Sozialer Wohnungsbau in Luckenwalde (Quelle: dpa/Schindler)
Bild: dpa/Karlheinz Schindler

Minus 8.000 in einem Jahr - Zahl der Sozialwohnungen in Brandenburg sinkt

In Brandenburg gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Die Zahl der mietpreisgebundenen Wohnungen zwischen Elbe und Oder ist 2017 auf 40.700 gesunken. Das teilte das Brandenburger Infrastrukturministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 48.911. In Verbindung mit Zahlen der Bundesregierung ergibt sich daraus, dass in Brandenburg seit 2004 rund 72.500 Sozialwohnungen verloren gegangen sind.

Vier Millionen Sozialwohnungen fehlen bundesweit

Ein Grund für den Rückgang ist, dass bundesweit immer mehr günstige Wohnungen aus der Preisbindung herausfallen. "Die Anzahl der neu gebauten Sozialwohnungen reicht nicht einmal ansatzweise, um den Wegfall zu kompensieren", beklagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay.

Das sei politisch schlicht fahrlässig, da bundesweit über mehr als vier Millionen Sozialwohnungen fehlen. Lay fragt im Bundestag regelmäßig Zahlen zu den mietpreisgebundenen Wohnungen ab.

Modell mitpreisgebundene Wohnungen

Sozialwohnungen werden in Deutschland in der Regel von kommunalen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder privaten Investoren gebaut. Diese bekommen gute Darlehensbedingungen oder einen Zuschuss. Dafür sind die Wohnungen über einen bestimmten Zeitraum mietpreisgebunden, also relativ günstig. Sie dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden, etwa Geringverdiener.

Sendung: Antenne Brandenburg, 05.07.2018

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