Stephan Kuperion, Jugendrichter am Amtsgericht Tiergarten. (Quelle: rbb/Morling)
Audio: Inforadio | 23.03.2018 | Bild: rbb/Morling

Berliner Justiz am Limit | Der Jugendrichter - Wie das "Neuköllner Modell" mit den ganz jungen Tätern ringt

Schwarzfahrer, Nazi-Sprüche, Sozialbetrüger: Seit 2008 soll das "Neuköllner Modell" jugendliche Straftäter in Berlin schneller vor Gericht bringen. Doch greift das Modell noch?  Jugendrichter Stephan Kuperion über Schuld, Scham und Selbstbewustsein. Von Ulf Morling  

In elf Prozessen wird Stephan Kuperion heute richten. Zwei Tage die Woche ist er im Saal D 705 im Kriminalgericht Moabit und muss entscheiden, was mit den jungen Angeklagten zwischen 14 und 21 geschehen soll. Die drei restlichen Tage sitzt er über Akten im Amtsgericht Tiergarten, besucht Schulen und koordiniert die Verfahren des Neuköllner Modells mit 30 Kollegen, die auch Jugendrichter sind. Die elf Täterinnen und Täter heute haben allesamt keine Straftaten begangen, von denen man im Radio hört oder im Netz liest.

Die 19-Jährige, ihre zwei Kinder und das Jobcenter

Der Prozesstag beginnt mit einer 19-Jährigen, die mit 16 das erste von zwei Kindern bekam. Sie kassierte 4.400 Euro vom Jobcenter, obwohl ihr Freund 1.600 Euro beim Wachschutz verdient. Die 19-Jährige versucht sich herauszureden: Sie habe nicht gewusst, dass sie das Einkommen ihres Partners beim Jobcenter hätte angeben müssen.

Der Sozialbetrug ist fast zwei Jahre her. Viel zu lange, sagt Jugendrichter Kuperion: "Wie soll man denn noch reagieren, wenn Taten schon so lange her sind? Wenn ein Jugendlicher eine Körperverletzung in der Schule begeht, einen Lehrer beleidigt oder auch seinen Eltern Geld klaut: Wie soll man Monate oder gar ein Jahr nach der Tat noch reagieren, wenn die Strafe eine erzieherische Wirkung haben soll?"

Täter darf noch nicht 18 sein

Das Neuköllner Modell war 2007 von der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig entwickelt worden, um den langen Zeitraum zwischen Tat und Gerichtsurteil zu verringern. Damit das "besonders beschleunigte vereinfachte Jugendverfahren" angewendet werden kann, darf der Täter noch nicht 18 Jahre alt sein und eine Jugendstrafe darf nicht zu erwarten sein. Allerdings kann trotz des Schnellverfahrens Jugendarrest bis zu vier Wochen verhängt werden. Bei den wenigsten der elf heute verhandelten Fälle folgt die erzieherische Strafe auf dem Fuß.

Jugendrichter Stephan Kuperion behauptet trotzdem unbeirrt, das Neuköllner Modell lebe noch - entgegen aller Unkenrufe. "Wir haben etwa 300 Verfahren im Jahr in Berlin. Natürlich ist das wenig. Aber der wichtigste Punkt ist, dass die Polizei mit der Staatsanwaltschaft über das Verfahren in Kontakt kommt. Das war bis zum Jahr 2008 in Berlin völlig unüblich."

Vier bis sechs Wochen zwischen Tat und Verhandlung

Kirsten Heisig hatte das Neuköllner Modell ins Leben gerufen. Sie wollte durch ein schnelles Urteil eine kriminelle Karriere verhindern – vor allem bei Straftaten in Schulen, von Schulschwänzern, Taten in Familien und bei Tätern, die gerade die Schwelle zur Strafmündigkeit mit 14 überschritten haben, oder aus bereits auffälligen Familienstrukturen stammen. Polizei, Jugendstaatsanwälte, Jugendgerichtshilfe und Jugendrichter sollten auf dem kurzen Dienstweg zusammenarbeiten, telefonieren, die Akten schneller weiterleiten. Das war vor 2008 undenkbar. Vier bis sechs Wochen vergehen derzeit beim Neuköllner Modell zwischen Tat und Verhandlung, sagt Kuperion.

Die letzte Erhebung aus dem Jahr 2014 spricht von früheren 131 Tagen von der Tat bis zur Verhandlung. Jetzt seien es "nur noch 57 Tage", heißt es dort. Neuere belastbare Zahlen gibt es nicht. Aber nur bei drei Prozent aller jugendlichen Tatverdächtigen wird heute das Neuköllner Modell angewendet, schätzt Richter Kuperion. Von 400 jährlichen Eingängen könne er acht bis zehn Fälle nach dem Neuköllner Modell verhandeln. "Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Verfahren geben würde. Aber ich bin schon froh, dass wir diese Größenordnung von um die 300 Verfahren pro Jahr halten können."

Zeit für das Gespräch mit dem Angeklagten

Das Verfahren gegen die 19-Jährige wird eingestellt. Um ihre Schulden abzustottern, muss sie sich beraten lassen. Jugendrichter Kuperion kontrolliert das. Wenn die Angeklagte nicht zur Schuldenberatung geht, wird er - eventuell kurzfristig - eine Strafe verhängen.

Der zweite Fall ist ein 21-Jähriger, vorbestraft wegen eines Raubüberfalls. Er riss sich vor fünf Monaten bei einer Polizeikontrolle los und flüchtete. "Ich habe Panik bekommen wegen meiner schlechten Erfahrungen mit der Polizei", versucht der geständige junge Mann seine Flucht zu erklären. Inzwischen drückt er wieder die Schulbank für den mittleren Schulabschluss. Er will Koch werden.

Kuperion und der Angeklagte reden über die Tat, viel länger allerdings über die Lebenssituation des 21-Jährigen. Vielleicht kann er trotz des Vorfalls die Kurve in ein Leben ohne Straftaten bekommen? Kuperion will sich die Zeit nehmen, die er für die Angeklagten braucht, sagt er. "Das ist wie im Krankenhaus. Dort muss der Chirurg auch das Selbstbewusstsein haben, zu entscheiden: Für diese Operation brauche ich eine Stunde, das ist nicht in 20 Minuten erledigt. Genauso ist es bei uns im Gericht."

Neben Diebstahl und Körperverletzung verhandelt Kuperion einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz: Ein Jugendlicher hatte einen verbotenen "Polenböller" gezündet. In fünf der elf  Verhandlungen geht es um das Erschleichen von Leistungen, auch Schwarzfahren genannt: Dreimal sei sie Schwarz gefahren, gesteht eine 19-jährige Auszubildende ohne Umschweife. Sie lernt Altenpflegehelferin, wohnt noch bei ihrer Mutter, von der sie monatlich 100 Euro Taschengeld bekommt. Sie hatte ihren Berlinpass vergessen, als sie kontrolliert wurde, sagt sie.

Der Jugendrichter ermahnt die junge Frau, die wie die meisten der Angeklagten vom Schwarzfahren jetzt Schulden hat bei BVG und S-Bahn. Oft werden die postalischen Mahnungen der Inkassobüros ignoriert. Schon die Behördensprache sei oft eine unüberwindliche Hürde, so der Jugendrichter. Eine Beratungsstelle muss der Angeklagten helfen, damit sie nicht immer tiefer in die Schuldenfalle rutscht, entscheidet Kuperion und stellt das Verfahren ein. 

Die Öffentlichkeit diskutiert, Schwarzfahren nur noch als Ordnungswidrigkeit und nicht mehr vor Gericht als Straftat zu ahnden. Jugendrichter Kuperion ist, wie die meisten seiner 30 Kollegen, dagegen: Wem könnten sonst die Probleme dieser jungen Menschen auffallen, und wer sollte ihnen helfen?

"Natürlich gibt es auch sehr geschickte Lügner"

Seit 1994 ist Stephan Kuperion Richter, seit 1997 arbeitet er beim Amtsgericht Tiergarten. Als Jugendrichter kann er Weisungen erteilen und Jugendstrafen bis zu einem Jahr verhängen. Wenn er mit zwei Schöffen an seiner Seite Verhandlungen führt, darf er Jugendstrafen bis zu zehn Jahren aussprechen. Auch die Unterbringung eines Beschuldigten in der Psychiatrie kann er anordnen. Hat er nie Zweifel an seinen Entscheidungen? Hat er nie Gewissensbisse? "Ich glaube, dass wir in vielen Fällen den Angeklagten gerecht werden. Es ist eher so, dass mehr Taten ungesühnt bleiben, als dass wir Angeklagte womöglich zu Unrecht verurteilen. Natürlich gibt es auch sehr geschickte Lügner. Aber die Lebenserfahrung und auch Schulungen helfen dabei, das zu erkennen."

Der Jugendrichter berichtet von Fällen, wo die Eltern jugendlicher Straftäter fassungslos in seinem Verhandlungssaal standen. Auch Flüchtlinge seien oft über die Straftaten ihrer Kinder erschüttert. Sie seien nach Deutschland gekommen, hätten hier Schutz gefunden und nun werde ihr Kind in diesem Land kriminell, klagten sie. Andere wiederum würden nicht begreifen, warum ihr Sohn überhaupt vor Gericht stünde. In den meisten Fällen aber sei Jugendkriminalität eine "Episode" beim Erwachsenwerden. Kuperion glaubt daran, dass erzieherische Maßnahmen wie Freizeitarbeiten die meisten jungen Leute auf den rechten Weg zurückbringen: "Wenn das nicht so wäre, könnten wir diesen Job nicht machen."

Wenn ein Angeklagter Nazi-Sprüche grölt, weist er oft unter Begleitung der Jugendgerichtshilfe einen Besuch im KZ Oranienburg an. Danach schämten sich die meisten für ihr Verhalten, ist seine Erfahrung.

Mehr Polizisten, mehr Richter, mehr Staatsanwälte

Das Neuköllner Modell jedenfalls würde Jugendrichter Kuperion gern weiter ausbauen. Das hieße zum einen mehr Sicherheit für die Bevölkerung in Berlin. Allerdings bräuchte man zur Umsetzung auch mehr Personal bei Polizei, Jugendstaatsanwaltschaft und Jugendgerichten. Auch weil die Belastung mit vielen großen Verfahren beim Amtsgericht Tiergarten ansteige und "deutlich mehr Personal erforderlich wäre, um die Verfahren in angemessener Zeit zu erledigten", so der Jugendrichter.

"Wenn die Zahl der Verfahren gleichbliebe und die Zahl der Richter, der Staatsanwälte, der Polizeibeamte erhöht würde, wären wir insgesamt natürlich schneller. Dann würden wir möglicherweise das Neuköllner Modell irgendwann gar nicht nicht mehr brauchen, weil die Bearbeitungszeiten der Verfahren insgesamt angemessen wären. Das ist das Einzige, was die Politik da tun kann."

Sendung: Inforadio | 23.03.2018 | 07:25 Uhr  

Beitrag von Ulf Morling

Kommentar

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Antwort auf [Mesa] vom 23.03.2018 um 11:47
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20 Kommentare

  1. 20.

    Bis auf einen ist alles freigeschaltet "Journalismus-Praktikanten" beschäftigen wir keine.

    Wenn Sie sich grundsätzlich wünschen, dass hier über die Angemessenheit der Netiquette jedes Mal Dritte entscheiden bzw. selbst festlegen wollen, welche Regeln für Sie hier gelten, dann müssen Sie das leider auf anderen Seiten tun. Sie werfen uns Propaganda und Zensur vor, diesen Standpunkt haben Sie nun klargemacht.

    Wir konzentrieren uns jetzt wieder auf die inhaltliche Debatte darüber, ob und wie das "Neuköllner Modell" von Kirsten Heisig unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen funktioniert. Freundliche Grüße

  2. 19.

    Was für einen Staat wünschen Sie sich denn? Und inwiefern unterscheidet er sich vom Dritten Reich? Oder ist es die DDR, die sie wollen? Es gibt genau diese drei Wege. Kapitalismus, Faschismus oder Kommunismus. Was ist Ihnen denn am liebsten? Überlegen Sie es sich gut, denn später gibt es kein zurück mehr.

  3. 18.

    Das ist natürlich eine Sichtweise, wie sie beim ÖR gern gehört wird. Um das belegen zu können, müßte ich allerdings meine zensierten Beiträge zur Diskussion stellen können, damit eben auch Dritte über die Recht- oder Unrechtmäßigkeit der Löschung befinden könnten.
    Ihre Rechtfertigung, daß es Länder gibt, die dieses System noch wesentlich weiter treiben, ist an sich schon mehr als fragwürdig und müsste jedem denkenden Menschen,der dieses Prinzip auf andere Bereiche überträgt, den Magen umdrehen (es gibt z.B. Länder gänzlich ohne soziale Absicherung, soll das dann heißen: seid froh, daß ihr überhaupt etwas bekommt?)

  4. 17.

    Korrektur:
    Ich sehe das so: Diejenigen, die sich im jetzigen System gesetzes- und regelkonform verhalten, erleiden durch diejenigen, die durch das jetzige System zu "Verbrechern" werden, hier und jetzt wesentlich mehr Schäden(Raub, Diebstahl, Einbruch, Verletzungen, Versicherungskosten, Kosten für Sicherheitsdienste etc), als die "Schäden" durch die popeligen Abgaben, die durch Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens fällig werden würden.

  5. 16.

    Das Beste, was die Politik machen sollte ist, so weit wie möglich die Motive für Straftaten zu analysieren und entprechende Konzepte zu entwerfen, um strafbeschwertes Verhalten zu verhindern. Vorbeugen ist besser als heilen. Bis zum bedeutenden Absinken der Kriminalitätsraten jedoch, geht an der Lösungsidee des Jugendrichters Kuperion kein Weg vorbei.

  6. 15.

    Das mit der Grenzsetzung ist schon richtig. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Die Probleme beginnen doch schon bei mangelnder Schulbildung. Wenn man den Leuten vorgibt, dass sie sich integrieren sollen, dann muss man zu aller erst erstmal die Vorraussetzungen schaffen, dass das auch menschenmöglich schaffbar ist.

    Krass überfüllte Klassen (in Skandinavien sind teils 15 Kinder das Maximum), kein Mensch spricht deutsch (ausser vielleicht die bald schon Kopftuchtragende Lehrerin) bzw keiner spricht normales Hochdeutsch (nur son abgehacktes Gehabe-Deutsch). Im wesentlichen ist halt die Schule schon der Anfang aller Probleme.

    Man muss halt die Schulen auf die Bedürfnisse der Schüler anpassen. Und wenn das eine Ausrichtung auf Deutschkenntnisse, Alltagsproblemlösung und praktische Tätigkeiten anstatt einer Ausrichtung auf hohe Mathematik und Goethe erfordert, dann soll man das so machen.

  7. 14.

    ... bis auf die, die zensiert werden (die im Dunkeln sieht man nicht). Schöne Rechtfertigung. Die Auslegung der Kommentarrichtlinien sind jedenfalls oft recht willkürlich, daher um so "staatstragender".

  8. 13.

    Bitte benutzen Sie nur Ausdrücke/Beschuldigungen, die Sie auch belegen können. Die öffentlich-rechtlichen als "Propagandasender" zu bezeichnen mag in rechten Facebook-Blasen sicher angesagt sein. In der realen Welt ist es aber eine schlicht absurde Behauptung - Schauen Sie sich bitte mal in Ländern um in denen autokratische Herrscher die Medien kontrollieren (z.B. China, bald Türkei), dann verstehen Sie den Begriff "Propagandasender" vllt. besser.

  9. 11.

    "Rechtfertigung" bedeutet nichts anderes als Regeln und die sind öffentlich einsehbar und gelten für alle Nutzerinnen und Nutzer gleichermaßen. Wenn Sie diese Regeln ablehnen ist das Ihr gutes Recht, aber wenn Sie hier kommentieren haben Sie doch selbst anerkannt, sich an diese Regeln zu halten. Die anderen, die hier jeden Tag rege diskutieren (worüber wir uns sehr freuen), tun es auch.

  10. 10.

    Grundeinkommen bekommen alle, auch Steuerzahler. Ich sehe das so, dass die, die sich jetzt gesetzeskonform verhalten durch nicht jetztigen Verbrecher wesentlich mehr Schaden erleiden (Raub, Diebstahl, Einbruch, Verletzungen etc), als die popeligen Abgaben, die durch das BGE fällig werden. Die Kosten er jetzigen Sozialleistungen, die Versicherungskosten wegen Raub, Diebstahl, Einbruch etc übertreffen bei weitem die Kosten für das BGE.

    Dazu muss man allerdings sagen, dass ich ein Befürworter harter Grenzkontrollen und einer Abschaffung des Asylsystems bin, das nur zur Masseneinwanderung führt. Man soll vor Ort helfen und die Kriegstreiberei der NATO unterbinden. Aber diese Änderungen sind auch ohne das BGE überfällig.

  11. 9.

    Ich habe durchaus meine Erfahrungen mit der "Moderation" und auch den "Kommentarrichtlinien" auch beim RBB. Wenn man zensiert wird (Ihr Absatz zwei) erhält man auch keine Gelegenheit, sich zu rechtfertigen. RBB übrigens benötigt für seine Zensurmaßnahmen keine Rechtfertigung, das geschieht , wie allgemein beim ÖR, recht selbstherrlich.
    Was den höflichen und sachlichen Umgangston angeht, ich würde den auch bevorzugen. Allerdings benötigt man dazu bei der Art der ÖR-Meinungsmache den Langmut eines Mahatma Ghandi.
    Ob das wohl freischaltenswert ist?
    Zum eigentlichen Thema wäre noch anzumerken, daß der verständnisvolle vermutlich Alt68-er Richter im Falle der 19jährigen das Signal sendet: wenn du erwischt wirst, passiert dir nix, wenn du nicht erwischt wirst, hast du einen enormen Vorteil. Zugegebenermaßen könnte man das noch um die Gerechtigkeitsfrage erweitern, nach der Unverheiratete zwar die Nachteile der eheähnl. Gemeinschaft zu tragen haben, nicht aber die Vorzüge geniessen dürfen.

  12. 8.

    Jaja,... alles einstellen, keine Sanktionen, reine rote Linie. Etwas Fernsehverbot. Kein Wunder, dass hier so viele machen, was sie wollen. Lächerlich. Und der Richter merkt nicht mal, dass er von den Jugendlichen veräppelt wird.

    Insbesondere Jugendliche brauchen neine klare GRENZSETZUNG. Wer beim Feuer in der Hand nicht einschreitet, muss sich nicht wundern, wenn es beim nächsten Mal das Messer ist!

  13. 6.

    Hallo Freelancer,
    ich glaube nicht, dass der RBB ein Propagandasender oder Lügensender ist. Es liegt halt im Ermessen des Redakteurs bestimmte Aspekte nicht zu erwähnen, und dies geschieht beim RBB hin und wieder (mal öfter mal weniger).

  14. 5.

    Guten Tag,

    Ihr Beitrag verstößt doch überhaupt nicht gegen unsere Netiquette, es spricht also gar nichts dagegen, ihn freizuschalten.
    Wenn man aber vorsorglich immer "wird bestimmt eh zensiert" reinschreibt, bevor überhaupt irgendwas freigegeben worden ist (oder nicht), kann man damit alles rechtfertigen.

    Halten Sie das für einen sachlichen, höflichen Umgangston?

    Wenn Sie uns als "Propagandasender" empfinden, der Sie "mundtot machen" will, dann steht es Ihnen jederzeit frei, unsere Beiträge auf rbb|24 nicht zu lesen. Freundliche Grüße

  15. 4.

    Die Dummen sind dann wieder die Steuerzahler,die fleißig arbeiten und sich gesetzeskonform verhalten.

  16. 3.

    So lange die Politik keine entsprechenden Vorgaben macht, bleibt die Judikative sowohl im Jugend- wie auch im Erwachsenenstrafrecht eine Lachnummer, die auch noch die Opfer verhöhnt.
    Ein interessanter Bericht (aus Berlin) war vor einiger Zeit im Spiegel http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spiegel-redakteur-sven-boell-ueber-seine-arbeit-als-schoeffe-a-1156529.html zu finden, der ja wahrhaftig nicht für law and order und Fremdenfeindlichkeit steht (Migranten-Jugendliche kamen darin auch nicht so gut weg).
    Leider online nicht komplett verfügbar. Ich fürchte eh, RBB wird auch diesen Kommentar zensieren, trotzdem sollte man sich nicht von Propagandasendern mundtot machen lassen.

  17. 2.

    Ja oder man kann das Grundeinkommen einführen, die BVG kostenlos machen und Marihuana legalisieren. Dann seid ihr 90 % aller eurer "Straftaten" und "Probleme" los. (kein Sozialbetrug, kein Schwarzfahren, keine Drogendelikte wegen Marihuana) Dann braucht auch keiner mehr den Anblick der Securities ertragen bzw keiner muss mehr von denen angeglotzt werden.

  18. 1.

    Es ist jetzt schon fast 20 Jahre her. Mein Sohn mitten in der Pubertät und es bestand die Gefahr, dass er in die Kriminalität abdriftet. Diebstahl, Körperverletzung. Alle Verfahren ohne Auflage eingestellt. Nach einer weiteren Schlägerei rief ich den zuständigen Staatsanwalt an. Auch hier sollte das Verfahren eingestellt werden. "NEIN", ich wollte ein Verfahren und ein Urteil. Erstaunen am anderen Ende des Telefons"... aber es ist doch ihr Sohn?" Ich haben einen Termin bei ihm gemacht und den weiteren Verlauf abgesprochen. Ich wollte, dass es etwas weh tut und er als >überheblicher Jugendliche< wieder Bodenhaftung bekommt.
    Es kam zu einem Verfahren. Noch heute bin ich dem Richter dankbar, dass er den Vorschlägen des Staatsanwaltes gefolgt ist. Mein Sohn bekam eine ordentliche Ansage und sechzig Stunden "Putzdienst" in einer Schule.
    Das hatte Wirkung gezeigt. Ab dato keine Straftaten mehr und Abitur durchgezogen. Heute ist er Master of Science bei einer großen Firma und mir Dankbar.

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