Baustelle von Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge (MUF) im Juni 2016 in Berlin-Marzahn (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Audio: Inforadio | 05.07.2018 | Nina Amin | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Flüchtlingsquartiere für andere Mieter öffnen - Grüne: Geflüchtete und Berliner sollten zusammenwohnen

Flüchtlingsunterkünfte dürfen durch ein Sonderbaurecht auch in Gewerbegebieten entstehen. Davon wollen sich die Berliner Grünen verabschieden. Ihr Ziel: Keine Sonderunterbringung mehr für Flüchtlinge, sondern Integration in die Kieze.

In diesem Frühjahr hatte der Berliner Senat beschlossen, an 25 Standorten in allen Bezirken neue Flüchtlingsquartiere zu bauen. Die sogenannten MUFs können dank modualer Bautechnik schnell errichtet werden. Ein Sonderbaurecht ermöglicht den Bau auch auf Grundstücken in Randlagen, die für eine reguläre Wohnbebauung nicht zulässig wären.

Vor drei Jahren, als so viele Geflüchtete untergebracht werden mussten, ein durchaus legitimer Schritt, sagt Bettina Jarasch, die integrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Der Notfall-Modus sei aber vorbei. Die Konzepte sollten jetzt besser durchdacht werden.

MUFs für alle Mieter öffnen

"Eine Konsequenz dieses Sonderbaurechts ist es, dass in den ersten Jahren das neue Gebäude nur mit Flüchtlingen belegt werden darf", kritisiert Jarasch. Die modularen Häuser sollten aber gleich für verschiedene Mieter offen sein, meinen die Grünen. Studenten und Geflüchtete könnten vom Zusammenleben profitieren, so Jarasch. Die Integration in die Kieze gelänge schneller.

Ein weiterer Punkt, den die Grünen an den geplanten Flüchtlingsunterkünften verändern wollen, ist ihre Größe: Anstatt der jetzt geplanten Gebäude mit rund 500 Bewohnern plädieren sie für mehrere kleine Standorte pro Bezirk. "Ein gemischtes Wohnen ist unser Ziel", sagt Jarasch. Einige Bezirke wie Mitte oder Friedrichshain-Kreuzberg streben schon mehrere Quartiere mit je maximal 250 Bewohnern an.

Kommentarfunktion am 07.07.2018, 11.50 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. 

19 Kommentare

  1. 19.

    Dann schauen Sie Z.B. nach Duisburg/ Marxloh dort finden Sie Migranten die seid über 20 Jahren dort wohnen und nicht ein Wort Deutsch können, dort entstehen gerade Viertel ohne Deutsche Bürger und was unternimmt der Staat ?? gar nichts, es wird sich schon in Luft auf lösen, alles nicht so schlimm, lieber tot schweigen, wie so vieles was unangenehm ist.

  2. 18.

    Na die Politiker der SPD, Linken & Grünen, dafür wurden Sie doch gewählt ?? die kümmern sich halt nur um Ihre neuen Wähler für Ihre Parteien,, das muß man doch verstehen !!!!

  3. 17.

    na dann sollten doch die GrünenInnen mit gutem Beispiel voran gehen .. und ihre Wohnungen und Häuser im Rotweingürtel öffnen

  4. 16.

    Dann sollten als allererstes die ganzen Politiker, die für so einen Vorschlag stimmen, mit gutem Beispiel vorangehen und dort bei den Migranten einziehen.
    Ich möchte dies allerdings nicht!

  5. 15.

    "Eine Konsequenz dieses Sonderbaurechts ist es, dass in den ersten Jahren das neue Gebäude nur mit Flüchtlingen belegt werden darf"

    Wer verabschiedet eigentlich solche schwachsinnigen Gesetze/Verordnungen?

  6. 14.

    Ja das wäre mal eine Erfahrung die so manchen Gutmenschen endlich die Augen öffnen würde, am besten alle Grünen Partei Mitglieder dort für 4 Wochen wohnen lassen, mal sehen wie es ausgeht ??Wäre doch mal ein tolles Experiment, um die >Sache ab zu runden auch noch Partei Mitglieder der Linken & SPD,. schön vermischt versteht sich von alleine. Aber leider wird man da niemanden finden, den Kopf hinhalten & ausprobieren sollen die einfachen Bürger, aber freiwillig wird sich da niemand finden, also liebe Gutmenschen mit guten Beispiel vor ran dann kann man auch den Mund auf machen, ansonsten bitte Mund halten & schämen !!!

  7. 13.

    Vielleicht gehören Sie auch nicht in unsere Stadt?
    Wer weiß das schon ...

  8. 12.

    Flüchtlinge und Ureinwohner zusammen wohnen? Klappt nicht, denn die Zugereisten kapseln sich ab, weil wir "Ungläubige" sind. Eigene Erfahrungen spielen hier eine Rolle. Ich beurteile das nicht einmal negativ, aber gleich und gleich versteht sich leichter.

  9. 11.

    Wer mit ihnen zusammenleben möchte, kann das gerne tun. Aber später bitte nicht jammern!

  10. 10.

    nun, es werden doch immer mehr. Das hört doch nicht mehr auf!
    Und überhaupt, definieren Sie doch einmal Flüchtlinge. Aus dem täglichen TV sind das Menschen zu 99% männlich, im Alter zwischen unter 18 und nicht älter als 30 Jahren. Vor was rennen die denn weg? Die sollten lieber ihre Heimat aufräumen, verteidigen und beschützen. Wenn so eine Oma mit ihrem Enkel wegrennt habe ich vollstes Verständnis dafür, aber nicht so wie es uns suggeriert wird! Und hier bekommen sie gute Kleidung (die sehen alle gut gekleidet aus), eine Flatrate zum aktuellen Handy dazu und fahren frei im ÖPNV - danke!
    Und ich habe echt Angst davor meine Heimat Deutschland in Jahren oder Jahrzehnten zu sehen - echt ich habe Angst davor...

  11. 9.

    Da sollen die Grünen Mal hinziehen.
    Die Grünen sollen es endlich lassen uns diese Menschen aufzuzwingen.

  12. 8.

    "ich finde auch, dass die Flüchtlinge nicht mit Einheimischen wohnen sollten. Das führt nur zu Problemen."

    Umgekehrt wird ein Schuh draus, ich nenne mal ein Beispiel: Nehmen wir eine Schulklasse von 30 Schülern, 5 davon "Einheimische", der Rest Migranten (zählen da eigentlich Schwaben mit zu? ^^ )und umgekehrt. Raten sie mal wo sich die Migranten schneller und besser integrieren?

    "Ich bin auch der Meinung, dass diese MUFs nicht in unsere Stadt gehören, sondern außerhalb, wo man die Flüchtlinge besser unter Kontrolle hat."

    Und damit verraten sie ihre wahre Absicht.

  13. 7.

    Da ich leider vermute, dass Ihr Kommentar ernst gemeint ist...

    Das sind unsere neuen, in Berlin lebenden, Mitmenschen. Jeder Wohnort, abseits der deutschen Gesellschaft ist völlig idiotisch und absolut Integrationshemmmend. Wie kommen Sie auf so eine Idee? Probleme enstehen, wenn man schutzsuchende Menschen in eingezäunte Wohnbaracken in brandenburgischen Niemandsland unterbringt. Bitte wieso muss man Flüchtlinge "unter Kontrolle" halten? Bei Ihnen hört sich "Flüchtling" an, wie die Beschreibung eines nichtmenschlichen, fremden Lebewesens...Was glauben Sie wie Deutschland in ein paar Jahren/Jahrzehnten aussehen würde, wenn man hunderttausende Schutzsuchende statt zu integrieren, und die vielen gegenseitigen Ressourcen gesellschaftlich zu nutzen, handlungsunfähig abseits der Gesellschaft isoliert?

  14. 5.

    Gute Idee!
    Ich bin gespannt, wann der erste grüne Politiker einzieht?!
    Warum sollten dort nur Studenten und Geflüchtete leben?!

  15. 4.

    Hallo,

    ich finde auch, dass die Flüchtlinge nicht mit Einheimischen wohnen sollten. Das führt nur zu Problemen. Wie sollen denn bitte Studenten davon profitieren?

    Ich bin auch der Meinung, dass diese MUFs nicht in unsere Stadt gehören, sondern außerhalb, wo man die Flüchtlinge besser unter Kontrolle hat.

    Bei den teuren Mieten muss der Staat mehr Kraft aufwenden und endlich den Privatbau von Spekulanten verbieten. Es muss mehr Genossenschaften und staatseigene Wohnungsunternehmen geben, die ohne Profitgier bauen.

  16. 3.

    Als diese Partei sich noch für die Umwelt eingesetzt hat, habe ich allen geraten, sie zu wählen. Seitdem diese Partei sich aber offenbar nur noch für Fremde und Flüchtlinge interessiert und nicht mehr für die Menschen, die seit Generationen hier arbeiten und leben und dieses Land aufgebaut haben, rate ich allen dringend davon ab, sie zu wählen.

  17. 2.

    Bin zwar kein Wähler der Grünen aber die Idee ist gut. Aber dann bitte auch für Alleinerzieher und andere Menschen die sich die teuren Mieten nicht mehr leisten können. Eine Unterkunft die offen ist für ALLE Menschen!

  18. 1.

    hier haben die " Grünen" wirklich einmal recht

Das könnte Sie auch interessieren