ILLUSTRATION - Ein kleines Mädchen mit Schulranzen steigt 02.06.2013 in Berlin an einer Bushaltestelle mit ihrem Vater in den Bus ein (gestellte Szene). Foto: (dpa/Silvia Marks)
Bild: dpa/Silvia Marks

Wer keinen Antrag stellt, fährt schwarz - Schüler fahren nur mit dem richtigen Aufkleber gratis

Berliner Schüler aus bedürftigen Haushalten können ab August nur dann kostenlos öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wenn sie oder ihre Erziehungsberechtigten einen neuen Hologramm-Aufkleber für den Berlinpass beantragen. Das teilte die Sozialverwaltung am Freitag mit.

Im Mai hatte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) angekündigt, dass das Schülerticket ab August günstiger wird und Jugendliche mit Berlinpass gratis Bus und Bahn fahren können. Davon profitieren alle Schüler, deren Familien Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch, dem Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld und Kinderzuschlag haben.

Wer bis zum 1. August nicht handelt, fährt schwarz

Für Kinder und Jugendliche heißt der neue Ausweis "berlinpass-BuT". BuT bezieht sich auf das 2011 von der damaligen Bundesregierung eingeführte Bildungs- und Teilhabepaket (BuT). Um damit kostenlos fahren zu können, muss nun ein neuer roter Hologramm-Aufkleber beantragt werden - bei der jeweils zuständigen Stelle. Das sind die Jobcenter, die bezirklichen Sozialämter, die Wohngeldstellen, das Bürgeramt oder das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten.  

Mitzubringen sind der gültige Schülerausweis, eine Schulbescheinigung, das Zuweisungsschreiben des Schulamtes, das Aufnahmeschreiben der Schule und gegebenenfalls ein Passfoto. Die Sozialverwaltung warnte: Wer ab dem 1. August noch mit dem alten grauen Hologramm fährt, fahre schwarz.  

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Nett. Aber wir an den Schulen haben natürlich noch genug Zeit......Die Armen beim Amt natürlich nicht....

  2. 1.

    Bei aller Liebe. Muss soviel Bürokratie denn sein? Kann man die Hologramme nicht einfach im Direktorat der Schule verteilen? Bei so viel Dokumenten ist doch klar, dass leicht was vergessen wird und die Jobcenter und Sozialämter haben sicherlich auch ohne Hologramm-Verteilung genug zu tun.

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