Symbolbild: Amtsärztin untersucht Kind (Quelle: dpa/Markus Scholz)
Audio: Inforadio | 14.06.2014 | Jan Menzel | Bild: dpa/Markus Scholz

80 Medizinerstellen unbesetzt - Berlin will Amtsärzte mit höherem Verdienst locken

Um mehr Personal für die Gesundheitsämter zu finden, will der Senat die Gehälter für Amtsärzte deutlich erhöhen. Denn ein Facharzt im Gesundheitsamt verdient mit etwas über 4.000 Euro im Monat etwa 1.000 Euro weniger als sein Kollege aus einer Klinik.

Künftig sollen Kinderärzte, Psychologen und Hygieneexperten in den Ämtern so viel verdienen wie Mediziner in Krankenhäusern, kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) in Berlin an. Sie wolle auch offensiv mit weiteren Vorteilen des Öffentlichen Dienstes werben - etwa keinen Schichtdienst und Teilzeitarbeit, sagte die SPD-Politikerin.

80 Mediziner fehlen in Berlin

Derzeit werden für die Berliner Gesundheitsämter knapp 80 Mediziner gesucht. Hier fehlen schon seit Jahren Ärzte. Bereits im Januar hatte Kolat angekündigt, die Amtsarztstellen mit Zulagen attraktiver machen zu wollen.

Amtsärzte sind meist im behördlichen Gereich tätig - beispielsweise im Gesundheitsamt. Auch für die Schuleingangsuntersuchungen der künftigen Erstklässler, bei Einstellungsuntersuchungen für Beamte oder bei Hygieneprüfungen in Krankenhäusern sind sie im Einsatz. Sie liefern ihrem Aufftraggeber (z.B. der Schulbehörde) eine möglichst unabhängige Meinung über den Gesundheitszustand einer Person oder den Hygienezustand einer Einrichtung.

Im öffentlichen Gesundheitsdienst arbeiten neben Amtsärzten auch Sozialarbeiter, Arzthelfer und Kinder- und Jugendpsychiater. Laut Gesundheitsverwaltung sind die Diskrepanzen bei der Bezahlung aber in anderen Berufen nicht so groß wie bei den Ärzten.

Sendung: Inforadio, 14.06.2018, 16:06 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren