Video: Brandenburg aktuell | 18.04.2018 | Sascha Erler

Landratswahl | Elbe-Elster - CDU-Kandidat Heinrich-Jaschinski setzt sich klar durch

Im Landkreis Elbe-Elster wurde Christian Heinrich-Jaschinski als Landrat wiedergewählt. Er konnte sich mit deutlichem Vorsprung gegen seine Konkurrenten durchsetzen. Eine Herausforderung seiner kommenden Amtszeit wird der Ausbau der Infrastruktur.

Im Landkreis Elbe-Elster wurde der CDU-Kandidat Christian Heinrich-Jaschinski als Landrat wiedergewählt. Laut vorläufigem Endergebnis [externer Link] erhielt er 52,1 Prozent der Stimmen (18.175). Die Wahlbeteiligung lag bei 39,4 Prozent (34.865 gültige Stimmen). Weil damit auch das nötige Quorum erreicht wurde - wonach mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen müssen, damit ein Wahlsieger gekührt werden kann -, ist keine Stichwahl notwendig.

Auf Platz zwei landete Iris Schülzke (parteilos) mit 29,4 Prozent der Stimmen. Sie war bereits bei der Landratswahl von 2010 angetreten. Damals hatte sie Heinrich-Jaschinski in der Stichwahl schlagen können, allerdings wurde das Quorum verfehlt.  

Auf den dritten Platz kam Peter Drenske von der AfD mit 18,4 Prozent. Drenske hatte als AfD-Direktkandidat bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr 24,7 Prozent der Stimmen geholt. 

Welchen Herausforderungen muss sich der neue Landrat stellen?

Elbe-Elster im Dreiländereck Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. Die Betriebe sind stabil und sichern - wie das Milchwerk Elsterwerda und die einzige Zuckerfabrik Brandenburgs in Brottewitz - auch in der Verarbeitung Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Daneben gibt es einige industrielle Zentren: in Finsterwalde etwa für Metallverarbeitung und Automobilzulieferer, in Uebigau für Schaltanlagen und in der traditionellen Eisenbahnerstadt Falkenberg ein Logistikzentrum für den Autoumschlag. Doch die Schaffung weiterer Industriearbeitsplätze ist eine große Herausforderung in Elbe-Elster.

Drängende Themen: Ohne Infrastruktur keine Investoren

Um Investoren nach Elbe-Elster zu holen, muss jedoch dringend die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden. Für den Landkreis ohne Autobahnanbindung ist der dreispurige Ausbau von Bundesstraßen wie der B87 eigentlich unabdinglich, doch die Verantwortlichen kämpfen seit Jahren vergeblich darum. In den Ausbau des Elbe-Hafens in Mühlberg hingegen wurden Millionen gesteckt, doch der dümpelt dahin: Der Windanlagenbauer Vestas ist als potenzieller Nutzer abgesprungen.

Ein weiteres Problem ist der Hochwasserschutz an Elbe und Schwarzer Elster: Hier geht es aus Sicht der Kommunen nicht voran, im Falle eines erneuten Hochwassers könnte es gefährlich werden. Wie in sovielen brandenburgischen Landkreisen fehlt es auch hier an medizinischem Personal: Durch Stipendien konnte der Landkreis bereits junge Ärzte anlocken. Dieser erfolgreiche Weg wird von den Bürgern honoriert.

das waren die kandidaten

Sendung: Brandenburg aktuell, 22.04.2018, 19:30 Uhr

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