Medizinstudenten üben an einer Puppe die Wiederbelebung. (Quelle: dpa/Woitas)
Bild: dpa/Jan Woitas

Mediziner-Ausbildung - Brandenburg investiert in Gesundheitscampus

Brandenburg soll eine vollwertige Mediziner-Ausbildung bekommen. Dafür wollen sich drei Hochschulen im Land zusammentun. An dem sogenannten Gesundheitscampus sind die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB), die Universität Potsdam und die BTU Cottbus-Senftenberg beteiligt. Der Vertrag dafür soll an diesem Montag unterschrieben werden, teilte das Forschungsministerium am Freitag mit.

6,6 Millionen Euro jährlich für Gesundheitscampus

Bislang ist die private MHB die einzige Hochschule in Brandenburg, die ein Medizinstudium anbietet. Weil die Hochschule jedoch kaum Forschungsaktivitäten vorweisen kann, können ihre Studenten bislang dort nicht promovieren. Durch den neuen Verbund soll sich das ändern.

Finanziert wird der Gesundheitscampus mit jährlich 6,6 Millionen Euro vom Land. Außerdem erhalte er 16 neue Professuren, so das Ministerium. Die Forschung soll sich unter anderem mit Alterskrankheiten befassen, da Brandenburg mit einem steigenden Anteil pflegebedürftiger Menschen rechnet.

Ärzte für Brandenburg

Die MHB wurde 2014 als erste und bislang einzige medizinische Hochschule Brandenburgs gegründet. Sie hat zwei Standorte Brandenburg (Havel) und Neuruppin. Das Medizinstudium an der MHB ist mit hohen Studiengebühren verbunden. Der Preis reduziert sich jedoch, wenn sich die Studenten dazu verpflichten, ihre Weiterbildung zum Facharzt in Brandenburger Partnerkliniken zu absolvieren.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 25.06.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Auf alle Fälle wesentlich sinnvoller und menschlicher als die ehemalige Garnisonkirche aufzubauen.

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