Umgestoßene Leihfahrräder in Berlin (Quelle: imago/Seeliger)
Bild: imago/Seeliger

Mehr als 30.000 Leihfahrräder in Berlin - FDP und AfD kritisieren frei abstellbare Leih-Fahrräder

FDP und AfD haben den Senat aufgefordert, gegen Leih-Fahrräder vorzugehen, die kostenlos überall abgestellt werden können. Die Anbieter sollten "eigene Leihstationen betreiben müssen und nicht wahllos die Stadt vollstellen", forderte der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Frank Scholtysek. Außerdem sollten die leihbaren Räder Sicherheitsprüfungen unterzogen werden.

Der infrastrukturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Henner Schmidt, forderte "umsetzbare Regelungen für ein geordnetes Abstellen" der Räder. Es solle außerdem als Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes behandelt und mit entsprechenden Gebühren belegt werden. Grundsätzlich würden Leihfahrräder aber ein "interessantes, umweltfreundliches Angebot" schaffen, so Schmidt.

Mehr als 30.000 Leihfahrräder in Berlin

Nach Angaben der AfD ergab eine Anfrage ihrer Fraktion im Abgeordnetenhaus, dass bald mehr als 30.000 Leihfahrräder in Berlin unterwegs sind, die meisten davon innerhalb des S-Bahnrings. In Berlin konkurrieren mehrere Anbieter um das Geschäft mit Leihfahrrädern. Einer der größten Betreiber erlaubt seinen Kunden, die Fahrräder überall im Geschäftsgebiet abzustellen. Beim von der Stadt geförderten Anbiebter Nextbike müssen die Räder hingegen an festen Stationen abgegeben werden.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

20 Kommentare

  1. 20.

    Meine Zustimmung. Leihräder sollten einen jeden eine Hilfestellung zur Fortbewegung sein und nicht um die Stadtlandschaft zu verschandeln, was aber auch leider schon vorauszusehen war.

  2. 19.

    Zustimmung. Diese Leihräder werden uns sicherlich noch eine Weile beschäftigen, vor allem wenn diese kaputt herumliegen.

  3. 18.

    "Logisch wäre es dann ja, dass auch Leih-PKW wie "Car2Go" nur noch an Leihstationen abgestellt werden dürfen, damit sie die Stadt nicht vollstellen."
    Parkplätze sind aber dazu da, dass auf ihnen Autos abgestellt werden - ganz gleich, wem sie gehören. GEHwege heißen und sind aber nicht FAHRRAD-HINSCHMEISS-wege.

  4. 17.

    "Also für mich als normalen Bürger stellt es keine Gefahr dar. Ich gehen einfach um die Fahrräder herum."
    Dann stell' Dir einfach 'mal vor, Du säßest im Rollstuhl oder hättest 'nen Kinderwagen zu schieben!
    Oder der RE ist gerade angekommen und ein Pulk Fahrgäste strömt auf den Gehweg.

  5. 16.

    Hallo Klaus, konsequent und aus meiner Sicht richtig wäre es, diesem Car2Go-Quatsch gänzlich den Saft abzudrehen. Das fördert doch nur Individualverkehr in der Innenstadt, wo es schon genügend ÖPNV gibt. Wer wirklich einen Leihwagen braucht, um ins Umland oder weiter weg zu fahren, hat genügend Verleihfirmen zur Auswahl.

  6. 15.

    Logisch wäre es dann ja, dass auch Leih-PKW wie "Car2Go" nur noch an Leihstationen abgestellt werden dürfen, damit sie die Stadt nicht vollstellen.

  7. 14.

    "Was geht Sie denn das an, wer wo Fahrrad fährt? Nichts."

    Ne ganze Menge. Genauso wie gegenüber dem Autoverkehr.
    Und das liegt daran, dass ich mich eben als zu Fuß Gehender in diesen innerstädtischen Bereichen bewege und genau deshalb durch diese Überzogenheit mich beeinträchtigt fühle. Wer Augen und Ohren offen hat, weiß, wovon ich rede.

    Ich bin für alles, was den Radverkehr gleichwertig macht, ja sogar, was ihn bevorzugt im Sinne des Gesamtverkehrs in der Stadt. Das betrifft bspw. die Umwandlung von Autospuren und Autoparkplätzen in Fahrradspuren. Und ich bin für nichts, was den Individualverkehr im Zentrum noch erhöht. Soweit zu meiner Position.

  8. 13.

    Ja, solange man ohne Gebrechen ist, dürfte das problemlos machbar sein. Für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen sieht es da manchmal schon anders aus, wenn die auf Radweg oder Straße ausweichen müssen. Auch für gehbehinderte Menschen ist es nicht unbedingt immer ein Spaß, von den glatten Gehwegplatten auf Kopfsteinpflaster oder Erdreich auszuweichen. Von unseren sehbehinderten oder blinden Mitbürgern möchte ich gar nicht erst anfangen. Aber wahrscheinlich haben die alle schon an den wachsenden Sperrmüllbergen in einigen Stadtteilen trainiert und wissen inzwischen, wie man solcherlei Stolperfallen am besten umschifft...
    Mal ganz davon ab: So ein halb auf der Straße liegendes Fahrrad ist für Autofahrer auch kein Spaß.

  9. 11.

    Ohne ein Netz von Fahrradstationen, wo die Leihräder wieder zurück gegeben werden müssen, artet das System in Anarchie aus. Das Ergebnis sieht man jeden Tag. Hunderte von diesen Dingern liegen auf Fuß- und Radwegen rum und stellen eine Gefahr für alle dar. Hier muss unser Senat zügig eingreifen und für Ordnung und klare Regeln sorgen. So wie jetzt, kann es nicht weiter gehen.

  10. 10.

    Läuft schon. "Schrottfahrrad" ist ein Stichwort beim Ordungsamt online und kann da gemeldet werden, zwecks Kennzeichnung mit Fristsetzung und ggf. später Verschrottung.

  11. 9.

    Bitte suchen Sie alle mal im Internet Berichte über China. Dort wurden vor nicht all zu langer Zeit 100 000 Leihräder in einer einzigen Stadt verschrottet. Wenn das in Berlin nicht passieren soll, brauchen wir Regeln.

  12. 8.

    Über diese Flut von Leihrädern sind, so glaube ich, die meisten nicht sehr begeistert. War doch vorauszusehen welch einen Schandfleck diese nur hinterlassen. Zu den abgestellten,verschlossenen Fahrrädern kann man nicht so ohne weiteres Vorgehen. Erst sicherlich,wenn deutlich erkennbar ist,das es sich nur noch Metallmüllschrott handelt. Da stimme ich Ihnen zu. Stehen viele von denen verrostet und beschädigt einfach nur noch störend in der Gegend herum. Hier sollte das Ordnungsamt mit dem gr.Bolzenschneider anrücken.

  13. 7.

    Total richtig erkannt. Hier im Bereich Kreuzberg / Neukölln liegen diese Dinger auf Gehwegen, in Grünanlagen, teilweise sogar im Landwehrkanal. Am schlimmsten sind die von Lidl und die orangefarbenen. Wie kann man so ein Geschäftsmodell genehmigen? Und wenn wir schon mal dabei sind. Es sollte auch etwas gegen die unzähligen privaten Schrottfahrräder, die an Bäumen, Laternen und Zäunen seit Jahren vor sich her gammeln, getan werden.

  14. 6.

    Was geht Sie denn das an, wer wo Fahrrad fährt? Nichts. Es ist völlig verquer, gegen den Radverkehr anzureden, der wächst kontinuierlich und Bewegung ist auch noch gesund, sollten Sie mal selbst probieren, bevor Sie gegenreden.
    Die Räder oben werden übrigens von Touris benutzt. Denen haben Sie auch nichts vorzuschreiben. ;)
    Eine Vermüllung der Stadt durch etliche ungenutzte und beschädigte Leihfährrader bringt allerdings nichts.

  15. 5.

    Solche Auflagen sind doch vor der Genehmigung des Fahrradverleih zu prüfen und festzulegen. Wer hat denn da gepennt?

  16. 4.

    Vor einem Jahr war ich als Nürnberger Nextbike-Kunde in Berlin unterwegs und konnte mein Leifahrrad auch überall abstellen und ausleihen. Hat sich das geändert?
    Im Übrigen fand ich das besonders kundenfreundlich. Umweltfreundlich ohnehin.

  17. 3.

    "... die meisten davon innerhalb des S-Bahnrings ..."

    Das ist in meinen Augen sowieso ein glattes Verkennen des INDIVIDUALverkehrsmittels Fahrrad. Im Zentrum in seiner Dichte sollten Fahrräder und selbstverständlich weit mehr noch Kfz. kaum etwas zu suchen haben. Vorausschauende, auch ökologische Politik hieße, genau hier entsprechend gegenzusteuern: Für einen platzschonenden öffentlichen Personennahverkehr und für den Fußgängerverkehr. Dann, in diesem Sinne, erst alles weitere.

  18. 2.

    Dann schlage mal dem Senat vor dass er jetzt gleich Pferdefuhrwerke, Eselskarren und Handwagen für die Belieferung
    der Geschäfte anschafft.
    Der Senat wird esDir bestimmt mit einem Orden oder Senatsposten belohnen.

  19. 1.

    Und Diesel bitte nicht mehr in die Innenstadt!

Das könnte Sie auch interessieren