Archivbild: Susanna Karawanskij (Die LINKE) spricht im Deutschen Bundestag. (Quelle: imago/Jeske)
Audio: Antenne Brandenburg | 13.09.2018 | Torsten Sydow | Bild: imago/Jeske

Golze-Nachfolgerin in Brandenburg - Susanna Karawanskij soll Gesundheitsministerin werden

Die Linken-Politikerin Susanna Karawanskij soll neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. Das erfuhr der rbb am Donnerstag aus Parteikreisen. Die 38-Jährige stammt aus Sachsen und saß als Abgeordnete ihrer Partei im Bundestag.  

Die Linken-Politikerin Susanna Karawanskij soll neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. Das erfuhr der rbb am Donnerstag aus Parteikreisen. Zuerst hatte die "Märkische  Allgemeine" darüber berichtet.

Der Landesvorstand der Partei hatte am Vormittag angekündigt, an diesem Freitag über die Personalie entscheiden zu wollen.

Büttner als Staatssekretär vorgeschlagen

Die 38 Jahre alte Karawanskij wurde in Leipzig geboren. Sie studierte Politik- und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Nach ihrem Hochschulabschluss 2006 war sie bis 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin an der Leipziger Uni.

Nach einem Engagement in der Kommunalpolitik wurde Karawanskij 2013 über die Landesliste Sachsen in den Bundestag gewählt. Dort war sie Sprecherin für Kommunalfinanzen. 2017 verpasste sie allerdings den Wiedereinzug ins Parlament. Zuletzt war die Politologin wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion. Karawanskij ist verheiratet und hat ein Kind.

Bei der Leitung des Gesundheitsministeriums zur Seite stehen soll Susanna Karawanskij Andreas Büttner. Er soll neuer Staatssekretär werden. Andreas Büttner war von 2009 bis 2014 Fraktionschef der FDP im Landtag. Dann verpasste die FDP den Wiedereinzug deutlich. Ein Jahr später wechselte Büttner zur Linken. 

Golze war nach Lunapharm-Enthüllungen zurückgetreten

Karawanskij würde die Nachfolge von Diana Golze antreten. Golze war als Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass die ihr unterstellten Behörden im Arzneimittelskandal sehr spät gegen das Unternehmen Lunapharm eingeschritten waren.

Der Landtag in Potsdam hat bereits für den kommenden Mittwoch die Vereidigung von zwei neuen Ministern anberaumt. Neben der Nachfolgerin von Golze soll der bisherige Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Jörg Steinbach (parteilos), als neuer Wirtschaftsminister vereidigt werden. Der bisherige Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hatte aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt zum 19. September erklärt.

Sendung: Inforadio, 13.09.2018, 14 Uhr

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    Wenn man den kurzen Mini-Lebenslauf von Frau Susanna Karawanskij sich aus dem Internet zu Gemüte führt, dann gewinnt man den Eindruck, dass sie kaum eine fundierte Qualifikation (Magistra für Politik- und Kulturwissenschaften) aufzuweisen hat, die sie für das Amt als Ministerin für das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie auch nur im Geringsten dazu qualifiziert! Aus dem Lebenslauf geht hervor, dass sie nach dem Abi acht Jahre lang an der Leipziger Uni studiert hat, dann unmittelbar im Anschluss daran als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Leipzig tätig war und dann ab 2009 in Partei der LINKEN. verschiedenen Funktionen bis dato innehatte. Auch war sie bereits Bundestagsabgeordnete. Frau Karawanskij besitzt weder eine medizinische Qualifikation als künftige Gesundheitsministerin (zur fachlichen Anleitung des Gesundheitsamtes), noch eine Qualifikation der Arbeitswissenschaften/Ergonomie (Amt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

  2. 5.

    Vom Kreissaal, über den Hörsaal in den Plenarsaal zur Gesundheitsministerin!
    Man muss Der LINKEN. unbedingt attestieren, dass sie voll in der Bundesrepublik angekommen ist und den Gebaren des Etablissements vollkommen entspricht! Da wird willkürlich eine den Parteimitgliedern Der LINKEN. des Landes Brandenburg völlig unbekannte Frau aus Sachsen ganz spontan zur Gesundheitsministerin nominiert bzw. gekürt, ohne dass überhaupt eine Ausschreibung staatfand und sie den Parteimitgliedern in irgendeiner Form oder Art und Weise vorgestellt wurde. Wenn man den kurzen Mini-Lebenslauf von Frau Susanna Karawanskij sich aus dem Internet zu Gemüte führt, dann gewinnt man den Eindruck, dass sie kaum eine fundierte Qualifikation (Magistra für Politik- und Kulturwissenschaften) aufzuweisen hat, die sie für das Amt als Ministerin für das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie auch nur im Geringsten dazu qualifiziert!

  3. 4.


    Frau Karawanskij mag zwar ihr Bundestagsmandat nicht hat verteidigen können, ist deshalb aber keine gescheiterte Politikerin. als kreisvorsitzende in Sachsen, als Ostkordinatorin derLINKEN und schließlich aus Sicht der Brandenburger Landespartei - ist sie keineswegs gescheitert. erst recht hat sie laut nach diesem Amt geschrien, hätte ja auch keinen Grund dazu gehabt, da sie ohnehin in Lohn und Brot war. Also nichts mit VVersorgungsposten. Unbestritten hatte Frau Golze eine größere Erfahrung in der Sozialpolitik, aber wer sagt , das Frau Karawanskij , die zuvor im Bundestag das Thema Kommunalfinanzen bearbeitet hat, nicht auch Sozialpolitik lernen kann? Churchill hatte übrigen 3-4 verschiedene Ressorts geleitet und war auch Premier. Wurde er jeweils so was gefragt?
    René

  4. 3.

    Und wieder wird ein Versorgungsposten für gescheiterte Bundestagsabgeordnete geschaffen... Für jeden Pups wird seitens der Politik (!!! - nicht der Verwaltung selbst) in einer Stellenausschreibung und -beschreibung die geforderte Qualifikation beschrieben. Und je höher der Posten, desto höher und konkreter die Anforderungen.
    Bei Ministeriumsposten hat man den Eindruck, dass am lautesten Schreien und Jammern die Hauptqualifikation sein muss.
    Ein Minister soll Fach- UND Personalvorgesetzter sein. Und das kann nicht jeder und es kann auch nicht jeder "Politiker" jedes Ministerium leiten.
    Wenn es danach ginge: ich bewerbe mich hiermit auf den Posten des Justizministers (falls mal wieder einer gebraucht wird), weil ich fachlich dafür voll qualifiziert bin! Ich habe in meiner Jugend mal eine Gerichtsverhandlung besucht! Reicht doch, oder?! ;-)

  5. 2.

    Klingt nach dem letzten Aufgebot von Woidke.

    Die Dame, nachdem sie nicht mehr in Sachsen in den Bundestag gewählt wurde, brauchte von der Hierarchie der Linken her einfach eine adäquate Anschlussverwendung. Karanwanskij hatte zu ihrem jetzigen "Fach" wenig Berührungspunkte, aber darauf kommt es auch nicht an. Woidke muss sich Sorgen um die Stabilität seiner Koalition machen, nach dem ihm nun schon etliche Minister abhanden gekommen sind.

    Der herbste jüngste Verlust ist der schlagartige Abgang seines Wirtschaftsministers, der sollte die Energiewende in der Laujsitz organisieren.
    Ob da der ehemalige TU Cottbus Chef, ebenfalls nicht in der Materie stehend. der richtige Mann für dieses wichtigste Amt für die wirtschaftliche Zukunft Brandeburgs ist, da sind erhebliche Zweifel angebracht.
    Und Karanwanskij wird bei diesem Thema auch keine Unterstützuing sein, die Linkspartei hatte zur Energeipolitik bisher nur heiße Luft produziert, wovon sie schrittweise Abschied nimmt.

  6. 1.

    Frau Golze war zumindest eine erfahrene Sozialpolitikerin, scheiterte aber an ihrer Unfähigkeit, ein Ministerium adäquat zu führen und an ihrem dilletantischen Krisenmanagement..
    Bei ihrer Nachfolgerin sehe ich jetzt überhaupt keine Belege, die sie in irgendeiner Form für diesen verantwortungsvollen Job prädestiniert!
    In ihrem Fall, wie auch bei Frau Britta Ernst.... Externe "Lösungen", das sagt auch etwas über die Befähigung brandenburgischer Politiker aus... Armutszeugnis!!!

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