Grafik zur Sonntagsumfrage in Cottbus. (Quelle: rbb/infratest dimap)
Video: Brandenburg Aktuell | 01.03.2018 | Michael Schon | Bild: rbb/infratest dimap

rbb exklusiv - AfD mit fast 30 Prozent stärkste Partei in Cottbus

Wenn am kommenden Sonntag in Cottbus gewählt werden würde, würde die AfD im Landtag 29 Prozent erhalten. Das hat eine exklusive Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb ergeben. Damit hätte die Partei ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl fast verdreifacht.

Wenn am kommenden Sonntag in Brandenburg Landtagswahl wäre, würde die AfD in Cottbus stärkste Partei. Aus einer Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb geht hervor, dass die AfD auf 29 Prozent käme. Das wäre fast eine Verdreifachung ihres Stimmenanteils im Vergleich zur Landtagswahl im September 2014. Damals hatte die AfD in Cottbus 10,7 Prozent erzielt.

Großer Verlierer: SPD verliert Hälfte der Stimmen

Bei der Sonntagsfrage kam die CDU in Cottbus mit 24 Prozent (2014: 28,9) auf den zweiten Platz. Stark verlieren würde die SPD von 31,8 Prozent bei der letzten Landtagswahl in der Stadt auf jetzt 15 Prozent. Die Linke kommt auf 17 Prozent (2014: 17,2 Prozent). 6 Prozent würden die FDP (2014: 1,1 Prozent) wählen, 5 Prozent die Grünen (4,5 Prozent), 4 Prozent (5,8 Prozent) andere Parteien.

In den vergangenen Monaten kam es in der Lausitz-Stadt immer wieder zu Gewalt zwischen Flüchtlingen und Einwohnern. Doch befragt nach ihrem Sicherheitsgefühl, antworteten insgesamt 64 Prozent, dass sie sich sehr sicher (19 Prozent) oder eher sicher (45Prozent) fühlen. 33 Prozent gaben an, dass sie sich eher unsicher (23 Prozent) oder sehr unsicher (10 Prozent) fühlen. Trotzdem leben 95 Prozent der Befragten gerne in Cottbus.

Gefragt wurde außerdem nach der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Insgesamt 72 Prozent äußerten sich weniger oder gar nicht zufrieden. 24 Prozent bezeichneten sich als zufrieden, 1 Prozent als sehr zufrieden. 66 Prozent der Befragten vertraten die Ansicht, Cottbus sei mit der Integration von Flüchtlingen überfordert. 22 Prozent halten die Stadt für nicht überfordert. 12 Prozent legten sich nicht fest. 65 Prozent finden, Cottbus werde nicht ausreichend von der Landespolitik unterstützt.

Befragt wurden rund 1.000 Wahlberechtigte in Cottbus in der Zeit vom 21. bis 28. Februar 2018.

In Cottbus ist es mehrfach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen gekommen. Vor diesem Hintergrund lädt der rbb am Donnerstagabend zu einer Diskussionsrunde im Alten Stadthaus.

Umfrageergebnisse im Überblick

Kommentar

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98 Kommentare

  1. 98.

    Was ist daran gut und richtig? Wenn Ihnen Deutschland wirklich am Herzen läge, würden Sie sich nicht darüber freuen, dass eine Partei mit 0 Lösungen so viele Stimmen bekommt. Mir ist egal wie rechts Sie sind. Aber die AfD für kompetent zu halten und sich über hohe Prozentwerte zu freuen ... Sie müssen Deutschland wirklich hassen.

  2. 97.

    Schade, das dies lediglich der Trend für Cottbus ist und nicht bundesweit.

  3. 95.

    Das ist ein gutes Ergebnis und zeigt von den %-en auch die ganz reale Stimmungslage !
    Dieses Ergebnis ist landesweit als Durchschnitt anzusehen, wobei in den roten Hochburgen, wie Potsdam und Frankfurt sicher die SPD vielleicht noch vorn liegt. Dafür werden die Werte in den abgehängten Randzonen bei 50% und mehr liegen !
    Es reicht aber für eine sehr gute Koalition von AfD / CDU / eventuell noch FDP !!!
    Damit hätte rot-rot endgültig ein Ende !
    Es ist immer erschreckend was die Sozis so alles
    besser machen wollen (vor der Wahl) und dann doch schnell vergessen. Wer ununterbrochen seit 1990 regiert und nicht weiter ist, muss endlich weichen ! Allein das MilliardenGrab BER
    und andere teure Fehlinvestitionen, Lehrermangel, fehlende Polizeistellen, fehlende Wirtschaftsansiedlungen im ländlichen Raum, die verfehlte Wasser-Abwasser-Politik sind doch Beweis genug für Unfähigkeit !
    Das muss mal durch frische Kräfte in Angriff genommen werden und nicht durch Parteisoldaten !

  4. 94.

    "Dafür mußte über Tausend Jahre gekämpft werden."?

    Schöner freud'scher Versprecher oder neudeutsch Mausrutscher.

    Ihnen und ihresgleichen geht es nicht um die Sicherheit von Frauen, erst recht nicht um die Sicherheit ausländischer Frauen. Ihnen und ihresgleichen geht es hier darum ihre plumpe, rassistische Gesinnung herauszuposaunen.

    Und ach ja, nur so am Rande, das tausendjährige Reich hat gerade aml 12 Jahre gehalten.

  5. 93.

    Vorzeichen umdrehen, ein beliebtes Mittel der Rechten, nicht nur hier.

    Wenn sie hier schon plumpe Wahlwerbung für die AfD machen, versuchen sie doch wenigstens halbwegs logisch zu argumentieren auch wenn es schwer fällt.

    Danke!

  6. 92.

    ... ich lese herraus das sie die bessere sind - und die anderen die schlechten? Ganz schön anmaßend, sie muß ich auch nicht in der Familie haben. Ein ewig weiter so, war noch nie der Stein der Weisen. Mir geht die Sicherheit der Frauen über alles, alles andere ist zweitrangig. Dafür mußte über Tausend Jahre gekämpft werden. Sowas gibt man nicht auf.

    freundliche Grüße

  7. 91.

    Vielleicht sollte man den restlichen 70% in Cottbus mal ne AfD-Regierung geben. Entschuldigung - als könne man nicht wissen, was man bekommt. Die gibt es doch überall, wo andere versuchen was konstruktiv auf die Reihe zu bekommen. Im Verein, auf der Arbeitsstelle, in der Nachbarschaft. Schlecht gelaunte Leute, die vor allem immer eins wissen: Wer gerade was nicht verdient. Und was sie alles nicht bekommen - obwohl sie das doch soooooo verdient haben. Leute die sich selbst, ihre Doppelmoral, ihrer Verbitterung, ihren Neid, ihre Denkfaulheit, ihre Intrigen und Durchstechereien für "das Volk" "Die Heimat" "Die Kultur" halten. Was soll aus sowas kommen. Geht es darum Schulen zu bauen. Für Kinder. Die immer unsere Kinder sind. Woher sie auch kommen mögen. Oder im Stadtrat mit dem Investor aus Woherauchimmererkommtistan das Gewerbegebiet zu entwickeln. Wer kennt die nicht, hat jeder in der Familie. Die wählt man doch nicht zum Familienvorstand. Die meinen mit Familie immer sich selbst.

  8. 88.

    ... Wer die dummen Kälber sind, ist endlich mal eine schöne Selbstkritik von Ihnen!
    Sie haben es ja doch noch was verstanden.

    Links reden, rechts handeln das soziale Dilemma von heutigen Linken - also Rechten.

  9. 86.

    Nein, so simpel ist es nat. nicht. 29% die sich u.a. von diffusen Ängsten leiten lassen und natürlich die jahrzehntelange Indoktination von extremen Rechten in der Region. Südbrandenburg war seit der Wende ein "Hotspot" der Rechten, Rechtsradikalen und Neonazis.

    Jahrzehntelang hat man nicht nur weggeschaut sondern diese Brut gewähren lassen. Das färbt ab, bzw. wird es ja einen Grund haben warum sich in dieser Gegend Rechtsextremisten so wohl fühlen.

  10. 85.

    Na so ein Quatsch!

    Na dann wählen sie mal die AfD wenn sie die "Reichen" noch reicher und die "Armen" noch ärmer machen wollen. Haben sie jemals mal in das Parteiprogramm dieser so extrem rechtspopulistischen wie auch extrem neoliberalen "Partei" geguckt?

    "Nur die dümmsten Kälber...".

  11. 84.

    Finde ich in diesem Statement die linke Argumentationsüberlegenheit gegenüber den "dumpfbackigen" Rechten, von der hier oftmals die Rede ist?

    Dagegen war der kritisierte Beitrag geradezu ein Musterbeispiel an Differenzierungsfähigkeit. Dort wird doch immerhin eingeräumt, dass von der AfD sozialpolitisch eher keine Verbesserung zu erwarten ist, andere Aspekte aber bei der Wahlentscheidung überwiegen. Auch in dem Hinweis, dass die historische Allianz von "Links" mit den (einheimischen) Armen aufgehoben wurde (heutige Zielgruppen der Linken: linksliberales Öffentlicher-Dienst-Bürgertum und sozialromantisch idealisiertes Weltprekariat = Flüchtlinge), kann ich nichts Falsches entdecken.

    Von daher (vgl. Wählerwanderungsanalysen) steht auch der andere lächerlich gemachte Beitrag für die repräsentative Tendenz, dass im Osten in nennenswerter Zahl Wähler von der Linken zur AfD wechseln. Die meisten wohl nicht wegen Merkel, sondern weil Frau Kipping noch mehr Zuwanderung fördern würde.

  12. 83.

    29% können noch gar nichts verändern oder die Sicherheit wieder herstellen, solange 71% es nicht möcten.

    Ich verstehe die Aufregung nicht.

  13. 82.

    Wenns nicht die AFD wäre, dann eine andere Partei. Ist aber schon schade, wenn Linke schreiben, Sie wären genötigt, die AfD zu wählen. Was seid ihr denn für Linke ?? Gibt auch andere Alternativen oder nicht ?

  14. 80.

    Leider leben wir in einer Gesellschaft, der die Kraft abhandengekommen ist, der Wirklichkeit in Auge zu schauen.

  15. 79.

    Top Wissen was sie da haben (Erde ist eine Scheibe, und die Sonne geht im Westen auf), was sie mit genau noch bestätigen. Klasse, weiter so ...
    Lesen bildet (Schau-Weltbühne 1905-1933.

    freundliche Grüße


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