SYMBOLBILD - Studentenzimmer (Foto: imago/Lars Reimann)
Audio: Abendschau | 14.09.2018 | Interview mit Steffen Kracht | Bild: imago/Lars Reimann

Angespannter Wohnungsmarkt - Laut Senat 4.000 neue Studentenbuden bis 2020

Der Berliner Senat hat bekräftigt, dass er in den nächsten anderthalb Jahren 4.000 neue Wohnungen für Studierende schaffen will. Rund 700 davon seien bereits fertig, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Steffen Kracht (SPD) am Freitag dem rbb. Er sei optimistisch, dass die fehlenden Einheiten bis 2020 fertig würden.  

Etwa 5.000 Erstsemester kommen jedes Jahr in die Hauptstadt. Bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Zimmer treffen sie auf einen angespannten Wohnungsmarkt: Die Mietpreise in Berlin steigen unaufhörlich.

Vor fünf Jahren musste ein Student 335 Euro für seine Unterkunft bezahlen, inzwischen sind es bereits 420 Euro. Der Anstieg um 25 Prozent liegt weit über dem Bundesschnitt – Berlin gehört damit zu den teuersten Städten Deutschlands für Studierende. Die Zahl der Studierenden in Berlin habe in den vergangenen Jahren enorm zugenommen, so Kracht. 2013 seien es noch rund 30.000 weniger gewesen. 

Monatelange Suche und Wohnen im Umland

Neben den hohen Mieten ist es ein Problem, überhaupt ein Zimmer zu finden. Mit 5,6 Prozent kommt nur ein kleiner Teil der Studenten in einem Wohnheim des Studierendenwerkes unter. Einen Monat vor Semesterbeginn am 1. Oktober stehen dort bereits mehr als 3.500 Personen auf der Warteliste. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt ein bis drei Semester.

Viele Studentinnen und Studenten suchen daher monatelang nach einer geeigneten Unterkunft und wohnen zunächst in einem Hostel. Viele kommen auch in teuren privaten Wohnheimen unter oder ziehen ins Umland.

Bereits 2015 hatte der Senat beschlossen, über die städtischen Wohnungsbaugesellschaften 5.000 neue Wohnungen speziell für Studierende zu bauen.

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Diese Studenten bevorzugen WGs das sind zumeist so große Wohnungen das darin 2 Familien a 4-6 Personen unterkommen könnten. Die Studenten haben Geld also sollen sie auch dafür bezahlen. Bei mir vor de Düre wird jerade son Studentenwohnblock 2x400 Einheiten (wenn ich richtig gezählt habe)errichtet. Zimmer 599€ +++ fast alle vermietet. Binnen weniger Tage!
    Nix mit Bettelstudenten

  2. 2.

    Der Mann heißt Krach und nicht Kracht, da hat der RBB mal wieder schlampig gearbeitet.

  3. 1.

    Erstaunliche Prioritätensetzung, wenn im Wohnungsbau zuerst an Studenten und dann erst an die Familien , die bereits in dieser Stadt leben, gedacht wird.

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