26.03.2018, Berlin: Berliner Feuerwehrleute stehen am Roten Rathaus. Mit einer einwöchigen Mahnwache wollen die Feuerwehrleute auf die ihrer Meinung nach unhaltbaren Zustände bei den Wehren in der Stadt aufmerksam machen (Quelle: dpa/Zinken)
Audio: rbb | 24.09.2018 | Jan Menzel | Bild: dpa/Paul Zinken

Gespräche über bessere Arbeitsbedingungen - Personalsituation bei Feuerwehr bleibt vorerst angespannt

Fünf Monate nach den Mahnwachen der Feuerwehr unter dem Motto "Berlin brennt" gibt es neue Pläne für einen Umbau der Behörde. Mitarbeitern aus der Freiwilligen Feuerwehr soll zum Beispiel der Wechsel in die hauptberufliche erleichtert werden, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag. Das entsprechende Konzept, an dem Gewerkschaften und die Leitung der Berliner Feuerwehr beteiligt sind, solle im Frühjahr 2019 vorgestellt werden.

Geisel zufolge wird die Personalsituation bei der Berliner Feuerwehr allerdings in absehbarer Zeit angespannt bleiben. Erst in zwei bis drei Jahren würden Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, die jetzt in der Ausbildung sind, ihren Dienst antreten können.

Überstunden in Teilen ausbezahlt

Der Senat arbeitet zudem eine Liste von Versprechen ab: Diesen Monat sind 5,4 Millionen Euro an die Feuerwehrleute ausbezahlt worden -  als Ausgleich für Überstunden. Die Auszahlung kann laut Geisel allerdings nur zu 80 Prozent stattfinden, als Grund nannte er gesetzliche Hürden. Die restlichen nicht ausbezahlten Überstunden sollen den Feuerwehrleuten als Sonderurlaub angerechnet werden.

Innensenator Geisel kündigte auch an, dass die Feuerwehrzulage in Höhe von 133 Euro bis Dezember beschlossen und dann rückwirkend für dieses Jahr gezahlt werden soll.

Oliver Mertens, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, begrüßte die Gespräche mit der Leitung der Feuerwehr und dem Innensenator, wies aber auch darauf hin, dass noch einiges zu erledigen sei. "Wir freuen uns, dass der Innensenator Wort hält und die Gespräche im April keine Eintagsfliege waren. In der Runde heute haben wir ihm deutlich gemacht, dass noch nicht alles so umgesetzt ist, wie wir es vereinbart haben", sagte er am Montag.

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Versprochen für Sommer 2018, verschoben auf Dezember 2018, im Januar 2019 immer noch nichts entschieden!
    Geld und Zulagen wegnehmen geht innerhalb von Tagen, Geld bekommen oder Ansprüche geltend machen dauert Monate! Willkommen in Berlin!

  2. 4.

    Die Feuerwehrzulage wird Rückwirkend zum Janur diesen Jahres um 6 Euro pro Monat erhöht und nicht wie RBB in den Bericht suggeriert, um 133 Euro. Ich bitte das zu korrigieren bzw zu ergänzen. Und das wäre die erste Erhöhung der Zulage nach , ich glaube, ca 20 Jahren. Soviel zur Wertschätzung und der Art, wie in der Presse aus eine Handvoll Euros , in Öffentlichkeit der Eindruck erzeugt wird, dass es eine Wirkliche Verbesserung gibt. Das ist keine Erhöhung, sondern eine Verhöhnung, für den Betrag würde kein Politiker auch nur ein Finger rühren!

  3. 3.

    ...Wenn jemand Ideen hat wie sich das schneller korrigieren lässt als Leute eben auszubilden, dann raus mit der Sprache...
    Würde durchaus Sinn machen, wenn wir dieses Problem erst seit gestern hätten. Aber in meinen Augen ist auch der derzeitige Senat nicht willens und nicht fähig irgendetwaswas an dieser Situation zu verändern!
    Was hat denn dieser regierende Bürgermeister zu verkünden, was er in den letzten 5 Monaten zum Thema beigetragen oder veranlaßt hat? Kommt bitte nicht mit den Stadtweiten Trinkwasserbrunnen die da kommen sollen. Dann sollten dort aber auch Eimer zum 'Jedermannlöschen' angebracht werden...

  4. 2.

    Berliner hat leider eine Tradition seine Feuerwehr unter Durchschnitt zu besetzen & zu bezahlen und die hat nicht erst mit RRG angefangen, sondern meiner Meinung in den Nachwendejahren bei der Zusammenlegung von Ost und West-Feuerwehr. Wenn jemand Ideen hat wie sich das schneller korrigieren lässt als Leute eben auszubilden, dann raus mit der Sprache!

  5. 1.

    Na da können wir uns aber freuen. Wir müssen nur noch ein paar Jahre so weiter machen und dann wird alles gut. Danke für diese Wertschätzung

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