Die neue Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik unterhält sich bei ihrer offiziellen Amtseinführung mit Innensenator Andreas Geisel. (Quelle: imago/Christian Ditsch)
Bild: imago/Christian Ditsch

Offizielle Amtseinführung - Berlins Polizeipräsidentin für offenen Umgang mit Defiziten

Berlins neue Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat für ihre Behörde einen offenen und konstruktiven Umgang mit Defiziten angemahnt.  Bei ihrer offiziellen Amtseinführung  sagte Slowik am Mittwoch, nötig sei eine selbstsichere und souveräne Polizei.

Nachwuchsgewinnung bleibt wichtige Aufgabe

Sie sei sich der teils gravierenden Defizite bewusst, betonte die promovierte Juristin. Aber auch andere Behörden hätten Probleme, Defizite gebe es immer.

Als Schwerpunkte ihrer Arbeit nannte Slowik die Nachwuchsgewinnung, die Stärkung der Aus- und Weiterbildung, das Beschaffen moderner Ausstattung, ein Konzept zur Terrorismusbekämpfung und mehr Digitalisierung. Die Juristin war schon im April ernannt worden. Slowik folgt dem früheren Polizeipräsidenten Klaus Kandt, der im Februar entlassen worden war.

Kandt war wegen Polizeiakademie in die Kritik geraten

Kandt, der Ende 2012 unter CDU-Innensenator Frank Henkel ins Amt gekommen war, war nach einer Serie von Ermittlungspannen und Missständen in die Kritik geraten. Für Schlagzeilen sorgte etwa die Polizeiakademie, wo sich Ausbilder über Disziplinlosigkeit von Polizeianwärtern bis hin zu kriminellen Bewerbern beschwert hatten.

Seit dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten waren zudem immer wieder Ermittlungspannen ans Licht gekommen. Gegen Kandt wird zudem wegen des Skandals um marode Schießstände bei der Berliner Polizei ermittelt.

Sendung: Abendschau, 13.06.2018, 19.30 Uhr

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