"Marsch für das Leben" am 22.09.2018 in Berlin (Quelle: dpa/Zinken)
Bild: dpa/Zinken

Demonstration von Abtreibungsgegnern in Berlin - "Marsch für das Leben" von Gegenprotesten begleitet

Begleitet von Gegenprotesten haben mehrere Tausend Abtreibungsgegner am Samstag in Berlin bei einem "Marsch für das Leben" gegen Schwangerschaftsabbrüche protestiert. "Jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht auf Leben und Achtung seiner Würde", hieß es in dem Demonstrationsaufruf.

Dagegen wandte sich ein Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, das auf das Recht für Frauen pocht, selbst über die Fortsetzung einer ungewollten Schwangerschaft zu entscheiden.

Grußworte von Marx und Kauder

Die vor allem von konservativen Kreisen getragene Lebensschutzbewegung ist auch in den christlichen Kirchen umstritten. Unterstützung erhielt der "Marsch für das Leben" von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, aber auch von einigen evangelischen Landesbischöfen. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx sprach sich in einem Grußwort zugleich für konkrete Unterstützung für Schwangere aus, um betroffenen Frauen Alternativen zu einer Abtreibung aufzuzeigen.

"Sie setzen ein Zeichen für Menschen - geboren oder ungeboren, jung oder alt, gesund oder krank - deren uneingeschränktes Recht zu leben bedroht ist", stellte sich Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) in einem Grußwort gleichfalls hinter die Lebensschutzbewegung.

Gegendemo unterstützt vom linken Spektrum

Ebenfalls mehrere Tausend Menschen beteiligten sich an den Gegenprotesten, zu denen ein breites Bündnis von Frauenorganisationen, Atheisten, Grünen, Linken, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und Gewerkschaftern aufgerufen hatte. Sie wandten sich gegen eine Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und drängten auch auf die Abschaffung des Paragrafen 219a, der Informationen von Ärzten über Abtreibungsangebote unter Strafe stellt.

"Für mich ist die Veranstaltung der Abtreibungsgegner und Abtreibungsgegnerinnen kein 'Marsch für das Leben', sondern ein Marsch gegen das Recht von Frauen über ihr eigenes Leben und ihren eigenen Körper selbst zu bestimmen", sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich überzeugt, dass betroffene Frauen mit der Entscheidung über die Fortsetzung einer Schwangerschaft "verantwortungsvoll umgehen" würden.

Sendung: Abendschau, 22.09.2018, 19.30 Uhr

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176 Kommentare

  1. 176.

    Aha. Meine Beitrage beweisen etwas anderes. Ich spreche niemanden seinen Glauben ab, mich stört aber wenn man missionirt. Lesen sie nach!

  2. 175.

    @ IchMeinJaNur: Das kann ja schon deshalb nicht stimmen, weil andere durchaus unterschiedlich reagieren. Entweder sind sie ein unfreier Mensch, dem nur ferngesteuerte (auf eine bestimmte Aktion) Reaktionen möglich sind und nicht in der Lage ist für seine ReAktion Verantwortung zu übernehmen oder Sie haben die Wahl und feiern einfach nur ihr Ego und belästigen andere mit ihrer Agression, um Aufmerksamkeit zu saugen indem sie auf ihrem Götzenthema herumreiten und es ständig in den Vordergrund spielen. Wenn für Frau Dings ihre Motivation Gott nu mal wichtig ist (und was einem wichtig ist möchte man anderen gerne näherbringen) werden Sie durch ihr Geschrei und Abgespreche nix daran ändern. Toben sie sich doch bei den flach Erdlern aus, mit denen können Sie sich die Köppe einhauen bis zum Jüngsten Tag, die sind genauso stur wie Sie. (Irgenwie erinnert mich das an den Pawlowischen Reflex)

  3. 173.

    @ IchMeinJaNur
    Ich empfinde ihre Beiträge auch nicht gerade als "State of the art". Für mich sind sie randvoll mit negativen Unterstellungen, neg Bewertungen und (für mich) Fehlinterpretationen und für mich fragwürdigen Schlußfolgerungen. Weiterhin ist mir der Ton zu aggessiv, langsam nervt und langweilen mich ihre Beiträge. Zur Sache tragen Sie für mich auch nix bei, es ging um Abtreibungen.

  4. 172.

    Wo habe ich geschrieben dass man nicht diskutieren DARF? Ich schrieb von der Unfähigkeit das zu können wenn man eine naive Vorstellung von irgendwelchen eingebildeten Götzen hat.

    Und meinen sie ernsthaft die seriöse Wissenschaft wird jemals den Standpunkt von religiösen Fanatikern, die z.B. an den Kreationismus glauben, bestätigen? Das halte ich für völlig ausgeschlossen.

    Natürlich ist die moderne Wissenschaft im ständigen Wandel, das macht sie ja gerade aus, ganz zum Gegensatz zu ihrem rückständigen und rückwärts gewandten Glauben, der auf nichts anderen beruht wie den Unsinn den sich Menschen vor Jahrtausenden ausgedacht haben.

  5. 171.

    Lieber Leo Bronstein, vielen Dank. Das haben Sie sehr gut dargelegt. Ich ärgere mich z.B. öfter, wenn man behauptet, die Menschen zur Zeit Jesu der davor usw. seien einfach unwissend und dumm gewesen. Sie ware im Vergleich zu den Menchen etwa aus der Steinzeit eben auch fortschrittlicher. Und ohne Fortschritt kommt Wissenschaft nicht aus. Sie ist immer dann gut, wenn sie das Gute für die Welt will. Aber wir sind ja nicht so blind und wissen, dass so manches aus der Wissenschaft auch mehr als Schädlich war und ist. Der Glaube an Gott ist in der Tat der gleiche wie schon vor Jahrtausenden. Der gestern war und heute ist und morgen der Gleiche sein wird. Ich finde letzteres sehr wichtig, aber natürlich auch die Wissenschaft, sonst wohnten wir ja noch auf Bäumen. Aber das Leben eines Kindes ist zu allen Zeiten wertvoll - um noch einmal auf das Thema zu kommen. Nochmals Danke!

  6. 170.

    @ IchMeinJaNur
    >Sie sind ja leider nicht in d. Lage zu diskutieren wenn sie an Kreationismus u. anderen widerlegten Unsinn glauben. <

    Zu beurteilen, ob jemand diskutieren kann, o. gar darf, sollte meiner Meinung nach nicht einem einzelnen Individuum überlassen bleiben.

    .
    >Glaube kommt halt v. glauben (wollen) u. Wissenschaft von Wissen. <

    Was jetzt als wissenschaftl. erwiesen bezeichnet wird stellt ausschließl. d. Erkenntnisstand zum jetzigen Zeitpunkt dar.
    Oder meinen Sie ernsthaft, dass ab jetzt keinerlei neuen Erkenntnisse im Bereich d. Grundlagenforschung z. Bsp. gewonnen werden?
    Ebenso bedeutete wissenschaftlich erwiesen vor 50 Jahren, oder zum jetzigen Zeitpunkt etwas zum Teil gravierend Unterschiedliches.

  7. 169.

    Ach seufz: Also, was Sie zu wissen meinen oder glauben, dass ist richtig, was andere wissen oder glauben ist falsch. Nein, so einfach ist das nicht. Glauben kommt sprachlich von "vertrauen". Und in meinem Vertrauen auf Gott bin ich - trotz ganz vieler Schwierigkeiten - nicht enttäuscht worden. Als ich 16 Jahre alt war, da hörte ich einen Italiner predigen, der mich sehr überzeugt hat. Er wurde im dritten Reich falsch beschuldigt und kam zweimal in Arbeitslager. Und doch hielt er fest an das Wort, das er sich über sein Leben gewählt hat: "Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten beitragen." (Römer 8, Vers 28)Dieser Mann hat in dieser so schweren Zeit wirklich Wunder und Gottes Durchhilfe erfahren. Nach dem Krieg konnte er sogar dem Lagerleiter, der ihn so quälte, von Herzen vergeben und so zum Glauben an Jesus führen. Lesen Sie über Prof. Dr. Dr. Wilder-Smith, dann lernen Sie einen Wissenschaftler kennen, für den Wissenschaft und Glaube zusammen gehören. Alles Gute

  8. 168.

    "Oha, das erinnert mich aber stark an Diskussionen mit Atheisten."

    Sie sind ja leider nicht in der Lage zu diskutieren wenn sie an Kreationismus und anderen widerlegten Unsinn glauben.

    Glaube kommt halt von glauben (wollen) und Wissenschaft von Wissen. Und bitte kommen sie nicht wieder mit irgendwelchen Pseudowissenschaftlern die beides zu vereinen versuchen. Das ist dann auf dem gleichen Niveau wie von von Däniken.

  9. 166.

    @PeterK: Danke, das nehme ich als ernst gemeint gerne an. Auch Ihnen und allen hier alles erdenklich Gute.

  10. 164.

    @Lieber Herr Ichmeinjanur: Irgendwie habe ich das Gefühl, Sie sehen in mir einen Menschen, der weit weg von der Wirklichkeit lebt. Ganz im Gegenteil, denn als Christ sehe ich mich in diese Welt gestellt und lasse mir von Gott meine Aufgaben zeigen. Das hat zum einen dazu geführt, dass ich jetzt nur eine kleine Rente habe - aber es geht mir trotzdem gut. Auf der anderen Seite - und das sage ich eigentlich sonst nicht, aber Sie zwingen mich fast dazu - habe ich eine hohe Auszeichnung der Regierung bekommen. Eben, weil ich mich um Menschen gekümmert habe, um die sich sonst nicht so viele kümmern. Christ sein bedeutet für mich: mit dem Herzen im Himmel, mit beiden Füßen auf der Erde. So wandert es sich trotz so mancher körperlichen Einschränkung (konnte darum nicht nach Berlin) fröhlich und gut. Auch Ihnen alles Gute!

  11. 163.

    Oha, das erinnert mich aber stark an Diskussionen mit Atheisten. Ich halte mich eben an Tatsachen, eben an das, was ich erleben kann. Und ich halte mich an die Wissenschaftler, die einen starken Glauben an Gott haben. Sagen Sie jetzt nicht, dass sei Gegensatz. Nein: es sind zwei unterschiedliche Gebiete, die sich aber eben nicht ausschließen. Das hat schon Einstein so gesehen. Es tut mir leid, dass ich bei Ihnen solche Antigedanken auslöse. Ich will Sie bestimmt nicht umstimmen, dass kann allein Gott tun. Der Sie liebt, obwohl Sie ihn ablehnen. Aber zurück zu dem Marsch für das Leben: was kaum berichtet wird: die Gegendemonstranten warfen einen ältern Teilnehmer nieder und verletzten ihn. Warum können sie nicht auch friedlich für ihre Sache demonstrieren? Die Sprüche, die sie mitführen, sind ja nun auch schon seeehr alt. @PeterK.: Ja, schlielich sollten die Frauen (und die Väter?) entscheiden - Aber die Beratung habe ich sehr einseitig erlebt, nicht Ermtigung zum Leben.

  12. 162.

    Das Zeitalter des Internet scheint mir mehr ein Zeitalter der Vergesslichkeit zu sein, als ein Zeitalter des Erinnerns. Dies aufgrund dessen, dass beliebig alles und jedes heruntergeladen werden kann, aber kaum eine Strukturierung stattfindet.

    Was die "Lebensschützer" auffahren, aber auch ein Teil der Gegendemonstranten, war Gegenstand von jahrzehntelangen Diskussionen Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre. Bis hin zur Neuformulierung des § 218, zunächst der Fristen- und dann der Indikationslösung. Dahinter liegt nun eine Entscheidung des BVerfG. Ich sehe überhaupt nicht, dass das Verfassungsgericht seine Auffassung dazu ändert, warum auch, denn es sind keine neuen "Erkenntnisse" hinzugekommen.

    Nur Aufwallungen und Gegen-Aufwallungen.

  13. 161.

    Ich bin der Ansicht, dass man sowohl Sperma, als auch die ewig abgehenden Eier aus der Gebärmutter schützen sollte. immerhin handelt es sich bei jedem Ei und bei jedem Spermium um potenzielles menschliches Leben.

  14. 160.

    Verschonen sie mich doch mit mit diesem Blödsinn von einem "lieben Gott". Falls sie mit mir diskutieren wollen dann mit Sicherheit nicht auf Grundlage ihres mittelalterlichen Götzenglaubens.

    Ich habe keine "falsche Vorstellung" von ihrem naiven Glauben an etwas was sie "Gott" nennen, warum sollte ich eine falsche Vortsellung von dem haben was nur in der Phantasie von fehlgeleiteten Menschen existiert? Das erinnert an Massenhysterie aber nicht an aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts. Sie, diese Menschen, können weiterhin ihre Verantwortung auf ein eingebildetes Götzenbild abschieben, das ist mir egal. Wenn ihnen ihre Einbildung Trost verschafft soll es mir recht sein.

    Mir ist aber nicht egal wenn Menschen mit diesem Unsinn indoktriniert und unterdrückt werden. Diese Gehirnwäsche ist leider immer noch sehr erfolgreich wie man unschwer an ihnen erkennen kann. Mir ist noch weniger egal wenn im Namen von Götzen Menschen gequält und drangsaliert werden.

  15. 159.

    Mist- senden schiefgegangen. An RM Teil 1: Gerade dafür ist ja eine Beratung da, um diese Fragen zu klären, damit eine Frau in Abwägung ihrer Ängste und Hoffnungen eine möglicht freie Entscheidung treffen kann
    Am Ende müssen wir aber ihre Entscheidung akzeptieren, wie auch immer sie ausfällt. Mehr können wir /man /frau an dieser Stelle nicht tun.
    Was die Männer angeht, werden die eigentlich beraten bzw zu einer offenen Beratung „verpflichtet"? Weiß das jemand ? Mir hat Beratung an anderer Stelle sehr geholfen und habe mich unterstützt gefühlt, hatte vorher aber auch mächtig Schiß davor.
    ( in Teil 2 natürlich: „werdende Väter" ;) )

  16. 158.

    @Leo Bronstein: Danke für Ihre Antwort. Ich bin schon ein wenig traurig, dass die meisten Antworten hier gar nicht um das Thema gehen, sondern vor allem gegen Kirche, Gott und vor allem darüber, was Priester Falsches getan haben. Das letztere ist ja schrecklich genug. Auch als Protestantin bin ich darüber entsetzt. Aber das hat nun mit Abtreibung nichts zu tun. Und wenn hier immer wieder geschrieben wird, dass die Wissenschaft den Glauben widerlegt hat, da muss ich fast ein wenig schmunzeln. Also, mein Glaube ist stark durch Wissenschaftler gefestigt worden. Die Wissenschaft ist eine Sache und superwichtig, sonst würden wir keinen Fortschritt haben. Aber sie ändert sich ununterbrochen - und muss das auch. Der Glaube an Gott und Jesus ist aber eine feste Sache, seit langer Zeit. Natürlich ist er nicht zu beweisen und das ist auch gut so. Denn zum Glauben können Menschen kommen, die sonst kaum lernen können und die klügsten Menschen werden ihn niemals ganz ergründen können. Ihnen danke

  17. 157.

    Mist- senden schiefgegangen. An RM Teil 1: Gerade dafür ist ja eine Beratung da, um diese Fragen zu klären, damit eine Frau in Abwägung ihrer Ängste und Hoffnungen eine möglicht freie Entscheidung treffen kann
    Am Ende müssen wir aber ihre Entscheidung akzeptieren, wie auch immer sie ausfällt. Mehr können wir /man /frau an dieser Stelle nicht tun.
    Was die Männer angeht, werden die eigentlich beraten bzw zu einer offenen Beratung „verpflichtet"? Weiß das jemand ? Mir hat Beratung an anderer Stelle sehr geholfen und habe mich unterstützt gefühlt, hatte vorher aber auch mächtig Schiß davor.
    ( in Teil 2 natürlich: „werdende Väter" ;) )

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