Zwei Senioren gehen an der Baustelle der früheren Fachhochschule (FH) vorbei. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Gebäude soll bis Jahresende abgetragen sein - Abriss der Fachhochschule in Potsdam beginnt Mitte April

Mitte April soll der eigentliche Abriss der ehemaligen Fachhochschule in der Potsdamer Innenstadt beginnen. Das teilte der Sanierungsträger ProPotsdam am Montag mit. Das Gebäude aus den 1970er Jahren soll geschossweise vom Bildungsforum in Richtung Alter Markt abgetragen werden.

Das FH-Gebäude sei inzwischen weitgehend entkernt worden, hieß es weiter. Zwischenwände und Einbauten wie Sanitäranlagen und Haustechnik seien entfernt worden, Deckenverkleidungen und Bodenbeläge entsorgt. Die ehemalige Fachhochschule wird laut Sanierungsträger bis Ende des Jahres komplett abgerissen sein. Dort sollen stattdessen Wohn- und Geschäftshäuser mit teils historisierenden Fassaden entstehen.

Der Abriss des Skelettbaus ist umstritten. Eine Bürgerinitiative will den Bau als "Haus der Stadtgesellschaft" weiternutzen. Sie hat der Stadt ein Kaufangebot unterbreitet, das ProPotsdam aber abgelehnt hat, weil es nicht wirtschaftlich sei. Pro Potsdam nennt als Verkehrswert 10,4 Millionen Euro. Die Initiative wollte sechs Millionen Euro zahlen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 26.03.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Gott sei Dank kommt dieser Schandfleck endlich weg!

  2. 1.

    Zur Veranschaulichung, mit welcher Brutalität dieses 1970er-Jahre-Gebäude - ich schreibe das bewusst systemübergreifend - in den Stadtraum hineingesetzt worden ist, sollte sich ein Mensch gegenüber der Einmündung der Schwerdtfegerstraße in die Friedrich-Ebert-Straße hin begeben: Wie ein Sperr-Riegel steht das FH-Gebäude da, wo ein Mensch, der anderen mit verschränkten Armen der weiteren Zutritt verwehrt. Genau dies wird künftig anders. Hier wird ein Viertel neu entstehen - Viertel, im direktesten Sinne des Wortes, anstatt dass ein Sperr-Riegel die ehemalige überdimensioneirte Straßenachse (der Friedrich-Ebert-Str.) auch noch "Flankenschutz" gäbe.

    Ich freue mich auf das künftige kleinteiliige Viertel und dass Potsdam wieder zu seinem Kern kommt!

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