Schlafkabinen mit Doppelstockbetten auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Video: Inforadio | 17.07.2018 | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

"Menschenunwürdige Bedingungen" in Berlin-Tempelhof - Flüchtlingsrat fordert sofortige Schließung von Hangar 2

Eigentlich sollten im früheren Flughafengebäude in Berlin-Tempelhof schon längst keine Flüchtlinge mehr leben, doch seit Ende Mai harren dort wieder mehrere hundert Menschen aus. Der Flüchtlingsrat übt scharfe Kritik. Von Daniel Marschke

Zwei Quadratmeter pro Person, nach oben offene Schlafkabinen, keinerlei Privatsphäre: Flüchtlinge, die nach wochenlanger Flucht endlich Berlin erreicht haben, werden im Ankunftszentrum auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof nur "schäbig untergebracht" - so sehen es jedenfalls der Berliner Flüchtlingsrat und zahlreiche Hilfsorganisationen, die am Wochenende scharfe Kritik an der Senatssozialverwaltung übten.

Seit Ende Mai viermal so viel Menschen wie üblich

Normalerweise, so heißt es in einer Pressemitteilung der knapp 20 Initiativen, seien in Hangar 2 rund 100 Flüchtlinge untergebracht - doch seit Ende Mai sei die Zahl der Menschen auf bis zu 600 angestiegen. Die Situation habe sich dadurch "erheblich zugespitzt", heißt es. Woran das liegt, ist derzeit unklar.

Der Flüchtlingsrat spricht von "Personal- und Softwareproblemen" beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und fordert die sofortige Schließung. Stattdessen sollten die Menschen "von Anfang an in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften mit regulären baulichen Standards" untergebracht werden.

Drei Wochen statt drei Tage

Eigentlich soll in Hangar 2 nur die erste Registrierung erfolgen, doch weil der Prozess zuletzt ins Stocken geraten sei, müssten "neu in Berlin ankommende Geflüchtete statt drei Tagen nun drei Wochen unter menschenunwürdigen Bedingungen im Hangar verbleiben", kritisiert der Flüchtlingsrat.

Außerdem würden den Geflüchteten das ihnen zustehende Ausweisdokument, der sogenannte Ankunftsnachweis, und der vorläufige Krankenversicherungsnachweise vorenthalten. Die freie Arztwahl sei somit nicht möglich. Weiterer Kritikpunkt: Auch die gesetzlich festgeschriebenen Leistungen, wie Bargeld zum persönlichen Bedarf und eine BVG-Monatskarte, würden den Schutzsuchenden während ihres Aufenthalts in der Erstregistrierung vorenthalten.

"Bearbeitungsstau" aufgrund von Krankheit und Urlaubszeiten

Das zuständige Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) war am Montag zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. In der Senatssozialverwaltung hieß es, dass die vom Flüchtlingsrat monierten Zahlen inzwischen nicht mehr aktuell seien.

Derzeit seien von den insgesamt zur Verfügung stehenden 653 Plätzen 425 belegt, sagte Karin Rietz, Sprecherin von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke), rbb|24. Normalerweise müssten es zwar deutlich weniger sein, doch krankheits- und urlaubsbedingt sei es seit Ende Mai zu einem "Bearbeitungsstau" gekommen. Um für eine zügige Bearbeitung in der Erstregistrierung zu sorgen, sind nach Auskunft von Rietz 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforderlich - wie viele davon derzeit krank oder im Urlaub sind, konnte sie allerdings nicht sagen.

Außerdem habe die hohe Belegung noch einen anderen Grund: So sei die Zahl der in Berlin eintreffenden Flüchtlinge zuletzt wieder gestiegen, von 820 im Januar auf knapp 1.100 im Juni.

"Irgendetwas muss schiefgelaufen sein"

Der Flüchtlingsrat Berlin hält das für eine Ausflucht. Schon im vergangenen Jahr habe die Zahl der monatlich neu eintreffenden Asylsuchenden zwischen 900 und 1.000 geschwankt. Außerdem gebe es "keine Notlage mehr in der Stadt, die die Unterbringung von Flüchtlingen in Flugzeughangars rechtfertigen würde", sagte Georg Classen vom Flüchtlingsrat rbb|24. "Wir haben Zustände wie zuletzt unter Herrn Czaja", kritisiert Classen und bezieht sich damit auf den früheren Berliner Sozialsenator von der CDU. Über die Gründe mag er öffentlich nicht spekulieren. "Irgendetwas im LAF muss schiefgelaufen sein, und Urlaubszeiten sind vorhersehbar."

"Tempohomes" für die einen, Notlösung für die anderen

Überhaupt hätte das Ankunftszentrum längst geschlossen werden müssen, sagt der Vertreter des Flüchtlingsrats - jedenfalls wenn es nach dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag ginge. Auch Sozialsenatorin Breitenbach habe mehrfach angekündigt, das Zentrum zu verlegen. Doch die Suche gestaltet sich schwierig. "Dass wir den Hangar 2 beibehalten oder sogar ausbauen wollen, ist Quatsch", sagt Breitenbach-Sprecherin Rietz. Stattdessen solle es bald einen neuen Standort geben - "wir wissen nur nicht, wo."

Dagegen war die umstrittene Notunterkunft in den früheren Flugzeughallen bereits im Dezember 2017 dichtgemacht worden. Seitdem sind die Flüchtlinge aus den Hangars in den "Tempohomes" untergebracht, die auf dem Tempelhofer Feld neu errichtet wurden. Während es dort abschließbare Wohneinheiten mit Küchenzeilen gibt, müssen die Menschen, die ein paar hundert Meter weiter im Ankunftszentrum registriert werden, nach wie vor mit einer Notlösung leben.

"Nicht der ideale Ort"

Vor fast genau zwei Jahren hatte das Land Berlin die Versorgung geflüchteter Menschen neu geordnet. Zum 1. September 2016 wurde ein zentrales Ankunftszentrum mit zwei Standorten eingerichtet. In der Bundesallee in Wilmersdorf nehmen Mitarbeiter des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den Asylantrag entgegen. Erste Anlaufstelle für die geflüchteten Männer und Frauen ist dagegen der stillgelegte Flughafen Tempelhof.

"Die Geflüchteten werden bis zum Abschluss ihrer Registrierung für wenige Tage im Ankunftszentrum in Hangar 2 untergebracht", hieß es vor einem Jahr, als das Ankunftszentrum innerhalb der Hallen noch einmal umzog. Auch in der Sozialverwaltung weiß man, dass man diesem selbstgesetzten Standard derzeit nicht gerecht wird und sich bald etwas ändern muss. "Das ist nicht der ideale Ort, um Menschen länger unterzubringen", sagt Karin Rietz.

Beitrag von Daniel Marschke

Kommentar

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53 Kommentare

  1. 53.

    Sie meinen die Sprache des Teil des Volkes, welcher zu ihnen passt oder?

    Und was ist mit " NGO-Schlepperschiffe, ..., Gutmenschentum" sie Rosinenpicker?

  2. 52.

    Werte Mesa, ich beschäftige mich nicht mit Studien zu irgend welchen politischen Strömungen in sozialen Netzwerken, die meiner Ansicht nach in ihrer Wirkung ohnehin überschätzt werden. Viel wichtiger ist die Informationsfreiheit, die soziale Netzwerke heute bieten. Die teilweise blanke Panik einiger Politiker und sonstiger Akteure davor, erkenne ich wohl. Nur wird halt lieber der Überbringer der bösen Botschaft verteufelt, als sich mit Missständen auseinander zu setzen. FakeNews begegnet man mit offener, ehrlicher und nachvollziehbarer Berichterstattung, nicht mit Brandmarkung derselben.
    Im Übrigen kann ich Ihnen versichern, dass die politisch ganz linke Seite in sozialen Netzwerken nicht minder eifrig und auch nicht mit weniger Desinformation unterwegs ist wie rechts außen. Ich ignoriere beide und bilde mir grundsätzlich meine eigene Meinung, eine Eigenschaft, die nicht jedem gegeben ist.

  3. 51.

    Siehe Artikel: "Zwei Quadratmeter pro Person, nach oben offene Schlafkabinen, keinerlei Privatsphäre" Und das ist hier keine Klassenfahrt oder Urlaubsreise, sondern diese Menschen haben häufig sehr schlimme Erfahrungen hinter sich und weisen oftmals Traumatisierungen auf, da ist so eine Unterbringung in einem der reichsten Länder Welt und in einer Zeit, die nichts mit 2015 zu tun hat, schlicht nicht ok.
    Man _beantragt_ Asyl, wir befinden uns, auch wenn das in Ihren Kreisen immer wieder nicht verstanden wird, in einem Rechtsstaat. Bitten und Betteln können Sie in autokratischen Staaten und Diktaturen.

  4. 50.

    Na klar, die Sprache des Volkes :D Woher nehmen SIe und co. immer dieses Recht zu deklarieren was das Volk angeblich will? Dieser elendige, auf Pegida-Demos gerne gerufene Satz "Wir sind das Volk" ist doch das gleiche lustige Phänomen.
    IchMeinJaNur hat völlig Recht, das ist schlicht die Sprache der Rechtspopulisten, natürlich gerne aufgegriffen von Teilen der Angst- und Wutbürger... Btw. die Studie zu SocialMedia-Aktivitäten von Rechtsextremen kennen Sie? Ein absoluter Großteil der rechten Hasskommentare online kommen von einer organisierten Minderheit, die auch Begriffe und Meinungen setzen...Das ist halt das Blasenleben, aber der Eindruck, dass man Teil einer Mehrheit wäre, kann da schnell täuschen. Die am lautesten Schreien hört man halt besser...Zu schlicht ist ihre Idee von "dem Volk"....

  5. 49.

    Willkommen in der Realität! Das ist die Sprache des Volkes, auch wenn es Ihnen nicht passt. Die Variante, alles Unangenehme einfach zu Nazi-Sprech zu erklären, ist mir doch deutlich zu schlicht. Im Übrigen wurde das Wort des "Asyltourismus" bereits lange vor AfD & Co gebraucht, von den Parteien "in der Mitte der Gesellschaft".

  6. 48.

    Eine Bitte an alle User: Kommen Sie zum konkreten Thema des Textes zurück. Kommentare, die sich zu weit davon entfernen, verbietet unsere Netiquette. Solche werden hier nicht mehr freigeschaltet.

  7. 47.

    Ihre Beiträge werden durch Ihren gestelzten akademischen Duktus nicht gehaltvoller. Diskutieren Sie doch lieber inhaltlich statt von "Ausgrenzungsnarrativen" zu schwadronieren.

    "Es muss(!) geleistet werden."
    Es muss auch gestattet sein, zu hinterfragen, wofür Steuermittel eingesetzt werden und inwieweit mit den, im internationalen Maßstab, hohen sozialen Leistungen nicht falsche Anreize gesetzt werden, ohne als Antidemokrat bezeichnet zu werden. Nach Ihrer Definition säßen in ziemlich vielen demokratischen (oder eben nicht) Ländern Antidemokraten in der Regierung. Alle demokratischen, für Einwanderung grundsätzlich offenen Länder schützen mit großer Selbstverständlichkeit ihre Grenzen und Sozialsysteme und achten penibel auf die Einhaltung der Gesetze, ohne sich den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, antidemokratisch zu handeln und ohne ihre freiheitlichen Ideale zu opfern.

  8. 46.

    "Asyltourismus, ..., NGO-Schlepperschiffe, ..., Gutmenschentum...".

    Genau DAS ist die Sprache der Rechtspopulisten, Neurechten und Nazis. Die Katze miaut, der Hund bellt...

  9. 45.

    Ab wann ist man denn "Ur-Berliner"? Müssen meine Vorfahren dann schon hier gelebt haben als sich Sprewanen und Heveller hier im Berlin-Warschauer Ustromtal verlaufen haben? Oder ab 1237?

    Oder als Hugenotten, Wiener Juden oder Holländer hierher kamen? Oder erst 1871 als der größte Zuzug an Neuberlinern aus allen Teilen Europas stattfand? "Die Berliner im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts waren nur noch zu 40 % in Berlin geboren."

    Berlin ist/war schon immer ein Schmelztiegel. Deswegen essen sie hier auch Königsberger Klopse, Bouletten und Döner.

    War es früher "Kochtraditionen der Einwanderer aus Schlesien, Böhmen, Ostpreußen, Pommern und Mecklenburg sowie den Hugenotten aus Frankreich." sind es heute Kochbananen, Banh Beo Tom, Lahmacun uvm.

  10. 44.

    Da Sie und Ihresgleichen ja gern mal auf dem Grundgesetz 'rumreiten: Lesen Sie mal die Präambel.
    Ihren unterschwelligen Haß auf Ostdeutsche können Sie sich gern dahin schieben wo's wehtut, um es mal mit den Worten eines an der Rettungsaktion in Thailand beteiligten Tauchers in Richtung Musk zu sagen.
    Man kann natürlich leugnen, daß durch die hohe Zahl der Flüchtlinge nicht unerhebliche Probleme bestehen. In dieser Hinsicht hat die Bundesregierung kläglich versagt und die Kommunen allein gelassen.
    Ich habe den Eindruck, Sie und Ihresgleichen wollen die Probleme mit der hohen Zahl Flüchtlinge durch die Einreise von noch mehr Flüchtlingen lösen. Wird nicht klappen.

  11. 43.

    Aha, und wann haben sie ihr Herz und Mitleid für Obdachlose entdeckt? Gilt das auch für Obdachlose mit polnischen oder rumänischen Paß?

    Oder war das nur wieder mal die übliche rechte Hetze nach dem ewig gleichen Muster?

  12. 42.

    Wer vor Verfolgung und Krieg hierher flieht, ist erst einmal erleichtert, dem entkommen zu sein und hier sicher leben zu können! Vielleicht wollen viele Flüchtlinge auch keine selbsternannten Weltverbesserer, die nur ihren Teil der Welt sehen und ihre Klienten zwangsbeglücken.....
    Vielleicht hilft ein begleitetes Praktikum bei der Obdachlosenhilfe, mal die Welt etwas globaler zu sehen und sich zur schweren Erkenntnis durchzuringen, dass es auch andere Menschen gibt, die der Hilfe bedürfen, aber keine Lobby haben....
    Mein folgender missratener Vergleich "hinkt"an allen Ecken und Enden, ich bringe ihn aber trotzdem: Anfang der 80er Jahre hatte ich die große Freude, in Eggesin für längere Zeit auf 16m2 in einem Zehn-Mann-Zimmer zubringen zu müssen: Doppelbett, Spind, Tisch mit 10 Stühlen - null Privatsphäre, das erste halbe Jahr exakt zweimal nach Hause.... Ich kam aus der eng begrenzten Freiheit einer Diktatur in die Befehlsmühle einer preussischen Armee...
    Wie habe ich das nur ohne Lobbygruppe überstanden.... ;-)

  13. 41.

    Also weil woanders Menschen keine Autos haben müssen hier alle Autos abgeschafft werden?

    Doch, genau so hört sich ihre kranke "Argumentation" an. Meine Schule verfällt also müssen Flüchtlinge in noch schlimmeren Zuständen hausen?

    Typisch deutsch, nach oben buckeln und nach unten treten. Widerlich.

  14. 40.

    Danke @ "Peter" und "Mesa".

    So weit, so bekannt: Aus noch nicht gänzlich geklärten Gründen seitens LAF kam es zu Überbelegungen des Hangars 2/ Thf. Auch der SenIAS sieht das problematisch, wenn auch weniger kritisch als der Flüchtlinsgrat, weswegen die Initiative des letzteren ausdrücklich zu begrüßen ist. Die Kritik ist doch, dass grundlegende Rechtsgüter und -ansprüche auf diese Weise nicht wahrgenommen werden können bzw verwehrt werden. Die Stadt befindet sich aber weder im (Nach)Krieg noch in Ausnahmesituation wg. Naturkatastrophen. Es muss(!) geleistet werden.

    Ebenso bekannt sind die scheints leider reflexartig einsetzenden Ausgrenzungsnarrative gegenüber Geflüchteten und Migrant*innen, in allen Brauntönen: von Rassismus zu Sozialdarwinismus und Klassismus. Ausblendung von deutschen Verpflichtungen zur Aufnahme von Gelüchteten, Kriminalisierung von Migration insgesamt und Ausspielen von sozial Bedürftigen gegeneinander - das ist der Tenor der Antidemokrat*innen.

  15. 37.

    Sie vergleichen im Ernst die Situation 1945 wo ganz Europa verwüstet war mit heute? Das ist absurd.

    Und dann wieder die billigen Unterstellungen was Arbeit und "Hand aufhalten" betrifft. Viele der Flüchtlinge würden sehr gern arbeiten, glauben sie mir.

    Da kenne ich ganz andere die bis heute "die Hand aufhalten" und die waren tatsächlich reine Wirtschaftsflüchtlinge.

  16. 36.

    Ob Sie es glauben oder nicht, aber Bürgerkrieg ist tatsächlich KEIN Asylgrund. Diese Menschen erhalten bei uns einen vorübergehenden Schutz, weil wir das für humanitär erachten. Einen Anspruch darauf gibt es nur, wenn dieser Bürgerkrieg in einem unserer Nachbarländer losbrechen würde, was aktuell nach meinem Wissensstand nicht der Fall ist. Ebenso gelten alle unsere Nachbarländer als sicher, so dass bei Durchreise durch dieselben ein Anspruch auf Aufnahme in Deutschland verwirkt ist und wir diese Menschen somit freiwillig aufnehmen. Man kann diese Hilfsbereitschaft natürlich mit ständigen Forderungen ausreisen, muss sich dann über das Erstarken von AfD und Co nicht wundern.

  17. 35.

    Gehts auch eine Nummer kleiner? Spezifizieren Sie diese "katastrophalen Umstände" doch bitte noch einmal kurz. Was würden Sie denn anders machen?

    Natürlich BITTET man um Asyl. Wenn Sie in Not geraten und bei jemandem anklopfen, dann FORDERN Sie, dass man Ihnen hilft? Das verrät viel über Sie... Aber sei's drum.
    Es gibt dann ein AsylRECHT, wenn die Einzelfallprüfung ergeben hat, dass ein Antragsteller beRECHTigt ist, Asyl zu erhalten. Dies trifft auf den größten Teil nicht zu, denn es handelt sich meist um Armuts-/Wirtschafts-Migranten. Diese Menschen müssten also eigentlich zurückgewiesen werden. Das passiert aber nicht. Stattdessen wird der Asylantrag abgelehnt und eine Duldung ausgestellt, die eine Rundumversorgung inklusive Taschengeldauszahlung beinhaltet. Der deutsche Staat handelt an dieser Stelle nicht unmenschlich, wie Sie es unterstellen, sondern äußerst großzügig bis naiv.

  18. 34.

    Das Thema wird sich schnell erledigen wenn Seehofers Ankerzentren da sind. Freie Arztwahl und freie BVG Karten. Gehts noch? Ist bald vorbei, auch wenn der freundliche Flüchtlingsrat dann vor Wut schnaubt.

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