Archivbild: Susanna Karawanskij spricht auf einer Landesvertreterinnenversammlung der Linken in Sachsen. (Quelle: dpa/Jan Woitas)
Video: Brandenburg Aktuell | 14.09.2018 | Bild: dpa/Jan Woitas

Brandenburgs künftige Gesundheitsministerin - Linke-Vorstand einstimmig für Karawanskij

Eine Sächsin soll künftig das brandenburgische Riesenministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie führen. Der Vorstand der Linken, die das Ministerium mit Diana Golze auch zuvor besetzt hatte, stimmte ohne Gegenstimme für Susanna Karawanskij.

Nach dem Rücktritt von Diana Golze soll Susanna Karawanskij (Linke) neue Gesundheits- und Arbeitsministerin in Brandenburg werden. Das hat am Freitag der Landesvorstand der Linkspartei in Potsdam entschieden. Das Votum des Vorstands – zu dem auch Golze gehört – war einstimmig, bei einer Enthaltung.

Karawanskij sagte, sie wolle zunächst das Haus kennenlernen, wegen des Pharmaskandals sei allerdings ein Krisenmanagement notwendig. "Die Zeit drängt ja in gewisser Weise", sagte sie. Ihr sei es jetzt vor allem wichtig, Sicherheit zu schaffen und Aufklärung zu betreiben. "Gesundheit ist keine Ware", betonte die 38-Jährige. 

Woidke: Linke kann über Nachbesetzung entscheiden

In der rot-roten Koalition hatte Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) zuvor deutlich gemacht, dass die Linke über die Nachbesetzung an der Spitze des Gesundheitsministeriums entscheiden könne.

Die Neubesetzung der Posten war notwendig geworden, weil Diana Golze nach Bekanntwerden von illegalem Medikamentenhandel in Brandenburg als Gesundheitsministerin zurückgetreten war. Der Medikamentengroßhändler Lunapharm hatte gestohlene und möglicherweise nicht korrekte Krebsmedikamente verkauft.

Eine noch von Golze eingesetzte Task Force stellte in ihrem Ermittlungsbericht zahlreiche Defizite bei den Behörden im Umgang mit dem Pharmahändler fest. Zudem bemängelte die Task Force, dass der Zuschnitt des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zu groß sei.

In der rot-roten Koalition hatte Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) deutlich gemacht, dass die Linke über die Nachbesetzung an der Spitze des Gesundheitsministeriums entscheiden könne. Für Mittwoch kommender Woche ist die Vereidigung der neuen Ministerin geplant. 
In der rot-roten Koalition hatte Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) deutlich gemacht, dass die Linke über die Nachbesetzung an der Spitze des Gesundheitsministeriums entscheiden könne. Für Mittwoch kommender Woche ist die Vereidigung der neuen Ministerin geplant. 

Büttner soll Karawanskij unterstützen

Die 38-jährige Karawanskij ist Politik- und Kulturwissenschaftlerin und stammt aus Leipzig.  2013 wurde sie über die Landesliste Sachsen in den Bundestag gewählt. 2017 verpasste sie den Wiedereinzug. Zuletzt war die Politologin wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion. 

Neuer Staatssekretär im Gesundheitsministerium soll Andreas Büttner werden, auch darauf einigte sich der Linke-Vorstand. Büttner war von 2009 bis 2014 Fraktionschef der FDP im Landtag. Dann verpasste die FDP den Wiedereinzug deutlich. Ein Jahr später wechselte Büttner zur Linken. 

Sendung: Brandenburg aktuell, 14.09.2018, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 1.

    Sie studierte an der Universität Leipzig Politikwissenschaft und Kulturwissenschaften und war danach am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.
    Kompetenznachweis: ?????? Aber direkt von der Uni gleich an die Spitze eines "Riesenministeriums. für Arbeit, Soziale Gesundheit, Frauen und Familie"
    Nach gemachten Erfahrungen halte ich diese "Karriere inzwischen für Demokratie-gefährdend.
    Aber man ist ja, sich wohlfühlend, unter sich.

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