Blankenburger Süden (Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen/Dirk Laubner)
Audio: radioBerlin 88,8 | 20.04.2018 | Thorsten Gabriel | Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen/Dirk Laubner

Umstrittenes Bauprojekt in Berlin-Pankow - Anwohner dürfen länger über Blankenburger Süden beraten

Anwohner in Pankow haben bei ihrem Widerstand gegen das Bauprojekt Blankenburger Süden einen Erfolg erzielt: Der Senat hat bestätigt, dass die Bürgerbeteiligung verlängert wird. Die für Sommer geplante Entscheidung ist vom Tisch.
 

Der Protest vieler Anwohner gegen eines der größten Bauvorhaben in Berlin zeigt Wirkung: Beim Wohnungsbauprojekt Blankenburger Süden in Berlin-Pankow sollen die Anwohner mehr Zeit für Diskussionen bekommen. Eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat eine entsprechende rbb-Recherche bestätigt.

In dieser Woche wurde bereits die Anwohnerinitiative bei einer Forums-Veranstaltung darüber informiert, dass der Bürgerbeteiligungsprozess verlängert wird.

Entscheidung über Projekt soll im Laufe des Jahres fallen

Eigentlich sollte der Senat nach bisheriger Planung noch im Sommer beschließen, in welcher Form das neue Stadtquartier entstehen soll. Nun soll es im Laufe des Jahres noch weitere sogenannte Bürgerwerkstätten geben. Die nächste Veranstaltung findet am 5. Mai statt.

Mit der Verlängerung geht der Senat auf die Anwohner zu, die seit Anfang März irritiert bis verärgert sind und Widerstand gegen die veränderte Planung bei dem Wohnungsbauprojekt formiert haben. Der Senat hatte überraschend verkündet, dass statt der bis dahin genannten etwa 6.000 rund 10.000 Wohnungen geplant seien.

Bürger können über drei Varianten beraten

Die Bürger können nach Angaben der zuständigen Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) über drei Entwicklungsalternativen beraten. In allen drei Varianten sind allerdings weiterhin 10.000 Wohnungen geplant. Eine Variante von nur 6.000 Wohnungen steht nicht zur Debatte. Lompscher hatte Ende März betont, die Bürgerbeteiligung sei gerade erst gestartet, der Senat werde den Ergebnissen nicht vorgreifen.  

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Mehr Wohnungen werden die Mieten der bestehenden Wohnungen in der Stadt nicht senken. Dazu muss man einen grossen Teil der Wohnungen kommunalisieren. Die privaten Eigentümer und das Großkapital haben die Mieten in Berlin exorbitant erhöht. Und so wird es auch weiter gehen. Neue Wohnungen werden, sofern sie in privater Hand sind, nur über kurz oder lang genau so teuer werden die anderen. Daher führt (Re)kommunalisierung kein Weg vorbei.

    Wer soll das bezahlen? Die Mieter zahlen sich jedenfalls hier und jetzt dumm und dämlich für allenfalls durchschnittliche Wohnungen. Dieser Zustand könnte zu einer Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, insbesondere von Rentnern, der (unteren) Mittelschicht und deren Kindern beitragen.

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