Studentische Hilfskräfte bei einer Vollversammlung an der TU Berlin (Quelle: ASTA TU)
Bild: Asta TU Berlin

Streikaufruf besteht weiter - Über studentische Hilfskräfte wird wohl Montag verhandelt

In den Tarifkonflikt um studentische Hilfskräfte an Berliner Hochschulen kommt wohl wieder Bewegung. Der Kommunale Arbeitgeberverband Berlin (KAV) hat den Gewerkschaften GEW und Verdi am Donnerstag angeboten, am kommenden Montag weiter zu verhandeln. Es sei wahrscheinlich, dass die Tarifkommission diesem Vorschlag noch am Donnerstag zustimme, sagte GEW-Sprecher Tom Erdmann auf rbb|24-Anfrage.

Streikaufruf gilt weiter

Das Verhandlungsangebot der Arbeitgeber sei nicht an die Bedingung geknüpft, den Warnstreik auszusetzen, so Erdmann weiter. Der Streikaufruf für nächste Woche bestehe deshalb zunächst weiter. Bis zu einer Einigung sei es aber noch ein weiter Weg, so der Gewerkschaftler. Zudem sei sich die Arbeitgeberseite nicht einig.

Höhere Stundenlöhne gefordert

Vertreter der insgesamt 8.000 studentischen Hilfskräfte in Berlin streiken seit dem 4. Juni. Seitdem sind rund 400 Lehrveranstaltungen ausgefallen. Die "Hiwis" fordern höhere Stundenlöhne und eine Koppelung an die Gehälter anderer Hochschulmitarbeiter. Außerdem fordern sie die Hochschulleitung zum Dialog über verschiedene Themen auf und verurteilen die polizeiliche Räumung des Audimax' der Technischen Universität (TU), wie es in einer Resolution der studentischen Vollversammlung an der TU am Mittwoch heißt.

Räumung als unverhältnismäßig kritisiert

Die TU erklärte vergangene Woche, man zahle bereits 12,50 Euro Stundenlohn an ihre Mitarbeiter, damit befinde sich die TU bundesweit bereits im Spitzenfeld der Bezahlung studentischer Mitarbeiter.  

Der geltende Tarifvertrag für studentische Beschäftigte sieht einen Stundenlohn von 10,98 Euro vor. Der Lohn wurde seit 2001 nicht erhöht.  

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