Bei einem gemeinsamen Fahrradkorso von Juden und Muslimen durch Berlin fahren zwei Männer auf einem Tandem. (Quelle: dpa/AP/Markus Schreiber)
Video: rbb um 6 | 24.06.2018 | Bild: dpa/AP/Markus Schreiber

Aktion von Juden und Muslimen in Berlin - Gemeinsamer Fahrradkorso gegen Hass und Gewalt

Juden und Muslime haben mit einem gemeinsamen Fahrradkorso in Berlin gegen Hass und Gewalt demonstriert. Unter dem Motto "Gemeinsam Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entgegen lenken" beteiligten sich am Sonntag rund 25 gemischt besetzte Tandems - unter anderem aus Rabbinern und Imamen, wie die Organisatoren mitteilten.

Die Route führte vom Holocaust-Mahnmal zum Bebelplatz. An dem Korso nahmen den Angaben zufolge neben Juden und Muslimen auch Christen und Atheisten teil. Sie wollten damit ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Miteinander setzen.

Zu den Initiatoren und Teilnehmern des Fahrradkorsos gehörten unter anderen der muslimische Theologe und frühere Vorsitzende der Berliner Sehitlik-Moschee, Ender Cetin, sowie der Rabbiner Elias Dray von der Israelitischen Kultusgemeinde im bayerischen Amberg.

Beide besuchen gemeinsam regelmäßig Berliner Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern und leisten dort Aufklärungsarbeit. Ein weiteres Fahrrad-Tandem bildeten die Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli (SPD), und der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde Berlin, Sigmount Königsberg.

Sendung: Abendschau, 24.06.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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16 Kommentare

  1. 16.

    Gegenfrage: Warum finden Autokorso für den Sieg einer x-beliebigen Mannschaft bei einer WM auf dem Ku'damm statt?

    Aus dem gleichen Grunde. Im Wald würde sie keiner beachten. Aber das war nicht ihre eigentliche Frage, stimmt?

  2. 15.

    Schon okay, manchmal schießen wir alle über's Ziel hinaus!
    Machen Sie mal auf dem iPad einen Doppeltipper auf den Link. Dann sollte vielleicht eine Kopiermöglichkeit angeboten werden. Bei anderen Tablets funktioniert es, menn man lange auf den Link drauftippt (so etwa 2 Sekunden).

  3. 14.

    Können sie nicht im Wald Korso fahren, es gibt in Berlin noch ein paar Berufstätige!?

  4. 13.

    Danke für die Rückmeldung. Finde ich echt in Ordnung. Das mit den Links klappt leider bei mir nicht, da ich nur ein iPad besitze. Deshalb freue ich mich ja umsomehr wenn andere hier Links zu Kommentaren mit anfügen, denen ich dann folgen kann. Zum letzten Satz meines geäußerten Kommentars an @ Müller kann ich nur mitteilen, das dieser aus dem Bauch heraus und nicht nachgedacht entstanden ist.

  5. 12.

    Wenn Sie meinen. Ihre Kommentare zu anderen Beiträgen lassen aufhorchen. Mehr möchte ich hierzu nicht äußern.

  6. 11.

    Lothar, ich muss mich wohl dahingehend entschuldigen, als dass ich wohl Ihren ersten Satz im Kontext Ihres Beitrages falsch aufgefasst hatte! Sorry! Der erste Satz war für mich etwas missdeutig, wahrscheinlich haben Sie ihn anders gemeint, als zunächst bei mir angekommen (als Angriff auf den Vorkommentatoren, er hätte zu wenig Kenntnisse). War vielleicht gemeint "Der Erwerb von Wissen über die Zusammenhänge der Welt und der Religionen erweitert zum Beispiel bei Muslimen* mit Judenhass deren Sicht und damit die Einstellung zu Juden"? Wenn Sie auf entsprechende Links beigefügt hätten, wäre das sicher gleich deutlicher geworden. Ihren letzten Satz hatte ich aber auch nicht verstanden und war wohl deshalb voreingenommen. In Foren kommt es leicht zu Missverständnissen, weil das Gesicht und die sprachliche Betonung des Gegenübers fehlt.

    *) Gilt auch für Neonazis und/oder anderen Konstellationen genau so!

  7. 10.

    Mit der Aufklärung haben Sie ja bereits begonnen. Womit Sie ja immer schnell zur Hand sind. Auch Ihr gutes Recht. Da ich auch andere Beiträge und die dazugehörigen Kommentare hier im Forum lese, ist mein Kommentar eher noch als harmlos zu bewerten( sieht man andere Kommentare im Forum)und schon gar nicht eine Beschimpfung, sondern lediglich der Hinweis auf schon vorabgeschriebenes. Letztlich geht es in diesem Beitrag gegen Hass und Gewalt und beweist sehr gut, das es eben auch anders geht.

  8. 9.

    Völlig richtig. Die agressive Beschimpfung durch den ehrenwerten Herren ist offensichtlich darauf zurückzuführen, daß ihm die Argumente fehlen. Man kennt das.

  9. 8.

    Was war denn falsch an der Aussage? Klären Sie uns doch bitte auf, wenn Sie hier schon andere beschimpfen!
    Dass gemäßigte Muslime teils mit ihrem Leben spielen, weil sie ihre Religion liberalisieren und den Nicht-Muslimen öffnen wollen, ist in einer Demokratie nicht hinnehmbar. Noch beschämender ist es, wenn diese Menschen nur unzureichend von der Regierung unterstützt werden, indem man sich lieber den konservativen Kräften zuwendet (zum Beispiel beim Islaminstitut an der TU Berlin).
    Die Arbeit des Rabbiners zusammen mit dem muslimischen Theologen ist ehrenhaft, ja genau genommen extrem wichtig. Ich hab nur meine Zweifel, ob die es wirklich schaffen, gegen konservative Muezzine und ebenso konservative Elternhäuser anzuarbeiten. Zu wünschen wäre es, aber wer widmet am Ende mehr Zeit, hat den größeren Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen?

  10. 7.

    Wissen bildet und erweitert den Horizont. Schauen Sie nach und dann schreiben. Übrigens lang und breit hier auf rbb24 schon thematisiert. Steht sogar noch hier im Forum. Aber Wetten, dieses Thema interessiert Sie nicht die Bohne.

  11. 6.

    Sollten beide in Israel demonstrieren und uns mit ihrem Problem in Ruhe lassen.

  12. 5.

    Ja, schön. Bleibt immer noch die Frage: Warum müssen eigentlich Muslime wie Seyran Ates oder Prof. Mouhanad Khorchide unter Polizeischutz leben? Doch wohl kaum wegen Islamfeindlichkeit.

  13. 3.

    Mehr davon und viel mehr Leute vor allem.

  14. 1.

    Tolle Aktion! Das Grauen aller Angst-/Wutpopulisten...;)

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