Claudia Langeheine bei einer Pressekonferenz (Quelle: imago/Ditsch)
Audio: Inforadio | 30.04.2018 | Ute Schuhmacher | Bild: imago stock&people/Ditsch

Nach weniger als zwei Jahren - Chefin des Berliner Flüchtlingsamts geht

Im August 2016 wurde das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten in Berlin gegründet, Präsidentin wurde Claudia Langeheine. Jetzt muss sich die Behörde eine neue Führung suchen: Langeheine geht wegen Differenzen mit Sozialsenatorin Breitenbach.  

Die Präsidentin des Berliner Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), Claudia Langeheine, verlässt die Behörde. In gegenseitigem Einvernehmen hätten Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) und Langeheine entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden, teilte die Senatsverwaltung am Montag mit.

Grund seien unterschiedliche Vorstellungen über die Weiterentwicklung der Behörde. Zu Details äußerte sich die Verwaltung nicht. Kommissarisch soll zunächst Integrationsstaatssekretär Daniel Tietze das LAF leiten.

LAF löste das Lageso ab

Das LAF hatte seine Arbeit am 1. August 2016 aufgenommen und das wegen Überforderung heftig kritisierte Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) abgelöst. Das LAF kümmert sich um alle Fragen der Registrierung, Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen.

Breitenbach bedankte sich "ausdrücklich" bei Langeheine, die mit außerordentlich hohem Engagement Verantwortung im Flüchtlingsmanagement in einer besonders schwierigen Zeit übernommen und Berlins jüngste Behörde mit geplant und aufgebaut habe. Unter ihrer Leitung seien die meisten Notunterkünfte in Berlin geschlossen worden.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

3 Kommentare

  1. 3.

    Mit der Namensänderung von "LAGESO" zu "LAV" sind die alten Probleme auch die neuen. Schon Anfang 2017 beklagten nach einem Bericht des TAGESSPIEGEL die LAV Mitarbeiter Chaos in ihrer Behörde.
    Grund: Die RRG Regierung in Berlin schwindelt sich was in die Tasche, was die wirklichen Kosten dieser Art der Migration angeht.

    Die Haushaltsansätze für personelle und materielle Resourcen werden faktisch nicht realisiert, sie werden "gestreckt" und im Ergebnis ist viel zu wenig Personal vorhanden, um die Massse der "Antragsteller" abzuarbeiten. Gleichzeitig läßt die RRG Regierung nicht asylberechtigte Personen weiter im System zirkulieren, statt sie zügig abzuschieben.
    Bei den immer noch zahlreichen Antragstellern vom Westbalkan, die zu fast 100 Prozent abgelehnt werden, wären schnelle Ablehnung und baldige Ausreise eine Entlastung.
    Insbesondere der Landesvorstand der Linken von Genossin Brreitenbach hält Abschiebungen sogar von islamistischen Gefährdern für "problematisch".

  2. 2.

    Liebe Marion,

    leider hat sich die Senatsverwaltung zu Details nicht geäußert. Wie im Text steht: Langeheine und Breitenbach hätten unterschiedliche Vorstellungen über die Weiterentwicklung der Behörde gehabt.

    LG
    rbb24

  3. 1.

    Darf der Leser vielleicht auch genauer wissen, um welche Differenze es ging?

Das könnte Sie auch interessieren