Das Gebäude des Flughafens Berlin-Tegel. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Vier Wochen nach Start der Initiative - Mehr als 7.000 Brandenburger für Tegel-Weiterbetrieb

Die Brandenburger Volksinitiative für einen Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel hat knapp vier Wochen nach ihrem Start mehr als 7.000 Unterschriften zusammen. Das teilte der Landtagsabgeordnete Peter Vidá (BVB/Freie Wähler) mit. 

Der Verein "Brandenburg braucht Tegel" will nach eigenen Angaben erreichen, dass die Brandenburger Landesregierung den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens sichert. Damit sich der Landtag mit dem Thema befasst, sind mindestens 20.000 gültige Unterschriften notwendig. Bis zu den Sommerferien will die Initiative die Unterschriften zusammen haben.

Landesregierung lehnt Erhalt von Tegel ab

Sollte der Landtag das Anliegen ablehnen, könnte es zu einem Volksbegehren kommen. Dann müsste die Initiative noch einmal 80.000 Unterschriften sammeln - das darf in Brandenburg aber nicht auf der Straße, sondern nur in Ämtern geschehen. Ein möglicher dritter Schritt wäre dann ein Volksentscheid. 

Der Verein "Brandenburg braucht Tegel" wird bei seinem Vorhaben unter anderem von der FDP und den Freien Wählern unterstützt. Die Brandenburger Landesregierung lehnt die Offenhaltung von Tegel ebenso wie der Berliner Senat ab. In Berlin hatte bei einem von der FDP initiiertem Volksentscheid gut 56 Prozent der Wähler für die Offenhaltung von Tegel gestimmt. 

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.04.2018, 06.30 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Wenn man das Single-Airport-Konzept ändern will, müssten sich alle Parteien- Brandenburg, Berlin und der Bund- darin einig sein, dass das notwendig ist.
    Danach würden alle infrage kommenden potentiellen Flughafenstandorte, die als Ergänzung zum BER in Betracht kommen könnten, gegenübergestellt und verglichen werden, was u.a. die Umweltbelastung anbetrifft (Fluglärmbetroffene, Sicherheit etc. )
    Dann würden garantiert eher einer der Flugplätze außerhalb Berlins (Eberswalde/Finow, Neuhardenberg...) berücksichtigt werden, da dort weniger Anwohner vom entstehenden Fluglärm betroffen wären.

  2. 4.

    Und 300.000 Betroffene (!) die seit Jahren darauf warten dass Tegel geschlossen wird sind ihnen egal?

    Sollte die Politik hier wieder einmal umfallen ist die Beschädigung der Demokratie enorm. Die Bürger müssen sich auf Entscheidungen, die so umfangreich in das Leben der Betroffenen eingreifen, verlassen können.

    Nur weil ein paar NIMBYs oder Nostalgiker, die nicht einmal in der Einflugschneise wohnen, von einer 5% Partei dazu animiert werden einen teueren, wie auch sinnlosen "Volksentscheid" durchzuführen.

    Demnächst werde ich einen "Volksentscheid" initiieren dass ganz Berlin, nein ganz Deutschland darüber entscheiden darf in Bernau ein Atommüllendlager zu errichten.

    Wir müssen halt "neue Situationen berücksichtigen, wenn man nur WILL!"

  3. 3.

    Naturgesetze kann man nicht ändern. Aber jedes von Menschen gemachte Gesetz, jedes Urteil etc. kann auch von Menschen einer neuen Lage angepasst und ggfls. geändert werden. Auch Gutachten können neue Situationen berücksichtigen, wenn man nur WILL!
    Also , was soll das ganze "Verstecken" hinter sog. "Gutachten". Es fehlt der Wille unserer Politiker und -innen.
    Und das Thema "Kosten" anzusprechen ist nach all den "Baukosten-Kartastrophen" (Oper, BER, etc.) einfach billig.

  4. 1.

    Wo ist der Sinn dieser "Initiative"?
    Ich als Berliner würde meine Zustimmung auch sofort abgeben, wenn es um einen Flughafen in Potsdam geht, oder um ein Flüchtlingsheim in Bernau, oder um Tempo 30 in Fürstenwalde, eine Müllverbrennungsanlage in Ludwigsfelde, oder heißen Kaffee in Königs-Wusterhausen...

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