Dr. Klaus Freytag, der neue Lausitz-Koordinator, während eines Pressetermins in der Staatskanzlei (Bild: dpa/Ralf Hirschberger)
Video: Brandenburg aktuell | 12.06.2018 | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Woidkes Personalentscheidungen - Klaus Freytag soll den Strukturwandel in der Lausitz steuern

Warum der personelle Umbau in der Brandenburger Staatskanzlei? Ministerpräsident Woidke führt vor allem einen Grund dafür an: den Strukturwandel in der Lausitz. Für das große Thema der kommenden Jahrzehnte schickt er Klaus Freytag nach Cottbus.

Nach der jüngsten Personalrochade in der Potsdamer Staatskanzlei plant Brandenburgs Ministerpräsident Woidke vorerst keinen weiteren Umbau der Landesregierung. "Ich gehe davon aus, dass wir im Kabinett eine große Stabilität haben werden", sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend im rbb-Nachrichtenmagazin Brandenburg aktuell. Tatsächlich hatte Woidke seine Staatskanzleichefs bereits zwei Mal ausgetauscht.

Er könne zwar nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass bis zur Landtagswahl keine weiteren Personalentscheidungen notwendig werden, erklärte der Ministerpräsident. Aber "momentan planen wir das nicht".

Der Wechsel von Gorholt und Kralinski

Wesentlicher Auslöser für die Umgestaltung in der Staatskanzlei sei der Strukturwandel in der Lausitz, hieß es. Nachdem der Bund in der vergangenen Woche eine Kommission für die Zeit nach der Braunkohle initiiert hat, holt Brandenburg das Thema nun vom Wirtschaftsministerium direkt in die Staatskanzlei. "Wir mussten umsortieren", so Woidke. "Denn es geht um viel mehr als nur die wirtschaftlichen Themen, sondern um die Infrastruktur und auch die Wissenschaftsansiedlung in der Region."

Am Dienstag hatte das Kabinett unter anderem beschlossen, dass der bisherige Chef der Brandenburger Landesvertretung in Berlin, Martin Gorholt, an die Spitze der Staatskanzlei wechselt. Sein Vorgänger Thomas Kralinski übernimmt wiederum Gorholts Posten in Berlin. Dorthin nimmt Kralinski neue Aufgaben mit, für die bislang der Chef der Staatskanzlei zuständig war, darunter Medienpolitik und Digitalisierung. Auch die umstrittene Landesmarketingkampagne mit dem Spruch "Es kann so einfach sein" soll Kralinski weiter betreuen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke bei der Verabschiedung seiner Mitarbeiter (Quelle: rbb)

Staatskanzlei eröffnet Cottbus-Außenstelle

Neuer Lausitz-Beauftragter wird der bisherige Abteilungsleiter im Potsdamer Wirtschaftsministerium, Klaus Freytag. Freytag und vier Mitarbeiter sollen eine Staatskanzlei-Außenstelle in Cottbus bilden. Der 57-Jährige war 2004 bis 2015 Leiter des Bergamtes und zuletzt als Abteilungsleiter für Energiefragen im Ministerium zuständig. Freytag solle sich unter anderem um die Entwicklung der Infrastruktur, um die Ansiedlung wissenschaftlicher Einrichtungen oder auch die Vermarktung der bisherigen Braunkohleregion kümmern, sagte Woidke.

Am 25. Juni wolle Freytag auf einer Lausitz-Konferenz in Spremberg seine Vorstellungen erstmals erläutern, erklärte die Staatskanzlei. Freytag, der selbst in der Lausitz wohnt, sagte, er habe schon in der Vergangenheit Kontakte zu Unternehmen, Gewerkschaften oder auch Bürgerinitiativen gesucht und wolle im Gespräch bleiben. Dabei soll er sich auch eng mit Sachsen und dem Bund abstimmen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 12.06.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Mach’s doch selber, wenn das so einfach ist. Was ist denn „Politik für den Bürger“?

  2. 1.

    Macht Politik für den Bürger,dann braucht ihr nicht ständig Nieten auszuwechseln.

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