Symbolbild: Ein Kran bei Wohnungsbauarbeiten in Berlin. (Quelle: imago/Gärtner)
Bild: imago/Gärtner

Planung und Genehmigung soll beschleunigt werden - 100 neue Stellen für Berlins Wohnungsbau-Behörden

Um den Wohnungsbau in Berlin zu beschleunigen, sollen in den mit Planung und Genehmigung befassten Behörden 100 zusätzliche Stellen geschaffen werden. "Darüber besteht Einigkeit auf Senatsebene", sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) der "Berliner Morgenpost". Ihr Ressort habe Vorschläge ausgearbeitet, wo genau diese Stellen entstehen sollen. Vor allem sei dies für die Stadtplanungs- und Umweltämter der Bezirke vorgesehen, die besonders viele Neubauvorhaben betreuen.

Bis 2021 weniger Wohnungen fertig als geplant

Die Stellen sind Teil eines sogenannten Beschleunigungsprogramms für den Wohnungsbau, das der rot-rot-grüne Senat vor der Sommerpause verabredet hatte. Lompscher will es dem Senat Ende August vorlegen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sollen darin aufgefordert werden, ihre Prioritäten nicht nur auf große, zeitaufwendige Bauvorhaben zu legen, sondern verstärkt Dachausbauten, Aufstockungen und Ergänzungsbauten auf eigenen Grundstücken in den Fokus zu nehmen, die sich schneller realisieren lassen.

Das Programm ist eine Reaktion auf einen Bericht zum Stand des kommunalen Wohnungsbaus, den die Senatorin Ende Juni vorgelegt hatte. Demnach werden bis 2021 voraussichtlich nur 25.000 städtische Wohnungen statt der eigentlich geplanten 30.000 gebaut. Lompscher steht deshalb unter Druck und sieht sich Kritik auch aus den Reihen der Koalition ausgesetzt; die Opposition fordert offen ihre Ablösung.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Netiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren