Bewohner eines Wohnheims der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt (Quelle: dpa)
Bild: dpa-Zentralbild

Brandenburg - Zahl der rechten Straftaten gegen Flüchtlinge gesunken

267 rechte Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterstützer haben die Brandenburger Behörden im vergangenen Jahr gezählt. Damit die Zahl insgesamt zwar deutlich gesunken, doch vor allem bei Gewalttaten gibt es keinen positiven Trend.

Die Zahl rechter Straftaten gegen Flüchtlinge, ihre Unterkünfte und ihre Unterstützer ist im vergangenen Jahr in Brandenburg zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag hervor. Danach gab es im vergangenen Jahr 267 dieser Straftaten, gegenüber 311 im Vorjahr.

Die Zahl der gewalttätigen Überfälle von rechten Schlägern blieb allerdings unvermindert hoch. 77 Flüchtlinge wurden bei Angriffen von rechten Gewalttätern verletzt. Im Jahr 2016 wurden 89 Flüchtlinge verletzt oder gar schwer verletzt.

Viele Fälle in Cottbus

Die Straftaten wurden in Städten im ganzen Land registriert. Auffällig viele Fälle (15) gab es in Cottbus. Auch in Potsdam und Oranienburg (Oberhavel) wurden zahlreiche Angriffe gemeldet.

Flüchtlingshelfer waren im vergangenen Jahr in fünf Fällen (2016: sechs Fälle) ebenfalls Ziel  von Übergriffen. Darunter waren ein tätlicher Angriff sowie Sachbeschädigung und Beleidigung.

"Das ist unerträglich und zeigt, dass rassistisch motivierte Gewaltstraftaten nach wie vor keine Ausnahmefälle sind", sagte die Landtagsabgeordnete Andrea Johlige. "Wir alle sind gefordert, immer wieder klar zu machen, dass wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der rassistische Kommentare und Gewalt gegen Menschen anderer Herkunft keinen Platz haben." Auch die Polizei sei weiter gefordert, den Ermittlungsdruck aufrechtzuerhalten.

Opferverein: Nach Prozessen keine Brandstiftungen mehr

"Die Entwicklung deckt sich weitgehend mit unseren Erkenntnissen", sagte Hannes Püschel vom Verein Opferperspektive. Der Verein berät Betroffene von rechter Gewalt und zählt die Straftaten teils nach anderen Kriterien als das Innenministerium. Die Zahl der Delikte gegen Flüchtlinge sei zwar rückläufig, liege aber immer noch weit über den Zahlen vor 2015, als nach Öffnung der Grenzen Zehntausende Menschen ins Land kamen, erklärte Püschel. So wurden 2014 insgesamt 36 Straftaten gegen Flüchtlinge gemeldet.

Zu beobachten sei aber auch, dass staatliche Repression rechte Täter abschrecken könne, betonte der Berater. "So ist die Zahl von Brandstiftungen deutlich zurückgegangen - was sicherlich auch auf die Verurteilungen in den Prozessen um die Brandanschläge von Nauen und Jüterbog zurückzuführen ist." Während das Innenministerium 2016 noch fünf Brandstiftungen registrierte, gab es vergangenes Jahr keinen Fall.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.02.2018, 08.00 Uhr

Kommentarfunktion am 24.02.2018, 14.47 Uhr geschlossen

30 Kommentare

  1. 30.

    Das sagt ja der Richtige hier. Haben sie ihre Sockenpuppen nicht mehr im Griff?

    "Von Geschichte schon kaum Ahnung, von Statistik noch weniger, Rechtschreibung lässt auch zu wünschen übrig, von Benehmen kann man bei Ihnen gar nicht sprechen." trifft alles auf ihre Gesinnungsgenossen hier zu.

  2. 29.

    Was wollten Sie mit diesem Kommentar eigentlich sagen, außer mal wieder jemanden beleidigen zu wollen? Haben Sie sich mal Ihre Beiträge unvoreingenommen angeschaut?
    Von Geschichte schon kaum Ahnung, von Statistik noch weniger, Rechtschreibung lässt auch zu wünschen übrig, von Benehmen kann man bei Ihnen gar nicht sprechen. Sie sollten mal kleinere Brötchen backen.

  3. 28.

    Bringen Sie in Gottes Namen diese Statistik, dann aber auch die Statistik zur Kriminalität durch die Flüchtlinge, welche bereits bei den Straftaten untereinander ( z. B. von Moslems gegen Andersgläubige ) beginnt. Am besten, Sie lassen es ganz, kontrollieren kann es sowieso kein Außenstehender.

  4. 27.

    Huch mein Fehler. Ich Ihre Zitationsweise nicht gleich durchschaut, macht meine Frage natürlich keinen Sinn. Tschuldigung.
    @CnasowasB
    Sie bleiben immernoch eine Antwort schuldig. Warum ziehen Sie diesen Vergleich?

  5. 26.

    Normalerweise reichen 2 Sätze um ihre und ihresgleichen Lügen, Verharmlosungen von rechter Gewalt und weitere Rechte Propaganda zu widerlegen.

    Bei schlichten Gemütern reicht das manchmal nicht...

  6. 25.

    Ich verstehe ihr Kommentar Nr.20 nicht recht. Im Artikel wird schon auf den Zusammenhang von rechten Straftaten gegen Flüchtlinge eingegangen, nicht auf rechte Straftaten allgemein. Oder meinen sie, das Ichmeinjanur die Straftaten von Flüchtlingen mit einbringt. Das Ist keineswegs so. Das Thema hat CnasowasB hineingeworfen. Ichmeinjanur ist lediglich darauf eingegangen.

  7. 24.

    Statistiken geben Zahlen, da haben sie recht. Nur eben keine Wertungen. Die Interpretation beginnt aber nun mal in dem Moment, wo jemand Zahlen in Bezug zueinander setzt. Und dem Punkt sind sie noch eine Antwort schuldig. Warum vergleichen Sie die Anzahl der Straftaten von Flüchtlingen mit der von Rechten?

  8. 23.

    glückwunsch!;)
    sie haben mehr als 2 sätze gebraucht.das ist doch schonmal ein anfang.
    auch wenn es noch ein wenig schmollig klingt,vielleicht der fehlende mittagsschlaf,machen wir fortschritte.
    und ihre schul-metapher erst.da haben sie sich selbst übertroffen.wäre ich jetzt ein kleines sensibelchen hätte es mir wahrscheinlich das grundwasser in die augen getrieben.aber da muss ich sie leider enttäuschen.ebenso die schlechten noten.da konnt ich mir noch soviel mühe geben,es gab nur einser und zweier und das bei 12 jahren.bedauerlich aber was soll man machen.zum anderen,wo wir gerade bei persönlichem sind,muss ich ihnen konstatieren das ihr ach so buntes weltbild auch nur aus zwei farben besteht.schwarz und weiss...also eher was für die schlichten gemüter^^
    daher nehme ich ihnen ihre diskreditierungsversuche auch nicht krumm;)es hat eher etwas erfrischendes...

  9. 22.

    Wie kommt der Verfasser des Artikels eigentlich zu der Interpretation, bei den Gewalttaten gebe es keinen "positiven Trend", also keine Abnahme? Wenn ich die Zahlen 2016 und 2017 gegeneinanderstelle, sinkt die Zahl der Verletzten bei Gewalttaten in nahezu dem gleichen Maße wie die Zahl der Straftaten insgesamt. Oder gab es bei gleicher Zahl der Delikte bloß 2017 weniger Verletzungen?

    P.S.: Damit man mich nicht falsch versteht - wünschenswert wären natürlich null Straftaten.

  10. 21.

    Fragen Sie sich doch mal lieber, welche Form von Statistik hier veröffentlicht wird.
    Sind das denn jetzt die aufgeklärten Fälle? Lt. Woitke gelten alle unaufgeklärten Straftaten auch als "rechts".
    Die Frage ergibt sich bei keder Meldung, ob es rechte Straftaten oder rechte plus unaufgeklärte Straftaten sind usw.
    So ein Unterschied wie o. g. könnte sich schon rein aus der Statistikführung ergeben.
    @RBB: Ist denn die PMK gemeint?

  11. 20.

    "Thema ist Zahl der rechten Straftaten gegen Flüchtlinge gesunken und sie faseln hier von Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderern. Soweit so schlecht. Thema verfehlt. "
    Köstlicher unterreflektierter Post, da Sie das umgekehrt immerfort machen, in den ganzen Posts zu Cottbus, wo es um von Flüchtlingen ausgeübte Gewalt gegen Passanten usw. ging. Einfach verquere Aussagen.

  12. 19.

    sie haben den beitrag des rbb doch gelesen.oder?
    "Danach gab es im vergangenen Jahr 267 dieser Straftaten, gegenüber 311 im Vorjahr."
    der rbb nimmt auch einen vergleich vor.dafür sind nun einmal statistiken da um vergleiche anzustellen.wozu sollten sie sonst gut sein?sie werden jeden tag mit statistiken bombardiert.hinterfragen sie diese genauso akribisch?
    ich hätte noch verständnis würde ich eine wertung vornehmen und dann laut poltern, abschieben und das ganze tamtam.
    tu ich aber nicht.ich habe lediglich zahlen gegenübergestellt.was sie oder andere damit anstellen bleibt nach wie vor ihre sache.auf der anderen seite.warum scheuen sie den vergleich?
    wenn schon der "braune supf" am pranger steht,darf ich doch wohl noch fragen wie es bei anderen aussieht.oder etwa nicht?ich seh da auch nichts was relativiert.es sind nackte zahlen...

  13. 18.

    Wenn man mit offenen, aber vielleicht sogar auch nur mit halboffenen Augen durch die Stadt Cottbus läuft - dazu vielleicht auch schon etwas sensibilisiert ist für (unübersehbare) Hass-Propaganda z.B. gegen die Geflüchteten, bekommt man das Grausen!.
    Die Tatsache aber ist, dass in dieser Stadt die - auch z.T. unter Verbot stehenden - Nazi-Graffitis unendlich lange duldet!
    So auch in Vetschau!
    Die öffentliche Ignoraz dem gegenüber ist einfach unerträglich und es ist mir eine große Genugtuung, wenn ich - auch unter möglicher Strafandrohung - per "Sachbeschädigung" diese menschenverachtende Propagand unkenntlich gemacht habe!
    Toleranz wird hier wohl verwechselt mit Tolerierung!

  14. 17.

    Wenn hier jemand "whatabouism" zu einem ganz bestimmten Thema mit einer ganz gezielten Absicht betreibt, nämlich "rechte" Gewalttaten damit zu relativieren indem er Zahlen von Gewalttaten von Flüchtlingen gegenüberstellt was ist derjenige dann?

    Ein "besorgter Bürger"? Überlassen sie doch bitte mir wie ich bestimmte Äußerungen einschätze.

    "Dieses alles was einem nicht passt als rechts hinzustellen, wurde so oft Überbeansprucht und pauschal eingesetzt ,das es seine Wirkung völlig verloren hat."

    Und worüber echauffieren sie sich dann?

    Aber jeder blamiert sich so gut wie er kann.

  15. 16.

    Okay, dann mal für ganz schlichte Gemüter:

    Thema ist Zahl der rechten Straftaten gegen Flüchtlinge gesunken und sie faseln hier von Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderern. Soweit so schlecht. Thema verfehlt.

    Haben sie sich früher in der Schule immer gewundert wenn sie vom Lehrer gefragt wurden wieviele Einwohner die DDR hat und sie haben mit Wasser besteht aus Wasser- und Sauerstoff geantwortet warum sie dann eine schlechte Note bekommen haben?

    Haben sie den Lehrer anschließend aufgefordert er möge ihnen die Fakten widerlegen dass Wasser aus Wasser- und Sauerstoff besteht?

  16. 15.

    Was sie gemacht haben, ist eine Gegenüberstellung von zwei Aussagen, um sie am Ende zu vergleichen. Zudem hat eine der Aussagen mit dem Inhalt des Artikels zunächst nichts zu tun. Da sollte man schon die Fragen stellen, warum sie das tun und zudem die Delikte voneinander abziehen und nicht aufsummieren.

  17. 14.

    ach mensch, nun geben sich doch mal ein wenig mehr mühe.ist ja immer das selbe was da kommt;)
    jetzt wiederlegen sie doch die zahlen.geht nicht?
    da müssen sie sich schon mehr mühe geben als die plumpe nazikeule.
    ich bin da auch ganz bei ihnen, gewalt kann nie etwas lösen.267 straftaten sind 267 zuviel!was soll man da vertuschen sie sind aktenkundig.die justiz wird sie abarbeiten und verurteilen.und nu?
    "wenn ich mal nicht weiter weiß, mach ich einen ns vergleich"

  18. 13.

    Wissen Sie die Zeit als die Benennung als "rechter" eine runterwürdigung des Opponenten ist, sind so langsam vorbei. Dieses alles was einem nicht passt als rechts hinzustellen, wurde so oft Überbeansprucht und pauschal eingesetzt ,das es seine Wirkung völlig verloren hat.
    Übrigens besteht eine Demokratie aus versch. Politischen Richtungen zu denen unter anderem auch das linke UND rechte Spektrum gehört. Es ist nicht an Ihnen der einen Seite das Existenz und Meinungsrecht abzusprechen!

  19. 12.

    "Ein gewisser "Steffen" hilft ihnen da bestimmt gerne aus..."
    Warum sollte ich? Nee, blamieren Sie sich mal ganz alleine hier. Die Fakten sind ja alle genannt.

  20. 11.

    falls ihre art und weise mit fakten umzugehen der maßstab sein sollte, betrachte ich das als kompliment;)
    wenigstens hat es für einen satz gereicht...

Das könnte Sie auch interessieren

Vor dem Zug der Neonazi-Demonstration anlässlich des 31. Todestages von Rudolf Heß (Quelle: dpa)
dpa

Neonazis demonstrieren - Berlin marschiert nach rechts

Dass Neonazis über Stunden ganze Berliner Stadtteile in Atem halten, ist neu: Hier war die Demonstrationskultur vor dem allgemeinen Rechtsruck schließlich links. Das hat sich inzwischen geändert, wie nun auch der Heß-Gedenkmarsch zeigte. Von Olaf Sundermeyer