Mahnwache der Feuerwehr - Ausgebrannt

Do 29.03.18 | 16:52 Uhr | Von Sebastian Schneider, rbb|24
  23
Ein Feuerwehrmann überprüft Atemschutz-Gerät seines Kollegen. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb aktuell | 26.03.2018 | Bild: dpa/Paul Zinken

Berliner Feuerwehrleute protestieren vor dem Roten Rathaus, aus der geplanten einen Woche werden nun zwei. Sie seien mit ihren Kräften am Ende, berichten die Retter,  - und das werde für die Bürger zur Gefahr. Von Sebastian Schneider

Ein kleiner roter Bungalow, Planen schützen gegen die Kälte. Dazu ein paar Camping-Stühle, Thermoskannen voll Kaffee - und eine rostige Tonne, aus der Flammen lodern. "Berlin brennt" haben die Feuerwehrleute in zackigen Buchstaben aus dem Metall geschnitten und geht es nach den Rettern und der Gewerkschaft Verdi, brennt es längst lichterloh.

Seit Montagmorgen stehen sie vor dem Rathaus für ihre Mahnwache, damit sich was ändert - geplant waren sieben Tage am Stück, rund um die Uhr. Aber der überraschend große Zuspruch hat die Demonstranten bestärkt. Am Donnerstag bekamen sie die Genehmigung, noch eine Woche dranzuhängen.

Die Feuerwehrleute wollen darauf aufmerksam machen, dass sie mit ihren Kräften am Ende sind - Überlastung und schlechte Ausstattung ihrer Behörde machen ihren Job immer schwerer, das sagt hier jeder, den man fragt. Zwischen 80 und 100 Menschen kamen am Montag, Beamte, die an diesem Morgen nicht in einer Schicht verpflichtet waren - ein Streikrecht haben sie nicht.

"Nicht besorgniserregend, sondern katastrophal"

"Der momentane Zustand bei der Berliner Feuerwehr ist nach jahrelangen Sparzwängen des Senats nicht mehr nur noch besorgniserregend, sondern katastrophal", sagt der Verdi-Betriebsgruppensprecher Stefan Ehricht.  

Das bestätigten in den vergangenen Wochen auch mehrere Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter in Gesprächen mit rbb|24. Aus Angst vor Disziplinarmaßnahmen wollen sie anonym bleiben.

"Ich liebe meinen Beruf und bin auch ein Stück weit stolz darauf, als Feuerwehrmann in einer Metropole wie Berlin zu arbeiten. Aber die Motivation zur Arbeit zu gehen, wird uns kaputtgemacht. Ich bin seit elf Jahren dabei. Und seitdem wird es kontinuierlich schlechter", sagt ein Beamter. Die Feuerwehr sei kaputtgespart worden. Bei den Kollegen habe sich jahrelang Frust angestaut. Viele warten seit langem auf die ihnen zugesagte Beförderung.  

Gemeinsam mit der Gewerkschaft fordern die Feuerwehrleute mehr Personal, die Auszahlung ihrer Überstunden und schnell neuere Fahrzeuge. Der Fuhrpark ist völlig überaltert. Es kostet 59 Millionen Euro, ihn wieder auf ein akzeptables Niveau zu bringen, das hat die Senatsverwaltung selbst ausgerechnet.

Außerdem solle der Arbeits- und Gesundheitsschutz eingehalten werden, verlangen die Männer vor dem Rathaus. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einem solch belastenden Beruf. Aber in den vergangenen Monaten mussten die Retter außergewöhnlich oft über ihre Grenzen gehen.

Es ist erkennbar, dass das verfügbare Personal nicht mehr ausreicht, um die gemäß der Fahrzeug- und Funktionsverteilung vorgesehenen Funktionen auch nur annähernd vollständig besetzen zu können."

Karsten Göwecke, stellvertretender Landesbranddirektor Berlins

Steigende Einsatzzahlen

Die Zahl der Einsätze hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt, inzwischen sind es bis zu 1.800 am Tag. Nicht bei den Bränden - hier blieb die Zahl ungefähr stabil. Probleme hat die Feuerwehr jedoch mit immer mehr Notfallrettungen. Diese machen bereits mehr als 80 Prozent der Fälle aus.

"Wir haben gar nichts gegen viele Einsätze, dafür sind wir ja da. Aber zu 90 Prozent sind es eben keine Einsätze", sagt ein Rettungsassistent. Die Hemmschwelle, sich einen Krankenwagen zu rufen, sei in Berlin drastisch gesunken und gleichzeitig die Anspruchshaltung gestiegen.

"Nein" ist im Protokoll nicht vorgesehen

Die Rettungsleitstelle arbeitet mit einem sogenannten "SNAP"-Protokoll, aus den USA. Anrufer werden damit Schritt für Schritt abgefragt, am Ende steht immer ein bestimmter Einsatzcode – der erreicht dann die nächstgelegene Wache oder das nächstgelegene Rettungsfahrzeug.

"Nein" sieht diese Software nicht vor, der Computer entscheidet. Die Retter werden in fast jedem Fall geschickt. Die Feuerwehrleute fordern, das "SNAP"-System schnell zu überarbeiten. Denn weil die Kasse zahlt und der Wagen sowieso kommt, wird der Notruf oft missbraucht.

"Einem ist der Fußnagel umgeklappt, ein anderer hat sich in die Fingerkuppe geschnitten. Eine Frau hat die 112 angerufen, weil sie Hunger hatte – und ein Mann, weil sein WLAN nicht funktionierte. Er müsse jetzt aber arbeiten, hat er das begründet", sagt ein Feuerwehrmann. Einige glaubten, sie kämen in der Notaufnahme schneller dran, wenn sie mit dem Rettungswagen gebracht würden – was nicht stimmt.

Am Anfang habe ich noch die Kollegen gehört, die geklagt haben und dachte: 'Das ist Jammern auf hohem Niveau.' Inzwischen ist das aber definitiv kein hohes Niveau mehr. Ich sehe selbst, was für eine Qualität wir bei manchen Einsätzen nur noch abliefern können."

Berliner Feuerwehrmann und Rettungsassistent

Gibt es keinen Rettungswagen, schickt man ein Löschfahrzeug

Diese hohe Belastung durch Nichtigkeiten in Verbindung mit der Personalnot führt dazu, dass die Feuerwehr immer häufiger den "Ausnahmezustand Rettungsdienst" ausruft. Damit will sie sich rechtlich absichern, damit sie niemand verklagen kann, falls sie nicht rechtzeitig an einem Einsatzort war. In nur 37 Prozent aller Fälle kamen die Retter im vergangenen Jahr in der vorgeschriebenen Zeit, also nach höchstens acht Minuten.

Alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat die Berliner Feuerwehr schon mehr als 20-mal den Ausnahmezustand ausgerufen. Auch an einem trockenen, sonnigen Tag ohne besondere Einschränkungen. Zum Vergleich: Zwischen Oktober und Dezember 2017 rief die Feuerwehr sechs Mal den Ausnahmezustand aus, darunter zwei Mal wetterbedingt, also aus nachvollziehbaren Gründen.

Manche Rettungswagen fahren von Frohnau nach Neukölln, von Charlottenburg nach Weißensee – sie sind mitunter mehr als eine Stunde unterwegs. Und wenn ein "RTW" fehlt, schickt die Feuerwehr Löschfahrzeuge.

Priorität: Rettungsdienst

"Es ist erkennbar, dass das verfügbare Personal nicht mehr ausreicht, um die gemäß der Fahrzeug- und Funktionsverteilung vorgesehenen Funktionen auch nur annähernd vollständig besetzen zu können", gestand der stellvertretende Landesbranddirektor Karsten Göwecke am 23. März in einem internen Info-Schreiben an die Feuerwehrleute, es liegt rbb|24 vor.

Die Priorität liege im Moment auf den Rettungsdiensteinsätzen - zulasten der Brandbekämpfung. Er wünsche den Kollegen, dass diese ihre "erforderliche professionelle Gelassenheit, die Sie gemeinsam mit Ihrer fachlichen Kompetenz schon so oft unter Beweis gestellt haben, stets beibehalten." Viele Kollegen empfanden das als Hohn, als bloße Durchhalteparole, so äußerten sie sich in einer internen Chat-Gruppe.

Viele lehnen das neue Dienstplanmodell ab

Auch die Umstellung auf das neue Dienstplanmodell belastet viele Feuerwehrleute, seit Januar müssen sie in Zwölf- statt wie zuvor in 24-Stunden-Schichten arbeiten, Hintergrund ist eine EU-Regelung. Was eigentlich humaner klingt, beschreiben Berliner Rettungskräfte als familienfeindlich und krankmachend – weil sie öfter zum Dienst müssen und nicht, wie früher, mehr Zeit am Stück mit ihrer Familie verbringen können.

"Dazu kommt, dass man oft zwischen Tag- und Nachtschichten wechseln muss. Das ist in jedem Beruf anstrengend - aber unser Job ist körperlich nun mal besonders fordernd, wir müssen schließlich bei jedem Einsatz voll da sein", sagt ein Feuerwehrmann.

Drittschlechteste Besoldung, meiste Einsätze

Der Senat hat nach Jahren des Sparens angekündigt, die Feuerwehr besser auszustatten. Im neuen Doppelhaushalt 2018/19 sind mehr als 350 neue Stellen vorgesehen, dazu sollen unter anderem 36 neue Rettungswagen und 20 Notarzteinsatzfahrzeuge kommen, sowie 16 Lösch- und Spezialfahrzeuge. Es ist fraglich, ob das reichen wird.

Um die neuen Leute überhaupt auszubilden, gibt es nicht genug Ausbilder, Räume und Fahrzeuge. Für Kollegen aus anderen Bundesländern lohnt es sich nicht, nach Berlin zu wechseln. Bei der Besoldung steht Berlin bundesweit auf dem 16. Platz – obwohl Berliner Feuerwehrleute die meisten Einsätze haben. 

Dazu kommt: Durchschnittlich 350 Dauerkranke fehlen der Feuerwehr pro Jahr, 2020 werden nochmal überdurchschnittlich viele Beamte in Rente gehen. Schon heute müssen Kollegen jeden Tag für ihre Schicht von Wache zu Wache "wandern", wie sie es nennen – immer die Lücken auffüllen, die an einem anderen Standort der Stadt entstanden sind. Bis jetzt habe die Senatsverwaltung kein Konzept vorgelegt, wie sie diese vielen Abgänge wirksam auffangen wolle, sagt Stefan Ehricht, selbst Beamter der Berliner Feuerwehr.

Feuerwehrleute demonstrieren am 26.03.18 vor dem Roten Rathaus in Berlin bei der Mahnwache "Berlin brennt" (Quelle: privat).
Bild: Privat

Alle vier Stunden Ablöse

Die Mahnwache vor der brennenden Tonne wollen die Feuerwehrleute nun insgesamt zwei Wochen ununterbrochen durchziehen, egal bei welchem Wetter - Verlängerung nicht ausgeschlossen. Alle vier Stunden wechseln sie sich ab. Immer wieder bringt jemand Essen und Getränke vorbei. Polizisten, Justizbeamte, aber auch Berliner ohne Uniform besuchen die Männer und Frauen, um ins Gespräch zu kommen. Und die Kollegen von der Onerahi Fire Brigade aus Whangarei, Neuseeland, richteten über Facebook aus: "Kia Kaha". Bleibt stark, heißt das.

Alles zum Notruf

  • Ist der Zustand lebensbedrohlich, muss die 112 angerufen werden. Klare Anzeichen dafür sind: Bewusstlosigkeit, Atemstillstand, Herzbeschwerden, Krampfanfälle oder starke Blutungen. Liegt eine akute Bedrohung des Lebens nicht vor, ist der Notruf nicht zu wählen.

    Gut zu wissen: Wer vorsätzlich einen Falschalarm auslöst, macht sich strafbar. Wer hingegen wirklich einen Notfall vermutet, muss keine Konsequenzen fürchten.

  • Oberste Regel beim Notruf: Keine Zeit verlieren. Man muss weder das Krankheitsbild korrekt einschätzen, noch sich langatmig vorstellen. In der Leitstelle werden sowieso alle wichtigen Informationen abgefragt. Und man braucht auch keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen: Bei der Ersten Hilfe gibt es Schritt für Schritt Anleitungen am Telefon.

  • Irrtum 1: Mit einem Notruf und dem daraus resultierenden Rettungsdienst-Einsatz kann man sich den Gang zum Arzt sparen. Denn die Feuerwehr leistet nur eine medizinische Erstversorgung. Sie stellt keine Diagnosen oder verschreibt Medikamente. In der Regel muss also sowieso ein Transport in die Klinik erfolgen.

    Irrtum 2: Der Patient wird ins Krankenhaus seiner Wahl gefahren. Dem ist nicht so!

    Irrtum 3: Wer mit Blaulicht in die Notaufnahme kommt, ist schneller beim Arzt. Auch das gilt nicht. Jeder Patient wird in der Notaufnahme nach Dringlichkeit eingestuft. Da kann es also sein, dass man trotz Rettungsdienst ganz hinten auf der Warteliste landet.

Beitrag von Sebastian Schneider, rbb|24

23 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 23.

    Die seit Jahrszehnten amtierende Regierung hat in Berlin alles Kaputt gespart.
    Die Berliner Bevölkerung lernt nicht dazu und wählt immer wieder die gleichen Bremser.
    Und unser Lieber Bürgermeister Herr Müller hat sich an der Mahnwache auch nciht blicken lassen. Kein Arsch in der Hose!
    Welches Parteibuch hat der? PAsst wohl.

  2. 22.

    Wenn wir brennen, dann brennt ihr mit uns!

  3. 21.

    Schämt Euch Ihr Politiker ---auf Kosten der Sicherheit der Bürger erhöht Ihr Eure Diäten ----Viel Respekt für Eure Arbeit Ihr Feuerwehrleute --macht weiter und lasst Euch nicht unterkriegen--meine Stimme habt Ihr

  4. 20.

    @isso wo ist ein Unterschied bei der Regierung zu sehen? Vielleicht ist der Unterschied, das wir jetzt schon ein Meter weiter im Abgrund sind, obwohl sich niemand das vorstellen könnte. Aber es geht doch noch tiefer und die Bevölkerung wird es schmerzlich merken.
    Einfach zum roten Rathaus kommen und sich erkundigen wie es wirklich aussieht und worum es geht.

  5. 19.

    Ich habe große Hochachtung vor diesen Männern und Frauen, sie schützen und retten Leben.
    Eine absolute Schweinerei und Desinteresse ist das kein Branddirektor oder Vertreter sich bis heute am Roten Rathaus eingefunden hat. Diese Arroganz und Nichtachtung sollte mit sofortiger Entlassung geahndet werden. Für mich sind solche Typen charakterlicher Dreck.

  6. 18.

    Wie in den Medien regelmäßig zu lesen ist, ist dies mittlerweile ein gesamtdeutsches Problem. Ich arbeite seit 15 Jahren bei einer größeren Feuerwehr in NRW, und dort jetzt seit knapp 1 Jahr auf der Leitstelle. Bei uns ist exakt das gleiche zu beobachten, eine unfassbare Dreistigkeit der Bevölkerung, gepaart mit Unwissenheit und Hilflosigkeit das eigene Leben zu bestreiten. Die Fälle die in dem Artikel beschrieben werden kann ich zu 100% bestätigen. Das Fahrtenaufkommen im RD steigt jährlich, 15 Einsätze und mehr sind in 24 Std.die Regel geworden obwohl immer mehr Fahrzeuge auf die Straße gebracht werden. Und wenn man den Anrufern ihr Fehlverhalten vor Augen führt ist eine der häufigsten Reaktionen die Drohung mit einem Anwalt. Ich (und meine gesamten Kollegen) sehen hierfür den Bürger in der Pflicht, sowie die nicht vorhandene Rückendeckung sowie Rechtssicherheit für die Kollegen auch mal Menschen den Transport zu verweigern. Denn im Zweifel hängt immer der Kollege man Fliegenfänger..

  7. 17.

    "Das sind die Folgen der unverantwortlichen Sparmaßnahmen der letzten 10 - 15 Jahre.
    Wer hat da regiert? "
    Da frage ich mich eher, wer hat Berlin finaziell an die Wand gefahren, wer hat da regiert? Übelst sparen ist eine Reaktion auf übelst Verschwenden und spekulieren.
    Mit freundlichen Grüßen

  8. 16.

    Hallo isso, das mit den Einsätzen ist so eine Sache, komm doch einfach mal bei unserer Feuertonne am roten Rathaus rum egal zu welcher Zeit 24 Stunden stehen wir da und lass dich mal von unserem Feuerwehrdienst informieren.

    Grüße Sven

  9. 15.

    Es gibt immer Zeiten, in denen gespart werden muss, weil schlichtweg die Steuereinnahmen fehlen.
    Allerdings jetzt, wo man einiges aufarbeiten könnte, fließt das Geld in andere Projekte. So wenig sind wir den Politikern „Wert“.

  10. 14.

    Die Feuerwehrmänner streiken ja nicht, dürfen sie als Beamte gar nicht. Sie demonstrieren außerhalb ihrer Einsatzschicht.

  11. 13.

    Und genau Wowereit hat mit seiner Sparpolitik das Land Berlin kaputt gespart. Alle öffentlichen Einrichtungen, Polizei Feuerwehr Justiz usw. Das ist sein Werk der Personalnot. 2008 ist er für die Beamten aus den Tarifverträgen ausgestiegen und seitdem sind wir in Berlin Schlusslicht in der Besoldung. Außerdem warten wir seit über 14 Jahren auf die Auszahlung unserer geleisteten Mehrarbeit. Die rechtswidrige Allimentation seit 2009 wurde nun auch Gerichtlich bestätigt. Tausende Euros müssen wir nachbezahlt bekommen, aber auch dieser Senat sitzt alles aus und schaut weg. So unattraktiv wie Berlin in der Besoldung ist, findet man keinen Nachwuchs. Nun sagt Geisel, am Geld liegt es nicht, - an was denn dann?

  12. 12.

    Meine/unsere Berliner Feuerwehr, haltet durch und streikt weiter!!! 53% rufen euch an, obwohl sie nicht wirklich Not haben. Zu wenig Personal, zu wenige einsatzfähige Autos. Es tut mir leid sowas sagen zu müssen, aber der Senat handelt vielleicht erst, wenn es deshalb zu Todesfällen kommt. Und das muss öffentlich gemacht werden. Meine Unterstützung habt ihr.

  13. 11.

    Wenn ich das richtig verstehe,hat der neue Senat mit einem Richtungswechsel begonnen,es gibt mehr Personal und mehr Material. Diese Änderungen kann man aber leider nicht sofort umsetzen. Wieso protestiert man also genau jetzt? Um den Senat an die Umsetzung zu erinnern?

    Viel wirksamer scheint es für mich,wenn die missbräulichen Anrufe reduziert werden,wie auch immer. Das ist auch kurzfristig erreichbar. Ich kann gar nicht glauben,wegen welchen Lappalien die 112 gewählt wird. Das kann doch nicht einfach hingenommen werden.

    @René the Fireman
    undifferenzierte Aussagen helfen aber auch nicht weiter. Ich erkenne jedenfalls einen deutlichen Unterschied in den Regierungen.

  14. 9.

    Habe selber über Jahre ehrenamtlich im RD gearbeitet und über 25 Jahre in einem Spitzenverband der Wohlfahrtsarbeit. Kenne mich mit der Problematik "Rettung" bestens aus. Herr Müller jetzt ist ihr sofortiges Handeln gefragt und Herr Geisel sie können sich gleich mit anschließen.Menschenleben ist unbezahlbar. Aufwachen werter Berliner Senat.

  15. 8.

    Herr Wowereit, Herr Müller, was empfinden Sie wenn Sie morgens in den Spiegel schauen ????
    Sie waren bzw. sind für diese Missstände hauptverantwortlich.

  16. 7.

    Feuerwehr, Polizei schützen, retten Menschen sowie ihr Hab und Gut. Über Jahre wurden sie schmälig im Stich gelassen. Das ist jetzt die überfällige Retourkutsche.

  17. 6.

    Egal welche Regierung dran ist, es wird sich nie was ändern, Versprechen wie einst von Innensenator Körting gegeben, werden nicht eingehalten. Zitat Körting " Ich verspreche Ihnen, 2017 sind sie wieder an das bundesdurchschnittliche Einkommen angeglichen". Stand heute: Bis 2021 will die Regierung die Beamten angleichen. Aber am Geld kann es nicht liegen, das sind die Aussagen des Finanzsenator Kollatz-Ahnen. Aufwachen Berlin ! und unterstützt die Feuerwehrleute, geht zur Tonne bringt warme Getränke, Essen und zeigt Euch solidarisch. Je mehr desto besser.
    Wir retten Berlin, aber wer rettet uns!!!

  18. 5.

    Das sind die Folgen der unverantwortlichen Sparmaßnahmen der letzten 10 - 15 Jahre.
    Wer hat da regiert?
    Schwächung des Gemeinwesens und der Sicherheit wurden und werden billigend in Kauf genommen.
    Auch weil es politisch erlaubt wurde und wird dem Gemeinwesen Steuern in Milliardenhöhe zu entziehen.
    Es muss endlich eingesehen werden: Immer mehr Ökonomisierung im Gemeinwesen kann tödlich enden!

  19. 4.

    Alles richtig so weiter so

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg spricht am 26.11.2022 beim Landesparteitag der SPD in Cottbus (Quelle: dpa/Annette Riedl)
dpa/Annette Riedl

Brandenburger SPD in Cottbus - Parteitag ohne große Reibungspunkte

Auf dem Brandenburger SPD-Parteitag standen am Samstag keine Wahlen auf der Tagesordnung. Mit inhaltlichen Debatten wollten sich die Genossinnen und Genossen in Cottbus auf schwierige Zeiten vorbereiten. Viele Kontroversen gab es dabei nicht. Von Thomas Bittner

Eine Fahne der SPD ist an einem Zaun in Cottbus angebracht. (Quelle: dpa/Andreas Franke)
dpa/Andreas Franke

SPD-Landesparteitag in Cottbus - Im Zeichen der Krisen

Die SPD trifft sich am Samstag zu ihrem Landesparteitag in Cottbus. Nach den vielen Krisen der jüngsten Zeit geht es der Partei vor allem um eine Botschaft: Die Genossen können Antworten liefern. Symbolischen Charakter hat der Tagungsort. Von Markus Woller