Der Siegerentwurf für das Haus der Statistik in der Otto-Braun-Straße in Mitte des Berliner Architektenbüros de+ architekten (Bild: de+ architekten)
Video: rbb aktuell | 20.08.2018 | Bild: de+ architekten

Berliner Architekten gewinnen Fassadenwettbewerb - Haus der Statistik: Original-Fassade wird rekonstruiert

Ganz in Weiß, mit einem Blumenhaus: Das Haus der Statistik soll in spätestens fünf Jahren in neuem Glanz erstrahlen. Ein Wettbewerb für die Gestaltung der Fassade des maroden Gebäudes am Alexanderplatz wurde entschieden.

Die Fassade des leerstehenden und maroden Hauses der Statistik nahe dem Alexanderplatz soll in enger Anlehnung an das Original aus DDR-Zeiten rekonstruiert werden. Das ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, bei dem die Berliner Firma "de+ architekten" zum Sieger gekürt wurde.

Das Gebäude solle ein "neues Gesicht mit altem Charme" erhalten, teilte die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) am Montag mit, die für die Sanierung zuständig ist.

Fertigstellung voraussichtlich bis Mitte 2023

Geplant ist demnach eine "behutsame und zeitgemäße Rekonstruktion der Original-Fassade", bei der auch moderne Elemente zum Tragen kommen. Sie soll nach Fertigstellung - voraussichtlich Mitte 2023 - ganz in Weiß erstrahlen. Die Brüstungselemente würden aus Carbonbeton, Dämmkern und konstruktivem Leichtbeton konzipiert und auf die Bestandsdecken montiert, hieß es.

Hinzu kommt ein begrünter Neubau neben dem Bestandsgebäude, um einen öffentlichen Ort der Kommunikation und Erholung zu schaffen, wie es hieß.

Das Haus der Statistik an der Otto-Braun-Straße in Mitte ist ein 1968 bis 1970 erbauter Bürokomplex, der aus drei Teilen besteht und neun bis zwölf Etagen hoch ist. Im Zug des neuen Hauptstadtvertrages kaufte das Land das Areal im Vorjahr vom Bund. Nach Sanierung und Umbau soll dort das Bezirksamt Mitte einziehen, auch Raum für  soziokulturelle Angebote soll es bieten.

Sendung: Abendschau, 20.08.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

18 Kommentare

  1. 18.

    Runner21 sie sind eine lahme Ente!

    schauen sie sich ihren tollen Hochhausturm in Steglitz an. 50qm = 350tsd EURO untere Stockwerke, 10 Stockwerke höher 450tsd EUR.

    tolles Konzept. sie haben sich sicherlich schon eingekauft?! ;-)

  2. 17.

    genau. lieber so tolle Architektur wie am "Daimler Benz Platz". erst einmal alles schön privatisieren und dann alles als "Privatgelände" deklarieren und alles verbieten was leben in eine Stadt ausmacht: "keine Fahrräder, keine Hunde, keine Kinderwagen, keine Bäume" ;-)

    Ich finde die DDR- Architektur der 1970 Jahre herrlich. Bitte auch das AHORNBLATT wieder herstellen! Dafür die überaus gelungene BRD Architektur (Nutzungskonzept: Einkaufen, Büro, Hotel, Parken)mit einem Preis belohnen und sprengen! Danke ;)

  3. 16.

    Alles schön und gut. Mischnutzung und vor allem neue Wohnungen unter Beibehaltung der alten Substanz. Nur an die Stirnfläche zum Alex gehört ein richtiges architektonisch interessantes Hochhaus. Bitte keine neuen Schachteln.

  4. 15.

    Abreißen. Neubau. Wohnungen für Normalverdiener. Keine Kunst. Keine Studenten. Davon haben wir in B genug. Das alte Berlin ist eh verschwunden. Und kommt nie wieder.

  5. 14.

    Endlich mal eine gute Nachricht aus Berlin. Bin froh, dass dieser für viele Leute als "Schandfleck" betitelte Bau gerettet wird. Ein Abriss und anschließender Neubau wäre völliger Unsinn gewesen, zumal die Struktur des Gebäudes völlig intakt ist. Wer diese hässlichen Kolloff Bauten und solche abstrus hässliche Wolkenkratzerarchitektur vermisst, kann ja nach Frankfurt am Main oder an den toten Potsdamer Platz ziehen. Es ist mir ein Rätsel, was daran schöner sein soll. Der Potsdamer Platz ist meiner Meinung nach der größte Schandfleck Berlins, neben dem Viertel um den Hauptbahnhof herum. Diese Ecken sind völlig tot und keiner will es sehen. Ich finde durch jedes nicht gebaute Hochhaus in dieser Stadt, bleibt Berlin attraktiv. So, nun können Sie alle beginnen mich zu beschimpfen.

  6. 13.

    Sie sprechen ein grundsätzliches Problem Berlins an. Monotonie und permanente politische Einfallslosigkeit. Die DDR-Architektur gehört sicherlich zu den reizlosesten Bauen in Berlin. Gerade am Alexanderplatz sieht diese Optik grauenvoll aus. Ein Ort, an dem man sich ungerne aufhält. Umso unverständlicher, dass nun das Haus der Statistik wiederbelebt wird, anstatt den Platz in einem ansprechenden Ambiente erscheinen zu lassen. Als zentraler Platz einer Weltstadt. Leider, da gebe ich Ihnen recht, ist auch der BND-Bau einfallslos. Gleiches gilt für die Europacity und bald auch für Teile der City West. Wenn man dann nach New York schaut, auf das gerade wachsende Projekt "Hudson Yards" oder im kleineren Umfang nach Frankfurt/M. auf das Projekt "Four", dann erkennt man, wie unzeitgemäß und lethargisch die berliner Bauplaner agieren. Man schwelgt lieber in der Vergangenheit, verweigert aber die Moderne und Zukunft.

  7. 12.

    Gerade darum wäre es wichtig, den ganzen Alexanderplatz einheitlich, zeitgemäß zu erneuern, anstatt nun hässliche DDR-Ruinen kostspielig zu reaktivieren. Es gibt Investoren für den Alexanderplatz, die den in 2016 nochmals unter der Leitung von Regula Lüscher in einem Bürgerworkshop-Verfahren ausgehandelten und abgeschlossenen Kollhoff-Plan umsetzen würden. Nur die aktuelle, linke Berliner Politik ändert aus ideologischen Gründen diesen Senatsbeschluss aus 2016. In diesem Beschluss wurde der Bau von neun neuen 150m Türmen beschlossen. Nachlesen!

  8. 11.

    Die Vorredner beschweren sich über das Belassen des Gebäudes unter Gesichtspunkten wie "linke Rückwärtsgewandtheit". Wenn es danach geht muss gefragt werden: wie kann mitten in der "Berliner Metropole" ein BND-Gebäude entstehen und dazu noch die Architektur des dritten Reiches wieder spiegeln. Wenn Architektur politisch ist, trifft das wohl nicht auf das Haus der Statistik zu, nur weil es in der DDR gebaut wurde. Damit muss man sich natürlich beschäftigen. Die ganze Gebäudeanreihung am Alexanderplatz aus der Zeit der DDR ist im ganzen zu betrachten,das Haus der Technik, das Haus des Reisens, das Haus der Statistik, das Pressecafe, auch das Kaufhaus in seiner ehemaligen Architektur. Alles das findet sich in der Bauepoche der 60iger Jahre so auch unter dem Designanspruch der Zeit in der BRD wieder. Nur weil Gebäude ein DDR-Architekten haben, ist das noch lange kein Grund solche Gebäude abzureißen. Die aktuelle Architektur der Auseinandergrissenheit am Alexanderplatz ist sehr fraglich.

  9. 10.

    Unsinnige Platzverschwendung an einem der teuersten Flecken in der Innenstadt. Hier gehören architektonisch interessante Hochhäuser hin, nach denen man sich umdreht. Aber wiedermal hat man Investoren aus rein ideologischen Gründen und aus Gründen einer krampfhaften DDR Träumerei vergrault...

  10. 9.

    Wirklich schick und innovativ und so gar nicht ausgelutscht *Ironie off*
    Immerhin dürfen nun hunderte Millionen Steugergelder verschwendet werden, von denen Berlin ja soviele per Länderausgleich aus Süddeutschland erhält. Und in 10 - 15 Jahren reißt man es dann das hässliche HdS doch zugunsten des Lüscher/Lompscher-Gedächtnis-Mahnmahls ab. Als Erinnerung an eine Zeit, in der Berlin unfähig war, bedingt durch die Ostalgie einiger linker Provinz-Politiker, sich zu erneuern und sich zeitgemäß zu entwickeln. An die Zeit, in der in Berlin der Grundgedanke, dass Investoren grundsätzlich böse sind, Wolkenkratzer nur die Symbolik der Superreichen ist und Berlin auch auf Offerten von Großunternehmen (SIEMENS aktuell) ausdrücklich verzichten kann. Schießlich hat Berlin ja soviel Geld und sowenig Arbeitslose und H4 Bezieher. Es bleibt auf eine politische Zeit nach RRG zu hoffen. Auf eine Zeit, in der die politisch grünen Fantasien und die linke Rückwärtgewandtheit der Vergangenheit angehören!

  11. 8.

    Ein wahnsinns Steuergeldverschwendung! Auferstanden aus Ruinen ist plötzlich die DDR wieder mitten unter uns, mitten in der Stadt. Wie grausam! Anstatt nach vorne zu schauen und Berlin zu modernisieren (Umsetzung Kollhoff Plan), wird die Möchtegern-Metropole durch den dunkelrot-rot-grünen Senat bräsig und provinziell verwaltet. Warum tut man das Berlin und seiner Zukunft nur an? Furchtbar!

  12. 7.

    Ich finde es sehr gut, dass dieses Gebäude NICHT abgerissen wird. Ich bin in den vergangenen Jahren oft daran vorbeigelaufen und habe immer bedauert, dass es verfällt. Gute Architektur, ich freue mich auf die neue Fassade.

  13. 6.

    Naja besonders schön sind Neubauten
    auch nicht z.B. die zugebaute Mercedes Benz Arena vormals O2 world. Die Bauten sind auch häßlich und behindern den Blick auf die Arena. Als alter West Berliner find ich die Wiederherstellung OK. Gehört zur Geschichte.

  14. 5.

    Zum Übermaß der Statistik und der Ausrufung ihrer Alleinerklärung passt dieses Gebäude wie die Faust aufs Auge. Als Mahnmal würde allerdings nur ein Teil des Gebäudes vollkommen ausreichen.

    Gleich dabei, wer es unter welcher "Flagge" gebaut hat: Ein menschlicher Widersinn.

    So mein persönliches Empfinden.

  15. 4.

    Einfach sofort Abreißen!!!
    Danach kann auch ein 150 Meter hohes Gebäude entstehen in dem genug platz ist fürs Bezirksamt und jedwede Initiative die Platz haben möchte.
    Hören Sie entlich auf mit dieser DDR Architektur Huldigung und gestalten Sie die Zukunft neu.

  16. 3.

    Was ist eigentlich los mit Deutsche Politiker?? Können sie einfach schnell genehmigen, dieses hässliches Gebäude abreissen und was besseres aufbauen lassen?? Wenn es so weiter bleibt, wenn die alt-modische konservative Politikerin/Politiker nichts neues und nutzvolles zulassen, Berlin wird eine sehr langweilige Hauptstadt werden. Wann kapieren sie, dass die Fläche für Bebauung sehr sehr nicht mehr geben, wenn sie nicht höhe bauen?? Die Gartenkolonie müssen auch bald weg....

  17. 1.

    Einfach nur häßlich. Baut endlich schöne, tolle, moderne Gebäude.

Das könnte Sie auch interessieren