Ein Mann hält auf einer Demo gegen die Berliner Kita-Krise am 26. Mai 2018 ein Schild mit der Aufschrift "Frau Scheres, was würden Sie an meiner Stelle tun?". (Bild: rbb / Julia Vismann)
Video: Abendschau | 26.05.2018 | Heike Boldt-Schueler | Studiogespräch mit Sandra Scheeres | Bild: rbb / Julia Vismann

"Kitakrise" - Tausende Berliner Eltern demonstrieren für mehr Kita-Plätze

Mit bunten Luftballons und Plakaten haben in Berlin-Mitte Eltern, Kinder, Erziehungspersonal und Gewerkschaften für mehr Kita-Plätze demonstriert. Das Problem betrifft immer mehr junge Eltern - es kamen weit mehr Teilnehmer als erwartet.  

Es war wohl eine der größten Demonstrationen in Sachen Kita-Plätze seit vielen Jahren. Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag laut Polizei bei sommerlichen Temperaturen an einem Protest gegen die "Kitakrise" in Berlin teilgenommen. Angemeldet waren 1.800 Demonstranten. Organisiert wurde der Protest von dem Elternbündnis "Kitakrise Berlin".  Das Problem betrifft wirklich alle jungen Eltern. Es sind mehr gekommen als erwartet", sagte Ann-Mirja Böhm, Sprecherin des Elternbündnisses "Kitakrise Berlin". Die Polizei sprach von rund 3.000 Teilnehmern.

Viele Familien mit Kindern beteiligten sich mit Plakaten an der Demonstration. So hing etwa an einem Kinderwagen ein Schild mit der Aufschrift "Wartelistenplatz Nr. 374". Auf einem anderen stand: "Ich will in die Kita". Auch Vertreter der Gewerkschaft Verdi unterstützen den Marsch, der gegen 10 Uhr am Dorothea-Schlegel-Platz nahe des Bahnhofs Friedrichstraße gestartet ist. Die Teilnehmer forderten mehr Kita-Plätze und eine bessere Qualität der Betreuung.

"Der Mangel an Kitaplätzen ist seit Jahren bekannt. Ich begreife nicht, warum die Politik so träge ist", sagte ein 34 Jahre alter Vater. Einen Kitaplatz in Neukölln habe seine Familie trotz monatelanger Suche nicht finden können. "Für Familien ohne Auto ist es aussichtslos". Einige Kitas seien in ihrer Existenz bedroht. "Unsere in Kreuzberg wird wahrscheinlich bald geschlossen, wegen der hohen Miete", erklärte eine Mutter. Staatliche Bürgschaften seien erforderlich, damit Kitas ausgebaut werden können.

Solidarität soll durch die Demo wachsen

Andere Demonstranten forderten höhere Gehälter für Erzieher, um den Beruf attraktiver zu machen. "Unsere Elterninitiative hat keine große Partei im Hintergrund", sagte Sprecherin Böhm. Auch sie selbst und die anderen Organisatoren seien vom Kita-Mangel betroffen. Mehr als 100 Tagesmütter und Kitas hatte sie nach eigenen Angaben angefragt, bis sie eine Betreuung für ihre Tochter fand. "Wir wohnen in Prenzlauer Berg und müssen unsere Tochter jetzt nach Charlottenburg bringen". Das dauere täglich zwei Stunden, erzählte Böhm. Es sei ein bundesweites Problem. Auch in Großstädten wie Leipzig oder Köln sei die Lage angespannt. 

Die Regierung müsse Grundstücke kaufen, um sie dem Kita-Bau zur Verfügung zu stellen, fordert die Organisatorin. Die Initiative will außerdem eine zentrale Datenbank für freie Kita-Plätze, damit Eltern schneller Informationen über Kapazitäten erhalten. Über eine Webseite könnten sich Eltern dann bewerben. Außerdem sollte der Kita-Gutschein unbürokratischer zu beantragen sein.

"Wir sind keine Basteltanten, sondern Bildungsbeauftragte"

Die Berliner Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doreen Siebernik, forderte bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor für die 25.000 Berliner Erzieherinnen die gleiche Bezahlung wie für die Kolleginnen in Brandenburg. Nötig sei zudem ein Kita-Krisengipfel noch vor der parlamentarischen Sommerpause. "Wir sind keine Basteltanten, sondern Bildungsbeauftragte", war auf einem Plakat der GEW zu lesen.

Giffey kündigt "Fachkräfte-Offensive" in Kitas an

Zu der Demonstration gegen den Kita-Mangel in Berlin hatten die Initiatorinnen auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (beide SPD) eingeladen. Im Inforadio hatte Giffey am Freitag eine Fachkräfte-Offensive gegen den Personal-Mangel in den Kitas angekündigt. Der Bund werde ab kommenden Jahr verstärkt in Ausbildung, Umschulung und Gesundheitsförderung investieren". "Wir müssen es einfach hinbekommen, dass sich mehr junge Menschen" für den Beruf entscheiden.

Auch die langfristige Sicherung des Wohlstandes in Deutschland hänge davon ab. Wir bekommen eine "Vollbeschäftigung nur hin, wenn wir auch das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinbekommen. Eng damit verbunden sind natürlich gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten", so die SPD-Politikerin. Die Fachkräfte-Offensive soll begleitend zum Gute-Kita-Gesetz im kommenden Jahr starten.

Rund 2.500 Betreuungsplätze fehlen in Berlin

In Berlin gibt es laut Familienverwaltung auf dem Papier knapp 175.000 Plätze in Kitas und Tagespflege. Tatsächlich ist ihre Zahl wegen des Mangels an Erziehern aber um etwa 10.000 geringer. Momentan fehlen stadtweit rund 2.500 Plätze. Folge ist, dass etliche Eltern keine wohnortnahe Betreuung für ihren Nachwuchs bekommen – obwohl sie darauf einen Rechtsanspruch haben.

In gut 90 Gebieten ist die Lage besonders angespannt, heißt es im aktuellen Kita-Atlas des Senats. Darunter sind etwa Moabit, Rudow und der Süden des Prenzlauer Bergs. Bildungssenatorin Sandra Scheeres sagte im rbb, dass in den vergangenen Jahren zehntausende neue Kita-Plätze geschaffen worden seien. Die Stadt wachse aber so rasant, dass das nicht ausreiche. Deshalb werde jetzt eine befristete Überbelegung von Kitas geprüft. Langfristig stelle das Land 200 Millionen Euro zur Verfügung, um in den kommenden drei Jahren 30.000 weitere Kita-Plätze schaffen zu können.

Zu wenig Erzieher, zu viele Kinder

Viele Einrichtungen würden gerne mehr Kinder aufnehmen, doch es scheitert weder am Platz noch am guten Willen, sondern allein an der zu geringen Zahl an Erziehern – das war auch der Tenor der Sondersendung "rbb vor Ort", die in der vergangenen Woche in der Kita "Menschenskinder" in Friedrichshain zu Gast war.

Protest am Mittwoch in Potsdam

Auch in Brandenburg gibt es Protest gegen die Personalausstattung in den Kindertagesstätten. Mehrere hundert Kitas waren am Freitag nur siebeneinhalb Stunden geöffnet. Grund war der Protest freier Träger. Denn mit dem Landesgeld, das Brandenburger Kitas derzeit erhalten, könnten sie eigentlich nur 7,5 Stunden öffnen. Nach Angaben der Träger werden die Kinder aber oftmals acht oder zehn Stunden betreut – wegen Berufstätigkeit und langer Fahrwege der Eltern. Das werde im neuen Kita-Gesetz nicht berücksichtigt, kritisieren sie.

Die freien Kita-Träger fordern, dass künftig längere Betreuungszeiten und 1.700 neue Erzieher finanziert werden. Kommenden Mittwoch wollen Erzieher, Eltern und Kinder vor den Potsdamer Landtag ziehen. Dann will das Parlament das neue Brandenburger Kita-Gesetz beschließen.

Kommentar

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39 Kommentare

  1. 39.

    Die Berliner demonstrieren, damit sie noch mehr Kindergartenplätze erhalten und dies möglichst weiterhin umsonst.
    In anderen Bundesländern müssen die Eltern ungemein viel für einen Kindergartenplatz bezahlen, sowohl in Baden-Württ., Bayern als auch in Niedersachsen. Ich weiß es von meinen Kindern/Enkelkindern. In Rheinland-Pfalz kosten die Kindergartenplätze wiederum auch nichts.
    Gerade Bundesländer wie Berlin als auch Rheinland-Pfalz halten aber bei jeder Gelegenheit die Hand auf, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht. Warum sollen dann gerade Baden-Württ. und Bayern denen auch noch die Kindergartenplätze finanzieren und die müssen die Kindergartenplätze bezahlen. Dies ist überhaupt nicht einzusehen. Man kann nur soviel Geld ausgeben, wie man auch einnimmt.

  2. 38.

    Wir haben hier spontan die Kinderkrippe anschauen dürfen. War alles toll neu gebaut. Acht Kinder - eine Betreuung.
    Ich kenne keine Mutter, die acht Kinder im Alter von 0-3 hat.
    Bei dem Personalschlüssel ist Bildung wohl super (Ironie)
    Da kann sich dann Mutter indem Alter Zuhause besser kümmern.

    Für mich ist eher die Frage warum wollen die Frauen das nicht mehr? Hier hat der Krippeplatz 300 Euro gekostet.
    Das muß auch erst Mal erwirtschaftet werden. Hier gehen viele dafür arbeiten, weil man da in ist.
    D.h mein Gehalt mit Benzinkosten geht dafur überwiegend drauf.
    Und die Frauen machen diese Milchmädchenrechnung noch mit. Ich wundere mich.
    In der Krippe habe ich dreimal guten Morgen gesagt keines zurück bekommen. Hhm soviel zu Bildung .( Leider kein Einzelfall)

    Nein ich arbeite nicht im kiga, jedoch im sozialen Bereich.

  3. 37.

    Alle wollen nach Berlin aber wenn es keine Kitaplätze gibt wird rumgeheult. Ist doch kein Geheimnis mehr das die sozialen Infrastrukturen in Berlin nicht erst seit gestern am Limit sind und schon darüber hinaus ausgereizt. Ich sage nur Ärzte und Polizei. Da könnt ihr mal drüber nachdenken liebe Leute die ihr nach Berlin wollt.

  4. 36.

    Entschuldige, wenn die Frauen so gut verdienen, können sie sich auch eine Tagesmutter leisten.

    Du sagst selbst: dann braucht meine Tochter nicht studieren.

    Ich habe nicht studiert. Meine Eltern hatten beide eine Karriere.
    Zeit blieb da wenig.
    Heute ist das noch schlimmer.

    Vielleicht sollte man sich dann zwischen Kind und Karriere entscheiden.

  5. 35.

    @schmetterling:
    Wer einen derart schlechten Job hat, dass 300€ für die Kita knapp zu erwirtschaften sind, der hat auch nicht das Problem in seinen Job den Anschluss verlieren zu können. Aber viele gute ausgebildete Frauen mit guten Jobs wollen eben nicht mehr an die 3K´s gefesselt sein und dann im Alter mit nichts da zu stehen und am besten noch den Kindern auf der Tasche zu liegen. Dieses antiquierte Bild einer Frau will ich auch meiner Tochter nicht vorleben wollen. Sonst braucht sie kein Abi machen und nicht studieren gehen, wenn sie am Ende wegen zwei Kindern nur noch Minijobs machen kann bzw. soll.Sorry, aber gerade in ihren erwähnten Schweden läuft der Hase etwas anders. Da sind drei Kinder normal und trotzdem geht Mama gut und gerne arbeiten .... und das nicht nur so nebenher. Eine gute Betreuung ist natürlich wichtig und genau das soll endlich in den verbohrten Köpfen von greisen Politikern ankommen. Die Bildung beginnt nicht erst in der Schule und sie endet dort auch nicht.

  6. 34.

    Wenn der Senat eine vorübergehende Uberbelegung von Kitas prüft, sollte er einfach mal Eltern fragen: die Kita unserer Tochter ist quasi überbelegt: 20 Kleinkinder werden dort zeitweise von einer Praktikantin betreut. Die Erzieherinnen sind entweder krank, haben nur eine halbe Stelle, machen Weiterbildung oder deren eigene Kinder sind krank. Wie soll man da noch "überbelegen"? Ich finde "Kita-krise " weit untertrieben. Es ist ein Notstand! Ach ja: Kinder werden auch älter und kommen in die Schule! Alternative ist eigentlich nur nach wegziehen.

  7. 33.

    Wir haben hier spontan die Kinderkrippe anschauen dürfen. War alles toll neu gebaut. Acht Kinder - eine Betreuung.
    Ich kenne keine Mutter, die acht Kinder im Alter von 0-3 hat.
    Bei dem Personalschlüssel ist Bildung wohl super (Ironie)
    Da kann sich dann Mutter indem Alter Zuhause besser kümmern.

    Für mich ist eher die Frage warum wollen die Frauen das nicht mehr? Hier hat der Krippeplatz 300 Euro gekostet.
    Das muß auch erst Mal erwirtschaftet werden. Hier gehen viele dafür arbeiten, weil man da in ist.
    D.h mein Gehalt mit Benzinkosten geht dafur überwiegend drauf.
    Und die Frauen machen diese Milchmädchenrechnung noch mit. Ich wundere mich.
    In der Krippe habe ich dreimal guten Morgen gesagt keines zurück bekommen. Hhm soviel zu Bildung .( Leider kein Einzelfall)

    Nein ich arbeite nicht im kiga, jedoch im sozialen Bereich.

  8. 32.

    Ich fasse Mal hier in einem Beitrag zusammen, was ich denke.

    Ja, ich denke auch das ein kind bis drei Jahren Zuhause bei Mutter sein sollte. Ich bin weder AfD wählerin noch weltfremd.
    Langzeitstudien gibt es dazu in Schweden und ich war alleinerziehend und habe damals Vollzeit im Schichtdienst gearbeitet. ( War vor des alleinerziehend Seins zuhause) Meine Kinder fanden das nicht so toll ( haben sie mir mitgeteilt als sie erwachsen waren)

    Ich wohne in Bayern indem es möglich ist Kinderpflegerin ohne Qualifizierten Hauptschulabschluss zu lernen.
    Normalerweise hat man kaum Berufschancen ohne Qualifizierten - jedoch dafür langt es dann. Soviel zur Bildung...die man dann weiter geben möchte.
    Und tut mir leid, selbst wenn die Prüfung bestanden wird, gibt es ein gewisses Klientel, wo ich nicht möchte ( nicht alle) das das mein Kind erzieht...und genau dann kommen die privaten Träger ....

  9. 31.

    Ich komme nicht aus berlin, Tagesthemen hat zu hier verlinkt. Dennoch möchte ich etwas dazu sagen:

    Warum gibt es kein Team?

    Ihre Antwort war weil Personal fehlt. Man kann ein Team verschieben, ein Protokoll schreiben ect

    Denn zwischen Tür und Angel haben solche Gespräche nichts zu suchen.

  10. 30.

    Auf Ihre absurden Verstaatlichungs/Demographie Theorien gehe ich jetzt Mal nicht ein. Ihr Kommentar zeigt leider - und das sicher entgegen Ihrer Absicht, vorallem eins: Sie haben offensichtlich keinen Kontakt zur (jungen) Mehrheitsgesellschaft, zu Familien und Frauen, die keine Lust auf ihr Familien- und Arbeitskonzept vergangener Zeiten haben. Fragen Sie doch Mal ein paar berufstätige Frauen mit Kindern, ob die nicht lieber alle zu Hause bei ihren Kindern und dem Herd bleiben würden...:D

  11. 29.

    KITA-DEMONSTRATIONEN...? Wofür eigentlich..? Betroffene Eltern sollten besser nachdenken und dann für massiv bessere Löhne protestieren, damit nicht mehe beide Eltern arbeiten gehen müssen (...und Zeit für Kinder haben). Manchmal frage ich mich wirklich, ob denn die jungen Deutschen heute gänzlich irre (und wirtschaftsdressiert) geworden sind...

  12. 27.

    Ist natürlich praktisch, wenn diejenigen, die den Bürgern vollmundige Versprechen machen – zum Beispiel einen „Rechtsanspruch“ auf einen Kitaplatz – zugleich genau wissen, wie sie im Ernstfall vorgehen müssen um zu verhindern, dass die Bürger die diesen Anspruch im „richtigen Leben“ dann auch tatsächlich verwirklichen können.

    Dies zum weit überproportionalen Anteil an Juristen und Beamten unter den politischen Entscheidern in unserem Bundestag.

  13. 26.

    Ich bins wirklich müde das inzwischen jede Blähung als verteidigungswerte Meinungsfreiheit propagiert wird. Was hat "Jahrhundertelang funktioniert"? - die bürgerliche Vorstellung von "Vater-Mutter-Kind" plus die Idee von einer "Kindheit" die es in Deutschland /Europa überhaupt erst seit 150 Jahren gibt? Und wenn nur für eine Schicht die es sich leisten konnte? Der Rest der Kinder musste sobald es ging mit aufs Feld, arbeitete in Fabriken oder unter Tage - wo die Stollen gerade so hoch waren das ein Kind dort arbeiten konnte. Arbeiterpaare ware meist nicht verheiratet, weil sie es sich nicht leisten konnten, allerlei Obrigkeiten, die Kirche oder religiöse Regeln es verboten. Bis 1977 konnte im demokratischsten aller Deutschlands - dem Westen selbstverständlich - eine Frau ohne Erlaubnis ihres Ehemannes nicht arbeiten, oder ein Bankkonto führen. Wovon schwadronieren Sie also? Hat mit unserer tatsächlichen Sozial- und Kulturgeschichte nichts zu
    tun.

  14. 25.

    Warum redet eigentlich niemand mal darüber, die rechtlich mögliche Elternzeit für die Mütter (oder Väter) per Gesetzänderung zu verlängern? Dann bestünde nicht so schnell die Not nach einem Betreuungsplatz, es würde zu einer deutlichen Entschärfung der Situation führen. Seit es einen Anspruch auf einen Kitaplatz auch für jüngere Kinder gibt, hat sich die Lage doch richtig verschlimmert.

  15. 24.

    Die Demonstrierenden sollten sich mal genau überlegen, worüber sie sich überhaupt aufregen: Es fehlen ca. 2500 Kitaplätze bei rd. 175.000 Kitaplätzen. Mit dem althergebrachten Dreisatz wird man herausfinden, daß die fehlenden Plätze im untersten einstelligen Bereich liegen. Auch eine Stadt wie Berlin kann nicht zaubern und muß die bereitzustellenden Platze permanent nachsteuern. Wenn dann in den kommenden 3 Jahren tatsächlich die erwähnten 30.000 (!) zusätzlichen Plätze bereitgestellt werden, ist das doch eine respektable Leistung.
    Im Übrigen sind die 3.000 Demonstrationsteilnehmer angesichts der Gesamteinwohnerzahl Berlin nun wirklich nicht überwältigend (von einer "Großdemonstration", wie eben in der Abendschau erwähnt, kann man nun wirklich nicht sprechen. Somit erscheint die ganze Kita-Krise eher von den Medien herbeigeredet.

  16. 23.

    Jahrhundertelang, aha...
    Mütter haben immer Nahrung gesammelt, Kleidung und Hausrat hergestellt, Felder bestellt das Vieh versorgt und Großmütter und andere körperlich nicht mehr so leistungsfähige Familienmitglieder haben sich um die Kinder gekümmert.
    Wer es sich leisten konnte hatte Ammen und Kinderfrauen.
    Erst in diesem Jahrhundert kam die Idee auf das AUSSCHLIEßLICH die Mutter für ihr eigenes Kind das Beste sei.
    Wenn die Kinder in Kitas so schlecht versorgt sind, her mit den fitten liebevollen Großeltern, so dass beide Elternteile ihrer Verantwortung die Familie zu versorgen gerecht werden können!

  17. 22.

    Die Erziehung der Kinder ist die zuvörderst obliegende Pflicht der Eltern. Wie können sie diese Pflichten
    erfüllen, wenn ihre Kinder von morgens bis abends in eine Kita abgeschoben werden? Eine mögliche
    Vernachlässigung der Kindererziehung kann durch die Ganztagesschulen noch verstärkt werden.
    In unserer kinderreichen Familie wurden von meiner Frau und mir als verantwortungsbewusste
    Eltern die sogenannten Sekundärtugenden initiiert, mit der Folge, dass z.B. alle das Abitur haben.
    Sie gingen nachmittags nicht in den Kindergarten und Ganztagesschulen blieben ihnen erspart.

  18. 21.

    naja, meine Frau musste damals ( 60-iger Jahre ) zu Hause bleiben
    es gab keine Kiga/ta plätze-----jetzt macht es sich an der Rente stark bemerkbar
    Aer, es war wirklich eine schöne Zeit mit den Kindern, wie man sie in unserem Sinne
    erziehen und lehren konnte und gemeinsam das Leben genossen hat----

  19. 20.

    Ich habe früher am frühen Nachmittag nach der Schule von meiner Mutter das Mittagessen bekommen , meine Hausaufgaben gemacht und konnte dann mit meinen Freunden spielen gehen , mit dem Fahrrad fahren , auf Bäume klettern etc....wir wurden früher nicht bis in den späten Nachmittag in irgendwelche "Ganztagseinrichtungen" abgeschoben sondern ein Elternteil ist zuhause geblieben und hat sich um uns gekümmert etc.





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