in denen die jeweiligen Ethnien proportional vertreten sind. Etwas anderes würden die Araber, Assyrer und Turkmenen in den SDF nicht zulassen.
    Es fanden Wahlen statt (kann man googeln). Die syrischen Kurden wollen keinen eigenen Staat, sondern ein föderales demokratischen Syrien mit Selbsverwaltung der Kommunen und Kantone.

  6. 4.

    Man kann klar & deutlich sehen, dass die Türkei gegen die Terrororganisation ypg/pyd und nicht gegen die gesamte kurdische Volk führt, wie sonst kann man es erklären, dass türkischen Soldaten getötet wurden sind. Noch dazu mit welchen Waffen haben es die kurden gemacht?? Man beklagt, dass die Türkei deutsche Panzer einsetzt. Und wenn schon, dafür sind die Panzer ja gebaut. Das Deutschland, EU u. die USA die kurdische Terroristen auch mit Waffen beliefert hat, dass übersieht man einfach, gell! Auch ist es kein Bruch des Völkerrechts & auch kein Genozid an kurden. Ein Bürgerkriegs zerrütteltes Land wie Syrien, der nicht mehr Herr über sein eigenes Land ist. Da herrscht Machtvakuum. Und diese werden von Terroristen ausgefüllt. Die kurdische Terrororganisation vertrieb die anderen ethnien wie Turkmenen, Araber,..etc. Wie sonst würde man die grosse Flüchtlingsströme nach Europa u. in die Türkei erklären? Noch dazu leben bis zu 4 Millionen Flüchtlinge in der Türkei, die wieder gerne zurück.

  7. 3.

    Schön, dass Herr Kolat als Mitglied der türkischen Oppositionspartei zu Wort kommt. Schöner wäre aber gewesen, wenn er auch eine Meinung abgegeben hätte. Wie steht er denn zu diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der türkischen Armee? Oder kuscht er vorsichtshalber auch vor dem Despoten Erdogan? Jener ist es doch, der die beiden Völker gegeneinander aufbringt. Es ist widerlich, und die ganze Welt schaut einfach zu.

  8. 2.

    Warum wird in einem Bericht über eine pro-kurdische Demonstration der Türkischen Bund interviewt? Wo bleibt die kurdische Stimme? Es gibt auch eine Kurdische Gemeinde, die sehr gerne wenigstens auch zu Wort gekommen wäre.

  9. 1.

    1000 Menschen? Übernehmt ihr nur die Angaben der Polizei oder macht Ihr auch mal Euern Job und berichtet unabhängig. 1.000 Menschen?

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