Die russische Rockergruppe "Nachtwölfe" und andere Motorradclubs kommen am 09.05.2017 in Berlin zum Gelände des Sowjetischen Ehrenmals in Treptow (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Demonstration zum 9. Mai - Russische "Nachtwölfe" nehmen Kurs auf Berlin

Am 9. Mai, dem russischen "Tag des Sieges" über Nazi-Deutschland, wollen die "Nachtwölfe" wieder in Berlin an sowjetischen Ehrenmalen Flagge zeigen. Die umstrittenen russischen Rocker nahmen in diesem Jahr offenbar wieder den Umweg über die slowakische Republik.

Die russischen "Nachtwölfe" sind erneut auf dem Weg nach Berlin. Wie Radio Praha berichtete, machten die umstrittenen Rocker am Montag Halt in der tschechischen Hauptstadt.

Wie der russische TV-Sender "Pjatyi Kanal" berichtet, hatten "Nachtwölfe" zuvor die Slowakei durchquert. An der polnischen Grenze sei hingegen Mitgliedern der "Nachtwölfe" die Durchfahrt verweigert worden. Radio Slovakia berichtete, auf der Durchfahrt hätten die "Nachtwölfe"in Brastislava am Slavin-Denkmal Kränze für die im Krieg getöteten Soldaten der Roten Armee niedergelegt.

Wie in den vergangenen Jahren hat die Rockergruppe angekündigt, sie wolle in der deutschen Hauptstadt an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland am 9. Mai erinnern. Die "Nachtwölfe" gelten als nationalistisch und Putin-treu.

Für Schlagzeilen sorgte die Tour der "Nachtwölfe" 2015, also zum 70. Jahrestag des Kriegsendes. Damals waren verschiedene Mitglieder der Rockergruppe an polnischen und deutschen Grenzstellen abgewiesen worden.

Auch 2017 nahmen die "Nachtwölfe" in Berlin an einer Gedenkveranstaltung zum Ende des Zweiten Weltkrieges teil und legten danach einen Kranz am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park nieder. Später suchten sie auch andere sowjetische Mahnmale in Berlin auf, so an der Straße des 17. Juni sowie in Schönholz.

Kommentar

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21 Kommentare

  1. 20.

    Mir wäre es auch lieber,wenn überregional darüber berichtet würde.
    Also ich weiß,dass es eine Gedenkstunde im Brandenburger Landtag gab. Ein kleiner Artikel darüber wäre schon mal besser als gar nichts. Natürlich sollt ihr euch nichts aus den Fingern ziehen,allerdings gibt es diesen Artikel über die Nachtwölfe ja auch jedes Jahr,ohne dass es da groß etwas Neues gäbe ;)

    Es ist gut,wenn ein Artikel über die Feierlichkeiten im Treptower park kommt,auch wenn es da sicher eher um die russische Sichtweise über diesen Tag gehen wird.
    Ich finde einfach,dass dieser Tag in Deutschland viel zu wenig Beachtung erfährt.

  2. 19.

    Hallo isso,

    natürlich vertragen wir diese Kritik, können wir nachvollziehen. Das Problem bei solchen historischen Gedenktagen mit überregionaler Bedeutung ist, dass sie sich selten in unserem Berichtsgebiet Berlin und Brandenburg abbilden lassen - jedenfalls so, dass man etwas neues erzählen kann und nicht einfach vermeldet: "Heute ist Tag der Befreiuung". Wir haben aber übrigens gerade zu den Feierlichkeiten zum 9. Mai am sowjetischen Denkmal im Treptower Park einen Beitrag in der Mache.

    Beste Grüße und kritisieren Sie uns gerne jederzeit,

    Ihre Redaktion

  3. 18.

    Es ist so peinlich rbb,dass dies der einzige Artikel ist,der sich mit dem gestrigen Tag beschäftigt. Das ist aber anscheinend Konsens bei den ÖR-Medien,diesen Tag zu ignorieren. Wer so etwas festlegt,würde mich sehr interessieren,denn Zufall kann das nicht sein.

    Peinlich sind aber auch viele Kommentare zu dem Thema. Man wünscht so einigen,diese Zeit mal miterleben zu müssen.

    Mich stört auch die verbreitete Formulierung Kriegsende,als wäre der Krieg einfach so vorbei gewesen. Nennt es Tag der Befreiung,Tag der Kapitulation Deutschlands oder meinetwegen auch Tag der krachenden Niederlage.. Alles wäre passender.

    So,ich hoffe sehr,ihr vertragt soviel Kritik.

  4. 17.

    Auwei, 08.05.2018 | 14:21 Uhr:
    "Wenn ich sage, Stolz Deutsch zu sein ..."

    Stolz kann man nur auf etwas sein, was man selber geleistet hat, aber nicht auf etwas, was man zufällig ist (deutsch).
    Daher kann man weder auf die deutsche Kultur, noch auf Goethe und Schiller stolz sein. Goethe und Schiller konnten auf das stolz sein, was sie geschrieben haben. Aber ich als Leser kann nur darauf stolz sein, ihre Bücher gelesen zu haben, aber nicht darauf, dass ich genauso wie sie zufällig Deutsche sind. Deutsch sein ist genausowenig eine Leistung wie bei andere Nationalitäten. Man kann höchstens froh und zufrieden sein, dass man Deutscher ist.

    Der falsche Nationalstolz Anderer kann kein gutes Vorbild sein.

  5. 16.

    Maximilian R., 07.05.2018 | 13:30 Uhr:
    "Schade, dass man in den heutigen Zeiten nicht mehr der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Sowjetunion und der Roten Armee gedenken darf.
    Heute wird man gleich als Putin-Freund geächtet, wie man gleich, wenn man einer anderen Meinung ist, als Nazi oder Rechtsradikale diffamiert wird."

    UNSINN!
    Die Leute sind nicht Putin-Freunde, weil sie der Befreiung vom Faschismus gedenken, sondern weil sie putintreu sind!
    Und dass alle anderer Meinung "als Nazi oder Rechtsradikale diffamiert" würden, ist genauso Blödsinn! Denn nicht alle, sondern nur die Rechtsradikalen und Nazis werden zu recht so bezeichnet.

  6. 15.

    Dann sollen sie die Idioten gleich mitnehmen, die haben so wenig mit Wölfen zu tun, wie mit friedlichen Gedanken. Ob Schafe massenhaft Grillen oder diese vollpfosten mit ihrer "Siegestour". Komisch, jeder darf seinen beschissenen Nationalismus pflegen, egal wie, aber hier ist alles, was nur annähernd diese Richtung ginge, verboten ist, rechts gestempelt und was ich noch. Wenn ich sage, Stolz Deutsch zu sein und mich auf die Kultur, Goethe, Schiller usw berufe und auch der Nazivergangenheit nichts, aber auch gar nichts abgewinnen kann und den Opfern gedenke , bin ich trotzdem ein böser Bube. Wie verlogen und unehrlich das ist, haben wir all denen zu verdanken, die sich nicht wirklich mit der eigenen Vergangenheit beschäftigt haben.

  7. 14.

    Was soll das ganze Theater?! Früher haben sich die "Nachtwölfe" auch nicht für Geschichte interessiert. Die wollen doch einfach nur auffallen, genau wie die Hells Angels.

  8. 13.

    Ich glaube nicht, daß die sowas wie Gedenken oder Ehren im Sinn haben. Die Aktion soll wohl eher provozieren. Deshalb denke ich, man sollte das Ganze einfach ignorieren. Dann "gedenken" die Nacktlurche zusammen mit einer Handvoll ewig Gestrigen und ebensovielen Reichsbürgerspinnern für 'ne Stunde in Treptow unbeachtet von der Öffentlichkeit, und schon ist der Spuk vorbei.

  9. 12.

    Ob die Russenrocker Berlin mehr aufmischen als britische "Junggesellenabschiede", wird man beobachten. Aber auch die werden mal ein ordentliches
    Bier trinken wollen. Wer weiss, was es bei denen daheim gibt.

    Warum sich aber ausgerechnet solche Figuren auserwählt glauben, Kriegstote in der deutschen Hauptstadt ehren zu müssen, muss man nicht verstehen.

    Zwischen Moskau und Berlin wird es ja auch
    noch mehr Ehrenmale und Soldatenfriedhöfe geben.

  10. 11.

    Hey ... entspannt euch doch mal ...
    Da kommen ein paar Typen mit Moppeds, werfen zwei, drei Kränze ab, schwenken ein paar Fahnen und verpissen sich wieder - gut so. Sie werden keine Oma vom Nachttopf schubsen und auch keine Gewalt ausüben ... wäre ja auch blöd ... schon in ihrem eigenen Interesse.
    Historische Ereignisse hin und her ... sie sind leider geschehen ... ändern kann man daran nix mehr. Wiederholen darf sich sowas nie wieder!
    Aber macht doch nicht so'n Hype wegen ein paar als Rocker kaschierter "Lokalpatrioten". Die vll. 30 Figuren werden das Abendland nicht vernichten ;-).
    Die wollen doch nur spielen .... ;-)
    "Bärlin" ist nun mal zur Spielwiese verkommen. Lasst sie spielen und ignoriert sie einfach.

  11. 10.

    Wenn diese russischen motorradfahrenden Staatsbürger während ihres Aufenthalts die hierzulande geltenden Rechtsnormen respektieren, sollten ihnen meiner Meinung nach die für Ausländer geltenden Grundrechte zugestanden werden.

  12. 9.

    Das stimmt. 2/3 von Deutschland denken, man hätte sich mit amerikanischer Hilfe oder von allein (?) befreit. Na auf jeden Fall können und dürfen es nicht die Russen gewesen sein.

    Viell. lassen die Polen die eher aus historischen Gründen nicht durch?

  13. 8.

    Die sollten sich schämen & daran erinnern wie viele Millionen Menschen Stalin auf den Gewissen hat, aber von solchen Typen da ist nicht viel Hirn & Nachdenken zu erwarten.Da sollte die Polizei einfach mal genauer kontrollieren & der Spuck wäre vorbei, aber sicher politisch gar nicht gewollt ???

  14. 7.

    Das nehme ich wohl an, dass die Hells Angels in St. Petersburg nicht so empfangen werden, sind sie doch die Ausgeburt dekadenter amerikanischer Lebensweise.
    Und nebenbei: @Brockschmidt, Sie sollten sich den rbb24-Artikel durchlesen, danach den Einwand von @Maximilian R..
    Vielleicht verstehen Sie dann, was er damit meinte.

  15. 6.

    Es sollte nicht vergessen werden, dass die SU im WKII die mit Abstand höchste Opferzahl zu verzeichnen hatte. Während bezüglich anderer Opfergruppen bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf unsere historische Verantwortung hingewiesen wird, wird das gern "vergessen", wenn es um Russland geht. Man kann die Nachtwölfe ja mögen oder nicht, und es sei auch dahin gestellt, ob es tatsächlich nur um das Gedenken an den verheerendsten Krieg geht, den dieses Land erleben musste. Soweit mir bekannt, sind sie in Deutschland jedenfalls bisher nicht bei Straftaten in Erscheinung getreten. Weder bei Gewaltakten, noch mit Diebstahl, Antanzen, Raub, Vergewaltigungen, Steuerhinterziehung, noch durch aggressives Betteln, wie so viele Andere, die für uns "Leistungsträger" oder "goldwert" sind und an der Grenze angeblich NICHT abgewiesen werden können. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, wenn jemand Informationen hat, doch sieht es sehr danach aus, dass schlicht die Meinung nicht genehm ist.

  16. 5.

    Oh man. Hören Sie bitte auf zu jammern. Niemand hindert sie daran die Befreiung oder was auch immer zu feiern und/oder zu Gedenken. Aber hier so zu tun als wären das harmlose Touristen , die auf Gedenkfahrt sind, ist absolut lächerlich. Aber mit ihrem letzten Satz ist eigentlich auch schon wieder alles gesagt. Also: Bitte etwas weniger jammern!!! Aber das schöne für Sie: Auch wenn hier angeblich alles so gemein ist, können Sie trotzdem dahin gehen und mit denen Gedenken! Und garantiert werden sie dort weder als Putinfreund und/oder rechter "Beschimpft"....Ach ja: Es gibt auch noch ne Menge andere Gedenkveranstaltungen!!

  17. 4.

    Darf man doch. Ist doch ein freies Land hier im Gegensatz zu Russland. Es geht wohl eher darum, ob man diese gewalttätigen Typen hier im Land haben möchte. Der Kreml wäre wahrscheinlich auch nicht begeistert, wenn die Hells Angels in St.Petersburg die Blockade der Stadt durch die Wehrmacht feiern würden.

  18. 3.

    Wenn die Opfer in den NS Mordlagern es als Befreiung sehen, kann ich dies nachvollziehen, aber für die alle anderen in Osteuropa ging es vom Regen in die Traufe, ein verbrecherische Regime hat das andere abgelöst.

  19. 2.

    Schade, dass man in den heutigen Zeiten nicht mehr der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Sowjetunion und der Roten Armee gedenken darf.
    Heute wird man gleich als Putin-Freund geächtet, wie man gleich, wenn man einer anderen Meinung ist, als Nazi oder Rechtsradikale diffamiert wird.

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