Junge Liberale demonstrieren in Berlin vor der Geschäftsstelle der Grünen (Quelle: rbb|24)
Video: Abendschau | 24.05.2018 | Vanessa Kockegei | Bild: rbb|24

Politische Debatte nach Räumung an Pfingsten - Grüne geben FDP Tipps für Hausbesetzung

Aus Protest gegen Hausbesetzungen haben die Jungen Liberalen in Berlin am Donnerstag - symbolisch - die Landesgeschäftsstelle der Grünen besetzt. Die reagierten mit einer Liste von "Nachhilferegeln", wie eine solche Aktion erfolgreich laufen könnte.

"Jetzt wird zurück besetzt" - unter diesem Motto haben Junge Liberale in Berlin am Donnerstag vor der Geschäftsstelle der Grünen gegen Hausbesetzungen demonstriert. Die etwa 20 Teilnehmer kritisierten damit die Haltung von Grünen und Linken, die Straffreiheit für die Besetzer vom Wochenende fordern.  

Die Grünen reagierten mit "Nachhilferegeln" für eine Hausbesetzung. "Nehmt eine Zahnbürste mit, es könnte länger dauern" oder "Erstellt einen Putzplan für euer neues Zuhause", hieß es auf ihren Handzetteln, die sie an die FDP-Nachwuchspolitiker verteilten.

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, David Jahn, erklärte bei der Protestaktion, Hausbesetzungen seien nicht die Lösung für die Berliner Wohnungsmarktprobleme. Wichtig sei stattdessen, künftig höher zu bauen, weniger Vorgaben zu machen und die Grunderwerbsteuer zu senken. Mit Liegestuhl und Sonnenschirm verfolgten die Grünen die symbolische Besetzung. Grünen-Landeschef Werner Graf versuchte auch, die FDP-Anhänger von seinen Argumenten zu überzeugen. Es sei naiv, nur auf Neubauten zu setzen,  betonte Graf. "Wir müssen die Leute auch schützen - zum Beispiel mit der Mietpreisbremse." Hausbesetzungen könnten ein politisch legitimes Mittel sein, um auf Wohnungsprobleme aufmerksam zu machen, so der Grünen-Landeschef.

An Pfingsten hatten Hausbesetzer gegen überteuerten Wohnraum und Leerstand protestiert. Die SPD verteidigte die Räumung eines Hauses. Ihre Regierungspartner Linke und Grüne fordern dagegen, Strafanträge gegen die Besetzer zurückzunehmen.  

Sendung: Abendschau, 24.05.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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10 Kommentare

  1. 10.

    Ich wusste gar nicht dass die FDP alle Häuser Berlins besitzt, man lernt nie aus...

  2. 9.

    "Grüne geben FDP Tipps für Hausbesetzung"
    Man haben die Leute alle Zeit...

  3. 8.

    Sie meinen die AfD? Zigarettenschmuggel, Volksverhetzung, rassistische Beleidigungen...

    In der Tat kennen sich Mitglieder dieser "Partei" bestens mit Kriminalität aus.

  4. 7.

    So sieht es also aus wenn angehende BWLer und Juristen und Hotelbesitzersprösslinge ein Haus besetzen.

    Nicht einmal das können sie richtig... :-P

  5. 6.

    Das ist doch von Anfang an der Plan: Tegel für Geschäftsleute, Beamte und Regierungsmitglieder, Schönefeld für Touris.

  6. 5.

    In dieser Einfachheit ein gewagter Pauschalsatz auch wenn Parteien in der politischen Auseinandersetzung zu Recht einiges aushalten müssen. Aber auch durchaus befremdlich, wahrscheinlich aber absichtsvoll irreführend angesichts einer aktuell laufenden Ermittlung gegen Abgeordnete der CDU und FDP in Sachen - wie verkauft man Heckler & Kochs illegal nach Mexiko. Und einer Haltung der AfD für die Waffenexporte auch nur halt son Markt ist in dem wir Deutsche geil brilliant sind.

  7. 3.

    Schon ganz FDP, die Julis!
    Aus "Jetzt wird zurück besetzt" wird eine angemeldete Versammlung. Mal wieder große Ankündigungen und dann heiße Luft!
    Bedeutet "Tegel offen lassen" dann eine Landefläche für 3 kleine Firmenjets mit Privatterminal?

  8. 2.

    Die sog. Tipps der Grünen, also ihre Nachhilfe zum Thema Hausbesetzung, wird doch nicht etwa eine Beihilfe oder gar Anstiftung, das auch noch öffentlich geäußert, zur Begehung von Straftaten sein?! Das wäre uU nicht nur strafrechtlich relevant, sondern auch für die Parteienfinanzierung interessant. Wer weiß, wie lange die Grünen dann noch als Partei irgendwem Tipps geben können. Vielmehr könnten sie dann selbst sehr gute davon gebrauchen, um zu bewahren was ihr Einkommen sichert...

  9. 1.

    Als eine Partei die Kriminalität fördert und unterstützt, können da die Grünen bestimmt wertvolle Tipps geben.

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