Ein Mann fährt mit einem Lastenrad auf dem Tempelhofer Feld in Berlin (Quelle: dpa/Fischer)
Audio: Inforadio | 03.07.2018 | Nina Amin | Bild: dpa/Fischer

Bis zu 1.000 Euro Fördergeld für Berliner - Senat fördert Lastenräder - wenn Antragsteller schnell sind

Kleine Kinder oder größere Einkäufe transportieren, ohne nach einem Parkplatz suchen zu müssen: Vor allem in den Innenstadt-Kiezen legen sich immer mehr Berlinerinnen und Berliner ein Lastenrad zu. Die Verkehrsverwaltung der grünen Senatorin Regine Günther möchte diesen Trend fördern. Ab Mittwochmorgen um 8 Uhr können Interessenten sich online einen Förderantrag herunterladen, ausfüllen und per Mail an die Verwaltung schicken.   

Die Verwaltung erstattet anschließend ein Drittel des Lastenrad-Kaufpreises, höchstens aber 500 Euro für ein Lastenrad ohne Motor und 1.000 Euro für ein Elektro-Modell. Wer davon profitieren will, muss sich allerdings beeilen – denn nur die Schnellsten bekommen eine Förderung. "Die Anträge werden nach zeitlicher Reihenfolge der vollständig und korrekt vorliegenden Unterlagen bewilligt", heißt es auf den Seiten der Verwaltung. Windhund heißt dieses Prinzip.

Die Fördersumme für private Nutzer reicht für rund 135 Lastenräder

Für private Antragsteller stellt der Senat 90.000 Euro zur Verfügung. Das reicht gerade mal für 90 Lastenräder plus 45 E-Lastenräder – vorausgesetzt, alle Antragsteller rufen die volle Fördersumme ab. Weitere 40.000 Euro stehen für Nutzergemeinschaften bereit, oben drauf kommen 70.000 Euro für gewerbliche oder freiberufliche Antragsteller.

"Die Transporträder sind praktisch, umweltfreundlich und eine preiswerte Alternative zum Auto in der Stadt. Mit Elektrounterstützung ist der Fahrspaß auch auf längeren Strecken und mit schwereren Lasten garantiert", begründete Verkehrssenatorin Regine Günther das Förderprogramm laut einer Mitteilung.

Fünf Paketdienste testen das Lastenrad im Prenzlauer Berg

Auch Paketlieferdienste erproben in Berlin Lastenräder als Alternative zu den LkW, die in zweiter Reihe parken und dabei oft Radwege blockieren. Ende Mai nahmen fünf Lieferdienste im Prenzlauer Berg einen gemeinsamen Umschlagplatz in Betrieb. Von dort wollen sie Pakete auf den letzten Kilometern mit Lastenrädern sauber und leise zum Empfänger bringen.

"Unter günstigen Bedingungen kann ein Lastenrad im Zustellgebiet einen herkömmlichen Transporter adäquat ersetzen", sagte DPD-Manager Gerd Seber. Auch die Paketdienste DHL, GLS, Hermes und UPS nutzen den Mikrohub genannten Container-Bau während der einjährigen Projektphase. Jedes der Unternehmen hat dort einen Container als "Mikro-Depot" und handelt eigenständig. Dieses Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

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