Datendiebstahl per USB-Stick - Symbolfoto zum Thema Cyberkriminalität (Quelle: imago/photothek.net/Thomas Trutschel)
imago/photothek.net/Thomas Trutschel
Audio: Inforadio | 13.08.2018 | Holger Hansen | Bild: imago/photothek.net/Thomas Trutschel

Engere Zusammenarbeit mit dem Bund - Berlin holt sich Hilfe im Kampf gegen Cyberkriminelle

Das Land Berlin und der Bund wollen im Bereich der Cybersicherheit künftig enger zusammenarbeiten. Dazu unterzeichnete Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Bisher würden 75 Landesbehörden jeweils einzeln unterschiedliche Hard- und Software beschaffen, sagte Geisel am Montag dem rbb. Das soll sich jetzt ändern: In den kommenden sieben Jahren solle ein einheitlicher Standard geschaffen werden, der dann bundesweit für alle 80.000 relevanten Arbeitsplätze gelte.

Pro Jahr sieben Millionen unerlaubte Zugriffe

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) solle künftig als Kompetenzzentrum für die Bundesländer fungieren. Dabei werde die Bundesbehörde nicht nur Informationen, sondern auch Know-how bereitstellen, sagte der Senator dem rbb-Inforadio. Berlin sei das fünfte Bundesland, das eine solche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet habe. Im Bereich der Cybercrime-Bekämpfung mache Kleinstaaterei keinen Sinn.

Pro Jahr registrieren die Behörden laut Geisel etwa sieben Millionen Versuche, unerlaubt auf das Berliner Landesnetz zuzugreifen. Ein Schaden sei zwar noch nicht entstanden, doch darauf dürfe man sich nicht ausruhen. Seit 2004 beobachte man Internetangriffe auch auf Bürger - jeder sei gefährdet.

Sendung: Inforadio, 13.08.2018, 12.40 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Thilo Sarrazin (SPD), umstrittener Bestsellerautor und früherer Finanzsenator von Berlin (Quelle: dpa/Arne Dedert)
dpa

Umstrittener Autor - SPD nimmt dritten Anlauf zu Sarrazin-Rauswurf

Der Vorstand der SPD will den früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin aus der Partei ausschließen lassen. Auslöser sind Aussagen im jüngsten Buch des Autors. Es ist bereits der dritte Versuch für einen Ausschluss - entsprechend gelassen zeigt sich Sarrazin.