Screenshot der Website "Migrantenschreck" (Quelle: Screenshot Migrantenschreck.r)
Audio: radioBERLIN | 14.08.2018 | Jasmine la Noutelle | Bild: Screenshot Migrantenschreck.r

Unerlaubter Waffenhandel - Anklage gegen "Migrantenschreck"-Betreiber erhoben

Rechtsextremist Mario R. soll mit Pistolen gehandelt haben, um deutsche Bürger gegen Flüchtlinge zu bewaffnen. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat jetzt Anklage erhoben, weil er wohl über seine Seite "Migrantenschreck" von Ungarn aus illegal Waffen verkauft hat.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den mutmaßlichen Betreiber der Internetplattform "Migrantenschreck" Anklage wegen unerlaubten Waffenhandels erhoben. Der 34-jährige Mario R. soll von Mai bis November 2016 von Ungarn aus den illegalen Online-Waffenversandhandel betrieben haben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Zu Preisen zwischen 250 und 750 Euro soll er in rund 200 Fällen Waffen überwiegend an Kunden in Deutschland geliefert haben.

"Migrantenschreck" wollte Bürger gegen Flüchtlinge bewaffnen

Der 34-Jährige wurde Ende März in Budapest festgenommen und drei Monate später von Ungarn nach Deutschland überstellt. Medienberichten zufolge wollte er seine Kunden in Deutschland gegen Flüchtlinge bewaffnen. Im Juli 2017 fanden Zollfahnder bei Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg und Thüringen 13 Schusswaffen, die sich Waffenkäufer aus Deutschland über die Internetseite "Migrantenschreck" besorgt hatten.

Die Staatsanwaltschaft Berlin erwirkte gegen den Tatverdächtigen einen europäischen Haftbefehl, den die ungarischen Behörden am 28. März in Budapest vollstreckten. Da R. seiner Überstellung nach Deutschland widersprach, konnte seine Auslieferung erst nach einer rechtskräftigen Entscheidung der ungarischen Gerichte erfolgen. Er kam schließlich am 28. Juni nach Deutschland.

Ein vorläufig beschlagnahmter Verkaufserlös in Höhe von mehr als 100.000 Euro soll laut Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Prozesses eingezogen werden. R. soll sich vor dem Landgericht Berlin verantworten. Gegen die Waffenkäufer wird gesondert ermittelt. 

Sendung: Inforadio, 14.08.2018, 12:20 Uhr

Kommentar

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25 Kommentare

  1. 24.

    Der rbb bietet hier den Rechten bis Rechtsextremen eine mediale Plattform, wer sich dagegen wehrt oder Paroli bietet wird zensiert und/oder gemaßregelt.

  2. 23.

    Offen gesagt ich empfinde es als Sauerei, wenn man hier den Rechten eine mediale Plattform bietet, ihre Fake News, rechte Hetze oder dafür ihre mehr oder weniger offenen Sympathiebekundungen, bzw. ihre subtilen Verharmlosungsstrategien zu verbreiten und wenn man sich dagegen wehrt entweder zensiert oder gemaßregelt wird.
    Man mißt mit zweierlei Maß. Und mit einer "Netiquette" die nach Gutsherrenart angewendet wird. Mal kommt ein Kommentar durch, mal nicht. Ich erkenne keine Regeln, noch nicht einmal ein Muster.

    Ich habe der rbb-24 Redaktion in einem zensierten, bzw. nicht veröffentlichten Kommentar vorgeschlagen für solche Themen die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Hier geht das ja auch:

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/08/sammelabschiebung-brandenburg-afghanistan.html

  3. 20.

    Der illegale Waffenhandel durch einen Rechtsextremen zeigt, von welcher Gruppe die Gefahren ausgehen. Nicht von den Migranten, sondern von den Nazis.

  4. 19.

    Weil wir zur Neutralität verpflichtet sind und Sie beide sich in Ihrer Art zu diskutieren nichts nehmen. Ein bisschen haben wir schon das Gefühl, Sie beide brauchen sich da auch gegenseitig.

  5. 18.

    Betrachten Sie das von mir aus als meine letzte nicht sachbezogene Wortmeldung, eigentlich ist es eher eine Frage:

    Warum schalten Sie solche überflüssigen und deshalb unnützen Provokationen, wie sie der user "Steffen" hier ständig benutzt überhaupt frei?

    Siehe # 8; 12 und 14. Und das ist nur hier!

  6. 17.

    Bevor Sie beide mal wieder Ihr Zwiegespräch führen, ohne ein Ende zu finden. Entweder kommen Sie zum Thema zurück oder wir gewähren jedem noch maximal eine Wortmeldung. Danach erachten wir diese Diskussion als beendet.

  7. 16.

    Die Fakten habe ich doch verlinkt, inkl. Originalzitat von ihnen.

    Fakt ist also dass sie hier ständig versuchen Rechte und Rechtsextreme und deren Taten zu verharmlosen PUNKT

  8. 15.

    Na dann zu den Fakten wenn die/der rbb-24 Social Media Redakteur/in mitspielt:

    Wie und wo sie den Rechtsextremisten versuchen zu verharmlosen habe ich doch verlinkt. Inklusive Originalzitat von ihnen.

    P.S. Ihre Komentare muß ich nicht aufbewahren, sollte das "Neuland" für sie sein kläre ich sie gerne auf wo man ihre alten Beiträge findet.

  9. 12.

    "Habe ich schon mal erwähnt dass es mir einen diebischen Spaß macht Rechte und Rechtsextreme und ihr Tun hier zu entlarven?" Und warum tun Sie das dann nicht? Manchmal klaffen Eigen- und Fremdbild ziemlich weit voneinander ab...
    Aber bitte hören Sie nicht auf hier zu schreiben, es würde mir fehlen und mein Leben wäre um einiges trauriger.

  10. 11.

    Danke für die Blumen. Wenn das so ist wäre es eine win-win Situation.

    Habe ich schon mal erwähnt dass es mir einen diebischen Spaß macht Rechte und Rechtsextreme und ihr Tun hier zu entlarven? ;-)

    Und damit diese Leute ein wenig piesacken. :-D

  11. 10.

    Da die Käufer im Besitz von in Deutschland nicht waffenscheinfreien Waffen sind, sofern sie keine Waffenbesitzkarte haben, werden die selbstverständlich belangt. Davon werden wir hier aber sicher nichts lesen. Sollten die Käufer im Besitz der Waffenbesitzkarte sein, haben sie allerdings nichts zu befürchten, solange sie diese Waffen nicht spazieren tragen. Wenn sie sie mitnehmen, brauchen sie zusätzlich den großen Waffenschein. Dann dürfen die das ganz legal. Die vertriebenen Luftdruckwaffen fallen wegen einer zu hohen Mündungsgeschwindigkeit in Deutschland unter das Erfordernis von Waffenbesitzkarte und ggf. Waffenschein . In Polen oder Ungarn ist das dagegen nicht so.

  12. 8.

    Schön, dass Sie meine Beiträge für so bedeutungsvoll erachten, dass Sie sie sogar aufbewahren! Ich fühle mich geschmeichelt!
    Jetzt müssten Sie nur noch den Unterschied zwischen hier (Deutschland) und dort (Ungarn) erfassen.
    Hier hat er gegen das Waffengesetz verstoßen und kommt deshalb vor Gericht, dort ist er lediglich Kleinkrimineller, der ein paar Steuern hinterzogen hat, in Ungarn war der Handel völlig legal. Wenn Sie meine Aussage aus dem Zusammenhang reißen, ändert das an den Tatsachen auch nichts.

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