Der Wasserspender am Brunnen des Centro Arti Visive Pescheria in Pesaro, Italien. (Quelle: imago/Segerer)
Bild: imago/Segerer

Müllvermeidung und Wasserversorgung - Senat will 100 öffentliche Trinkbrunnen bauen

Der Berliner Senat plant den Bau von rund 100 neuen Trinkbrunnen im Stadtgebiet. Das berichtet die "Berliner Morgenpost". Eines der Ziele dieser Senatsinitiative ist die Reduzierung des Plastikmülls, der zu einem erheblichen Teil aus Getränkeplastikflaschen besteht.

Ein Junge trinkt aus einem Trinkwasserspender. (Quelle: imgao/Chromorange)
Ein Junge trinkt aus einem Trinkwasserspender. | Bild: imago/Chromorange

"Die Müllberge in unseren Parks werden kleiner", sagte Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel dem Blatt zur Begründung der Pläne. Dem Bericht zufolge geht es dem Senat mit seiner Initiative aber auch darum, den Berlinerinnen und Berlinern einen leichteren und kostenlosen Zugang zu Trinkwasser außerhalb ihrer Haushalte zu gewähren.

Rund 50 öffentliche Trinkbrunnen hat Berlin derzeit. Geplant seien die neuen Wasserspender auf öffentlichen Plätzen, in Verwaltungen, Bürgerämtern und Schulen, so das Blatt.

Zurückzuführen seien die Pläne auf die Initiative "Blue Community". Die weltweite Organisation setzt sich dafür ein, dass Wasser als öffentliches Gut geschützt wird. Die Koalitionsfraktionen von SPD, Linken und Grünen forderteten den Senat auf, sich der "Blue Community" anzuschließen, schreibt das Blatt.

Der "Morgenpost" zufolge will der Senat das Projekt in den kommenden Wochen beschließen. Rund eine Million Euro würden dann für die kommenden beiden Jahre zur Finanzierung des Baus der Brunnen zur Verfügung stehen.  

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    10.000 € pro Trinkbrunnen ist der Durchschnitt bei 100 Trinkbrunnen. Das klingt erst mal teuer! Zumal wir von Aquadona Trinkbrunnen ab 400,- € anbieten und das teuerste Edelstück in viktorianischem-Zeitalter-Design aus Gusseisen, mit Bronzewasserschale, Kupferverzierung sowie Edelstahltrinkarmatur mit 10 Jahren Garantie "nur" 8.899,- € kostet...
    Die Kosten für Trinkbrunnenprojekte entstehen hauptsächlich durch die Installation und dessen Planung, die durch externe Dienstleister übernommen wird. Sprich Architekten und Einplaner, die sich mit dem Bauamt abstimmen. Das ist ein zeitaufwändiger Prozess, der dann schnell ins Geld geht.
    I.d.R. ist ein einfacher, wandbefestigter Trinkbrunnen inklusive Installation und obligatorischer Wasserbeprobung in einer KITA für 2.000,- der Standard. Ein freistehender Trinkbrunnen auf einem Schulhof kostet erheblich mehr. Man kann da mit ca. 1.000,- € pro Meter für die Grabungsarbeiten rechnen.
    Darum fördern wir Bildungseinrichtungen direkt.

  2. 5.

    ....wie viele Berliner Schulen haben nochmal dringenden Sanierungsbedarf? "Blue Community".... bitte unbedingt auch für intakte Klospülungen in den Schulen einsetzen!!!

  3. 4.

    Können die Berliner Wasserbetriebe mal die Funktionsweise der Brunnen öffentlich darstellen? Wie sieht es mit der Hygiene aus, wohin läuft das nicht vertrunkene Wasser, und wie ist die Sicherheit gegen Missnutzung gestaltet? Danke und Prost!

  4. 3.

    1 Mio € für 100 Trinkbrunnen -> 10000 € je Stück. Ist das nicht ein treurer Spaß?

  5. 2.

    Ja, an sich ein super Vorhaben. Leider fehlt beides in den meisten U-Bahnhöfen. Dafür werden auf vielen U-Bahnhöfen Schnaps und Tabakwaren verkauft, was zu entsprechenden Verstößen gegen die Hausordnung beiträgt. Toiletten und Wasserspender im ÖPNV - z.B. auf Umsteigebahnhöfen an Knotenpunkten - machen diesen sehr viel attraktiver. Ich frage mich, ob der jetzige Senat daran ernsthaft interessiert ist - oder ob die Mieteinnahmen von den Kiosken wichtiger sind als die Grundbedürfnisse der Fahrgäste.

  6. 1.

    Na hoffentlich denken unsere Volksvertreter auch an Bedürfnisanstalten.

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