Kollage - zwischen den Landratskandidaten Daniel Kurth (links, SPD) und Othmar Nickel (rechts, CDU) wird im Kreis Barnim eine Stichwahl entscheiden. (Bild: CDU Brandenburg/SPD Brandenburg)
Video: Brandenburg aktuell | 17.04.2018 | Bettina Malter | Bild: CDU Brandenburg/

Landratswahl | Barnim - Kurth (SPD) liegt vorn, aber zur Direktwahl hat es nicht gereicht

Der Barnim hat gewählt: Nach dem vorläufigen Ergebnis hat sich Daniel Kurth mit 35 Prozent der Stimmen zwar einen guten Vorsprung vor Othmar Nickel (CDU) gesichert. Die beiden werden sich wohl bei der Stichwahl am 6. Mai wiedertreffen.

Mit 35,1 Prozent aller Stimmen liegt Daniel Kurth (SPD) nach dem vorläufigen Ergebnis bei den Landratswahlen vorne. Doch für einen Sieg hat es für Kurth, der seinen ausscheidenden Partreifreund Bodo Ihrke beerben möchte, lange nicht gereicht. 

Bodo Ihrke (SPD), seit 1993 Landrat des Landkreises Barnim und zuvor schon in gleicher Position im Kreis Eberswalde, trat nicht mehr an.

Am 6. Mai geht Kurth in die Stichwahl gegen Othmar Nickel (CDU), der sich mit 25,3 Prozent, einen zweiten Platz sicherte. Beide gingen als Favoriten in die Wahl.

Sven Weller (BVB/Freie Wähler) kommt auf 18,1 Prozent der Stimmen. 

Nah beieinander liegen Dr. Michael Luthardt (Bündnis 90/Die Grünen) mit 11,6 Prozent sowie Mark Matthies (Bürgerfraktion Barnim/Freie Wählergemeinschaften (FWG) mit 9,9 Prozent.

41.187 gültige Stimmen von 41.797 abgegebenen vermeldet der Landkreis. Bei insgesamt 155.672 Wahlberechtigten liegt die Wahlbeteiligung damit bei 26,8 Prozent.  

Was sind die Herausforderungen für den nächsten Landrat?

Der Landkreis Barnim platzt aus allen Nähten: Durch den Zuzug und Wohnungsdruck in Berlin konnten in den vergangenen Jahren Kommunen wie Bernau und Ahrensfelde ihre Bevölkerungszahlen deutlich steigern. Vor allem im berlinnahen Niederbarnim gehören Wohnungsbau und die Schaffung von Bauland für Ein- und Mehrfamilienhäusern zu den großen Herausforderungen der nächsten Jahre.

Doch das Wachstum ist auch mit Schwierigkeiten verbunden: die Lenkung der wachsenden Verkehrs- und Pendlerströme, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und die Schaffung von Kitaplätzen. Im ländlicheren Oberbarnim beschäftigt die Einwohner vor allem die Sicherung der Daseinsvorsorge. Schließungen von Sparkassenfilialen, Ärztemangel und fehlende Busverbindungen in den Randzeiten sorgen immer wieder für Frust. Schwerpunkt der Amtszeit des neuen Landrates dürfte damit das Zusammenwachsen des Berliner Umlandes mit dem berlinferneren Oberbarnim sein.
 

das waren die kandidaten

Sendung: Brandenburg aktuell, 22.04.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren