Begrüntes Dach und Schornsteine in Berlin-Prenzlauerberg (Bild: imago/Götz Schleser)
Audio: radioBerlin 88,8 | 09.08.2018 | Jan Menzel | Bild: imago/Götz Schleser

Programm startet 2019 - Berlin fördert Dachbegrünung mit 1,5 Millionen Euro

Der Berliner Senat will die Dachbegrünung in der Stadt stärker fördern. Ein entsprechendes Programm gehe im kommenden Jahr an den Start, sagte die Sprecherin der Umweltverwaltung, Dorothee Winden, am Donnerstag dem rbb. "Mit dem '1.000 grüne Dächer'-Programm wollen wir die Zahl der Gründächer in Berlin noch einmal deutlich erhöhen."

Die Förderrichtlinien würden derzeit erarbeitet, sagt Winden weiter. Geplant seien zwei Fördertöpfe mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. Der eine sei "für das klassische Gründach" gedacht, der andere "für innovative Lösungen, die zum Beispiel auch eine Fassadenbegrünung mit einschließen".

Geld beantragen können nur Besitzer von Bestandsimmobilien. Bei Neubauten sind Bauherren angehalten, Dachbegrünung von vornherein einzuplanen.

Dämmung gegen Hitze und Kälte

Gründächer bieten Winden zufolge vor allem drei Vorteile. "Zum einen sind sie eine Schicht auf dem Dach, die gegen Hitze und Kälte gleichermaßen dämmt." Zweitens verdunste auf Gründächern Wasser, "das bringt Abkühlung für die Stadt".  Drittens werde Regenwasser aufgefangen, das dann verdunste, anstatt in der Kanalisation abzufließen.

In Berlin gibt es derzeit rund 18.000 grüne Dächer. Damit sind vier Prozent der Dachfläche in der Stadt begrünt.

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 5.

    Dachbepflanzung ist keineswegs lachhaft. Höchstens für ungebildete. Was ich aber seltsam finde, so neu ist dieser Vorstoß nicht. Das wollte man schon mal machen in den 90er Jahren. Viel getan wurde damals nicht.

  2. 4.

    Geht halt nur mit Flachdach, wieviel % der Dächer sind denn dafür geeignet?

  3. 3.

    1,5 Millionen Euro für Gründächer? Welches Rathaus soll saniert werden? Lachhaft.

  4. 2.

    Ich wohne seit 1982 in der Föttingerzeile. Neubau 1975/76, 1. Dachsanierung und Dämmung ca. Anfang der 90er Jahre. Die Flachdächer waren mit grobem Kiesbelag gedeckt. Ich habe eine Terrasse im 5. OG. mit direktem Anschluss an das Flachdach. Die Terrasse war begrünt, der Steinboden war geständert, darunter ständig etwas Wasser. Die Temperatur war überaus angenehm zu jeder Jahreszeit. Vögel kamen aufs Dach hatten dort Wasser, ebenfalls auf die Terrasse. Im April d.J. entschloss sich die Verwaltung eine neue Dachdämmung anzubringen, Heute, am 09.0818 ist der letzte Handwerker fertig geworden. Auf dem Dach wurde vom Dachdecker eine Temperatur von 56 Grad gemessen. Der Terrassenboden hat jetzt eine Temperatur von 45 Grad. Das heißt, nur noch zu betreten mit Schuhen, kein natürlicher Schatten mehr, Volle Sonne von 7.00 - 20.00, Ich überlege eine Kündigung

  5. 1.

    Ein guter Anfang. Noch besser wäre es, so etwas bei den Neubauten, die gerade überall entstehen, von vorn herein vorzuschreiben.

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