Die Spreewald-Grundschule in Berlin-Schöneberg gilt wegen eskalierender Gewalt als Brennpunktschule (Bild: dpa).
Audio: Radio Fritz | 08.03.2018 | Sebastian Schöbel | Bild: Bildagentur-online

Nach Gewaltvorfällen in Berlin-Schöneberg* - Bildungssenatorin will Brennpunktschule unterstützen

Nach den Gewaltvorfällen an der Berliner Spreewald-Grundschule hat die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) Unterstützung zugesagt. Es gebe seit Monaten Gespräche wegen der verschiedenen Probleme, sagte sie am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. 

Geplant sei, zusätzlich eine Sozialpädagogin für die Schule zu engagieren. Zudem sollen vorbeugende Projekte angeboten und eine Schließ- und Gegensprechanlage installiert werden. Scheeres plant einen runden Tisch, um über weitere Optionen zu sprechen. 

Scheeres: "Hintergrund der Schülerinnen spielt keine Rolle"

Die Grundschule hat seit Anfang März einen Sicherheitsdienst, der dabei helfen soll, die Gewalt einzudämmen. Die zwei Sicherheitsmitarbeiterinnen sollen bis Ende April am Schultor dafür sorgen, dass keine Fremden hindurchgehen. Zudem kümmern sie sich um einen geregelten Ablauf in den Pausen. Das Geld für die Notmaßnahme komme aus dem Topf, den der Berliner Senat für Gewaltprävention an Brennpunktschulen bereithält, erläuterte Scheeres.

Auf die Nachfrage des fraktionslosen AfD-Abgeordneten Andreas Wild, ob die Probleme vor allem durch muslimische Familien ausgelöst worden seien, antwortete Scheeres, der Hintergrund der einzelnen Schülerinnen spiele für sie keine Rolle. "Ich akzeptiere keine Gewalt an Berliner Schulen. Es geht darum, dass wir ein gutes Schulklima an Berliner Schulen haben, und dass wir unsere Kinder daraufhin erziehen, dass sie gewaltfrei Konflikte lösen", sagte die SPD-Politikerin.

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