Symbolfoto: Techniker bei Wartungsarbeiten an Mobilfunkmasten (Quelle: dpa/Jochen Zick)
Video: Brandenburg Aktuell | 11.07.2018 | Ismahan Alboga | Bild: dpa/Jochen Zick

Telekom stellt mobile Handy-Masten auf - Funkloch im Havelland wird gestopft

Brandenburg hat bald ein Funkloch weniger. In der Gemeinde Kleßen-Görne (Havelland) sind am Mittwoch zwei mobile Funkmasten aufgestellt worden. Sie sollen dann in den nächsten Wochen an das Netz gehen.

Das Besondere an dem Aufbau ist ein möglicher Sinneswandel bei den Mobilfunkbetreibern. Aus wirtschaftlichen Gründen hatten die Betreiber bisher eine Installation von Funkmasten in dünn besiedelten Regionen abgelehnt. "Unsere langjährigen und zähen Verhandlungen mit dem Bund, der Bundesnetzagentur und den Mobilfunkanbietern, auch ländlich geprägte Regionen ans Netz zu bringen – also jedes Dorf, jede Stadt und jedes Unternehmen - scheinen endlich Wirkung zu zeigen", sagte der Chef der Brandenburgischen Staatskanzlei, Martin Gorholt, im Vorfeld der Inbetriebnahme.

Bundesverkehrsminister weiht Masten ein

Er begrüßte die Entscheidung der Telekom, "Selbstverständliches" jetzt auch in dieser Region sicherzustellen. Gorholt hofft, dass das Unternehmen nun auch in anderen Orten mit Funklöchern aktiver wird.

Dass der Aufbau der Funkmasten eine Besonderheit ist, zeigt auch deren öffentlichkeitswirksame Inbetriebnahme durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. "Das Dorf, dem seit über 10 Jahren Mobilfunk versprochen wird, bekommt endlich Anschluss", sagte der CSU-Politiker vor Ort.

In Kleßen-Görne leben aktuell 360 Menschen. Bisher hatten sie keinen Zugang zum Mobilfunknetz. Die beiden Masten werden jeweils in den Ortsteilen Kleßen und Görne aufgestellt.

Land fordert Konzept zum Schließen von Versorgungslücken.

Für Donnerstag hat die Bundesregierung zu einem Mobilfunkgipfel geladen. Die Landesregierung werde dort die eigenen Erfahrungen mit Bundesnetzagentur und Betreibern erläutern, sagte Staatskanzleichef Gorholt weiter.

Brandenburgs Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer (SPD) forderte die Bundesregierung unterdessen auf, endlich ein Konzept zum Schließen von Versorgungslücken im Mobilfunknetz vorzulegen. Die Mobilfunknutzung müsse in der gesamten Fläche eines Landes sowie entlang der Hauptverkehrswege sichergestellt werden, so Fischer.

Sendung: Brandenburg aktuell, 11.07.2018, 19.30 Uhr

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