Illustration: Geschützter Radstreifen (Quelle: SenUVK/Bloomimages)
Audio: Inforadio | 25.05.2018 | Jan Menzel | Bild: SenUVK/Bloomimages

Pilotprojekt in Kreuzberg - Radstreifen an der Hasenheide soll ab Herbst gebaut werden

Breite, sichere Radspuren an jeder Hauptstraße in Berlin - das ist eines der größten Vorhaben, das sich SPD, Linke und Grüne für ihre gemeinsame Regierung vorgenommen haben. Der erste Radstreifen der neuen Generation soll nun zwischen Südstern und Hermannplatz an der Hasenheide entstehen. Gerade dort ist es für Radfahrerinnen und Radfahrer besonders gefährlich. 

Schutzstreifen als Zukunft des Radverkehrs

Der schmale holprige Radweg hört an der Ampel plötzlich auf. Wer mit seinem Fahrrad weiter in Richtung Hermannplatz will, muss sich zwischen Rechtsabbiegern und vorbeirauschenden Lastwagen irgendwie in den fließenden Verkehr einfädeln. Dirk von Schneidemesser ist hier regelmäßig unterwegs und hat einige Beinahe-Unfälle erlebt. Er ist Mitglied im lokalen Fahrrad-Netzwerk und wartet wie viele darauf, dass hier auf ein paar hundert Metern die Zukunft des Radverkehrs beginnt.

Feuerwehr machte Bedenken geltend

Einen zwei Meter breiten Radstreifen, grün bemalt und durch Plastikpoller von der Fahrbahn abgetrennt, hat der Senat versprochen. Losgehen sollte es unmittelbar nach dem Ende der Frostperiode, versprach Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos). Doch dann kam das Pilotvorhaben ins Stocken - wegen Bedenken der Feuerwehr. Die Poller seien ein Hindernis für die Einsatzkräfte, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein.

Verkehrsverwaltung und Bezirksamt wurden vom  Einspruch der Feuerwehr eiskalt erwischt, der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Bündnis90/Die Grünen) macht keinen Hehl daraus, dass er die Bedenken der Feuerwehr für wenig stichhaltig hält. Dort wo die Radspur hin soll, stünden jetzt parkende Autos. Für die Feuerwehr und ihre Einsatzwagen ergäben sich somit keine Verschlechterungen.

Baubeginn voraussichtlich im September

In diesen Tagen erwartet der Grünen-Politiker nun eine Anordnung durch die Verkehrslenkung Berlin. Nach der öffentlichen Ausschreibung des Auftrags können die Bauarbeiten dann voraussichtlich im September beginnen - vorausgesetzt, es kommt nicht wieder etwas dazwischen.

Verkehrssenatorin Günther hat inzwischen eingeräumt, dass die Kommunikation zum Fahrradweg an der Hasenheide nicht optimal gelaufen ist und die Abstimmung verwaltungsintern verbessert werden könne.

Sendung: Inforadio, 25.05.2018, 6.00 Uhr

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Wow, so nen rückständigen Blödsinn hab ich wirklich schon sehr sehr lange nicht mehr gelesen. Ich hoffe, Sie wollen nur trollen und glaubden den Quatsch nicht wirklich, den Sie hier schreiben.

  2. 9.

    Ich finde Radfahren Steinzeit(nur meine Meinung), sich abstrampeln, zeit verschwenden, ständig duschen müssen, abgase einatmen, kann nichts transportieren können, rumärgern, das Gesetz ständig brechen... also nur Nachteile.
    Im Auto, Startknopf drücken, Klassikradio einschalten und dahin schwimmen, und klimatisiert durch den Sommer gleiten, meiner Frau einen Blumenstrauß mitbringen komplett stressbefreit... und alle sind glücklich.
    Wieso sollte ich Radfahren und deinen auf Stressmaker machen? Für R2G? Nein Danke.

  3. 8.

    Immerhin rettet dich der erste Satz vor einem komplett sinnbefreiten Kommentar. Unbegreiflich,wie man danach so einen Murks ablassen kann.

    @rbb
    Danke. Die Seite kenne ich schon,da stehen ja nur allgemeine Sachen ohne Datumsangabe. Manches scheint schon Jahre alt zu sein. Mir fehlt etwas Konkretes.

  4. 7.

    Kann man nicht Poller anbringen, die sich mit einem Dreikant umlegen lassen? Den sollte die Feuerwehr doch dabei haben, oder?
    Und ja, das wäre eine extreme Erleichterung gegenüber parkenden Autos, die man erst Abtransportieren müsste...

  5. 6.

    Radwege haben doch fast gar keinen Verschleiß es sei denn man baut sie zu nahe an Bäumen. Gründen Sie doch einen Förderverein, sammeln Geld für Ihre Sanierungswünsche. Ich Ich glaub das Maß ist voll. Irgendwann wollen Sie noch einen roten Teppich. Am Ende fahren Sie doch auf der Fahrbahn... kenne diese egoistischen Radler.

  6. 5.

    Lieber isso,

    schauen Sie mal hier nach:

    https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/rad/

    Liebe Grüße,
    die rbb24-Redaktion

  7. 4.

    Die Poller finde nicht so gut. Habe letztens in einer Fahrrad-Doku gesehen,wie Begrenzungen in Amsterdamm aussehen. Das waren einfach bemalte Steine oder flache,breitere Poller. Die erfüllen wohl auch ihren Zweck,sind aber dafür nicht so unansehnlich und die Feuerwehr sollte da auch rüber kommen.

    @rbb
    Gibt es eine Seite vom Senat,wo aktuelle Bauvorhaben in Sachen Fahrradverkehr dokumentiert werden?
    Neue Radwege sind ja gut,aber die Instandsetzung alter Wege ist mindestens genauso wichtig. Ich hab das Gefühl es ist noch gar nichts passiert und das kann ja auch nicht im Interesse des Senats sein..

  8. 3.

    Es handelt sich hierbei weder um einen breiten, noch sicheren Streifen und auch nicht um einen der neuen Generation. Dieses Streifchen erfüllt die Anforderungen des Mobilitätsgesetzes nicht, welches Radstreifen in einer Breite anfordert, in der sich Radfahrer gegenseitig sicher überholen können sollen. Dies ist hier nicht möglich, was jeder mit einem Taschenrechner herausfinden kann, der mit Sicherheitsabständen zu den Seiten, zu Radfahrern und einer Fahrradbreite von bis zu 85cm (Lenker) oder 100cm (Lastenrad, Kinderanhänger)rechnet. Es handelt sich hier deshalb um einen vielleicht von Falschparkern geschützten Bereich, in dem bequem ein einzelnes Fahrrad unterwegs sein kann (=Überholverbot). Das kann man schon so bauen, aber dabei handelt es sich dann um eine Infrastruktur, die gerade nicht den zukünftigen Vorgaben entspricht.

  9. 2.

    Mal sehen ob die lieben Radfahrer den auch benutzen und nicht einfach auf der Fahrbahn fahren...

  10. 1.

    Die Poller mittels Scharnier und einfacher vierkantschliessung umlegbar machen.Somit haben die Rettungskräfte die Möglichkeit, sich innerhalb kürzester Zeit, ihren benötigen Einsatzraum herzustellen. Und das geht allemal schneller ,als parkende Autos zu beseitigen.

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