Areal von Knorr-Bremse (Quelle: rbb)
Video: Abendschau | 11.07.2018 | Dorit Knieling | Bild: rbb

Berliner Senat findet eine Mischlösung - Das Knorr-Bremse-Areal soll Gewerbe und Wohnen vereinen

Lange gab es innerhalb des Senats Streit, was aus dem früheren Gelände des Unternehmens Knorr-Bremse im Berliner Osten werden soll. Nun hat es nach rbb-Informationen eine Einigung gegeben. Neben Gewerbe sollen dort auch Wohnungen entstehen.

Im Konflikt um die Nutzung des früheren Knorr-Bremse-Areals in Berlin-Marzahn gibt es eine Einigung. Das erfuhr der rbb am Mittwoch aus Senatskreisen nach einem Spitzentreffen des Wirtschaftssenats und des Senats für Stadtentwicklung zusammen mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Demnach soll es auf dem neun Hektar großen Gelände eine Mischnutzung geben, über die bereits in den Tagen zuvor offen spekuliert worden war. Neben allgemeinen Wohnungen sollen auch Studentenunterkünfte und Werkswohnungen für das benachbarte Gewerbe auf dem Areal entstehen. Offiziell will die Landesregierung am Donnerstag darüber informieren.

Michael Müller hatte sich im Roten Rathaus mit der Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und dem Staatssekretär für Wohnen, Sebastian Scheel (Linke), getroffen. Er vertrat dort Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke), die gerade im Urlaub ist.

Konflikt zwischen Lompscher und Pop

Lompscher und Pop hatten sich zuvor nicht über die künftige Nutzung des Industriegeländes verständigen können. Pop hatte sich dafür eingesetzt, das Areal als Gewerbestandort zu erhalten. Senatorin Lompscher möchte dagegen Wohnungen bauen. Dem Vernehmen nach legt Pop nun Wert darauf, dass ein Gutachten beauftragt werden soll. Damit soll geklärt werden, inwiefern sich Wohnen und Gewerbe an dem Standort vertragen.

Offiziell soll die Einigung in der nächsten Senatssitzung am Dienstag beschlossen werden.

Alte Tankstelle auf dem Knorr-Bremse-Gelände in Berlin-Marzahn (Quelle: rbb)Die alte Tankstelle auf dem Gelände steht unter Denkmalschutz.

Investor plant "modernes Quartier"

Der Investor Laborgh hatte das ehemalige Betriebsgelände der Knorr-Bremse im Norden von Marzahn vor zwei Jahren gekauft und favorisiert ebenfalls eine gemischte Nutzung. Ziel sei es, ein modernes Quartier zu entwickeln, sagte Geschäftsführer Florian Lanz in der rbb-Abendschau. Neben Wohnungen seien außerdem eine Kita, eine Schule und eine Ausbildungsstätte geplant, so Lanz.

Einige Gebäude - wie eine alte Tankstelle - stehen unter Denkmalschutz. Zwei Hallen könnten nach den Pläne des Investors abgerissen werden und Platz machen für neue Wohnungen.

Sendung: Abendschau, 11.07.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Das war ein Industriegebiet, die Gebäude darauf sind Industriebauten. Also lasst es so. Für Wohnungen müßten die Industriehallen abgerissen werden. Für Industrie/Gewerbenutzung können sie stehen bleiben und weiter genutzt werden. Für Wohnungen können die Stadtautobahnen umgewidmet werden. Die liegen alle verkehrsgünstig an der S-Bahn. Verkehrserschließung ist also kein Problem. Ggf. müßten die Halte der S-Bahn dichter werden. Wenn die Stadtautobahnen wegfallen, muß natürlich die S-Bahn mit dichterer Zugfolge fahren.

  2. 1.

    auch hier passt das video nicht zum artikel ähh überprüft mal komplett

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